4/5 Acer neoTouch P400 im Test : Das kann das neueste Windows Phone

, 27 Kommentare

Multimedia & Office

Die Fotoqualität der 3,2-Megapixel-Kamera des P400 geht gerade noch in Ordnung. Trotz guter Ausleuchtungsverhältnisse bedarf es auch in diesem Fall einiger Geduld, um annehmbare Schnappschüsse abspeichern zu können und auch der Autofokus hat selbst in solchen Fällen manchmal einige Mühen exakt zu arbeiten. Hinzu kommt, dass kein LED-Blitz vorhanden ist, sodass man in Situationen, in denen die Ausleuchtung weniger ideal ist, de facto aufgeschmissen ist. Da hilft es auch nicht, dass man per GPS auf Geotagging zurückgreifen kann.

P400: Foto-Qualität
P400: Foto-Qualität

Zum Surfen im Web kommt die mobile Variante des Internet Explorers 6 zum Einsatz. Auch diese hat von der Implementierung von Windows Mobile 6.5.3 profitiert: So soll nicht nur die Zoom-Geschwindigkeit und das Speicher-Handling verbessert worden sein sondern auch die grundsätzliche Ladegeschwindigkeit. Letzteres erwies sich in unserem Test als effektiv spürbar: Mit vier bis fünf Sekunden Ladezeit geht der Aufbau einer Webseite wie der Mobi-Variante von ComputerBase.de angenehm schnell von statten. Dennoch hätte es nicht geschadet, wenn Acer von Werk ab eine Alternative – beispielsweise Operas mobilen Browser – anbieten würde. Dieser kann bei Bedarf aber problemlos nachgerüstet werden.

Wer das P400 als MP3-Player nutzen möchte, findet mit einer soliden Codec-Unterstützung und der standardmäßigen Track-Visualisierung von Windows Mobile eine angemessene Grundlage vor. Verbessert wird diese durch die Möglichkeit, eigene Kopfhörer per 3,5-mm-Klinkenstecker anzuschließen. Dies dürfte für den überwiegenden Teil der potentiellen Nutzer aber gar nicht notwendig sein, da die mitgelieferten Kopfhörer einen guten Sound machen. Die Ausgabe über die rückwärtige Box sollte aufgrund der mäßigen Qualität aber nur im Notfall bemüht werden.

Der Video-Konsum stellt wie bei so vielen Konkurrenten in dem Preissegment sicher keinen wahren Hochgenuss dar. Dazu fällt das Display dann doch etwas zu klein aus und auch die Auflösung ist nicht berauschend. Dafür werden die Inhalte aber insgesamt scharf und satt dargestellt, was in Verbindung mit einem ruckelfreien Abspielen im Rahmen einer gelegentlichen Nutzung einen angemessen Leistungsumfang darstellt. Der ultimative portable Mediaplayer ist das Gerät somit nicht – einen echten Grund zur Beschwerde gibt es aber genauso wenig.

Officetechnisch erfüllt das P400 die gängigen Standards und Anforderungen. So lassen sich dank Office Mobile Word-, Excel-, Powerpoint- und OneNote-Dateien öffnen; selbiges gilt für PDF- und Zip-Dateien. Bei Bedarf kann über das nicht riesige aber doch relevante Angebot des Windows Marketplace nachgerüstet werden. Erwähnenswert ist dabei, dass Acer mit Social-Network- und Service-Anwendungen wie Facebook, Flickr, „MSN Wetter“, Google und Bing einige Anwendung vorinstalliert.

Das Tastatur-Layout samt unterstützendem Wörterbuch geht dank der guten Qualität des Displays in Ordnung, wobei man nicht zuletzt wegen der beengten Verhältnisse auch hier mit ein paar Tagen Einarbeitungszeit rechnen muss, bis die Finger über den Bildschirm fliegen.

Kommunikation

In puncto Kommunikation spendiert Acer dem P400 eine Ausstattung, die das Prädikat „State-of-the-Art“ verdient. Neben dem obligatorischen Quadband GSM/GPRS und EDGE bietet das Gerät UMTS (HSDPA / HSUPA), WLAN (802.11 b/g), A-GPS und Bluetooth EDR 2.1 inklusive A2DP-Profil zur Übertragung von drahtlosen Stereosignalen, womit man auf alle Eventualitäten eingestellt sein sollte.

Laufzeiten

Bei den Laufzeiten hält Acer sich mit der einzigen Angabe „fünf Stunden Gesprächszeit“ verhältnismäßig zurück. Natürlich wurde auch für das P400 nicht der wenig zielführende Versuch gewagt, diesen Wert auf seine Exaktheit hin zu überprüfen. Stattdessen soll wieder eine Aussage zum allgemeinen Durchhaltevermögen gemacht werden. Dieses geht mit knapp anderthalb Arbeitstagen gerade noch in Ordnung, was für konventionelle Nutzer nicht unbedingt bedenklich ist, echten Powerusern aber zu denken geben sollte.

Auf der nächsten Seite: Fazit