4/6 Toshiba Libretto W100 im Test : Der Notebook-Tablet-Hybrid

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Leistung

Um die Leistung zu beurteilen, verwenden wir auf PC-Systemen üblicherweise verschiedenste Benchmarks. Dies hätten wir prinzipiell auch gerne auf dem Toshiba Libretto W100 getan, doch hätten solche Werte kaum Aussagekraft, da es sich bei diesem Tablet um ein sehr spezielles Gerät handelt. Zudem gab es mit den Futuremark-Produkten große Schwierigkeiten: während 3DMark 06 und Vantage gar nicht erst starten wollten, beschwerte sich PCMark Vantage über angebliche Klicks und brach nach dem ersten Test ab. Ursache könnten die recht spezielle Bildschirmkonfiguration oder einer der unzähligen Hintergrundprozesse gewesen sein.

Bei genauerer Betrachtung ist das Problem allerdings gar keins: Jüngere Spiele sind aufgrund des schwachen Intel-HD-Grafikchips ohnehin kategorisch ausgeschlossen. Für eine Partie des Strategie-Klassikers „Age of Empires 2“ sollte die Hardware hingegen locker reichen. Da sich Toshiba anstelle eines Intel Atom zugunsten des Pentium U5400 (Arrandale) entschieden hat, sind auch im Browser und diverser Software weder Ruckler noch Wartezeiten zugegen.

Besonders geschickt ist allerdings die Wahl der SSD gewesen. Diese gehört zwar nicht zu den schnellsten und stammt aus der eigenen Fertigung von Toshiba, hat im Vergleich zu mechanischen 2,5"-Festplatten aber noch weit die Nase vorn. Dies macht sich vor allem beim Start von Windows 7 und installierter Programmen bemerkbar. Hier stehen Benchmark-Ergebnisse aus dem Tool „ATTO“ zur Verfügung:

Akkulaufzeit

Eine solche Potenz schlägt sich aber leider auf die Ausdauer nieder. Und die ist – und das muss man hier in aller Deutlichkeit sagen – der Kategorie „Tablet“ und eines Preises von rund 1.000 Euro nicht würdig.

Akkulaufzeit
Angaben in Stunden, Minuten
  • Classic-Test (Ausbalanciert):
    • Toshiba Libretto W100
      1:30
  • Lesertest (Öko):
    • Toshiba Libretto W100
      3:13

Selbst im vom Toshiba vorkonfigurierten „Öko“-Energieprofil konnte das Libretto W100 selbst im Lesetest der Software Battery Eater Pro nicht länger als rund 3 Stunden durchhalten. Der Test entspricht in etwa der Auslastung, die beim Lesen von Webseiten oder PDF-Dokumenten entsteht. Das ist einfach zu wenig. Sobald 3D-Grafik ins Spiel kommt, kann das Libretto die Dauer einer Fußballpartie nicht überbieten. Unterwegs bereitet das extravagante Toshiba-Gerät also nur ein eher kurzes Vergnügen.

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