News : Vier „Llano“ und vier „Bulldozer“ kündigen sich an

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Eine aktuelle Roadmap enthüllt die ersten Modelle von AMD auf Basis der 32-nm-Fertigung. Demnach plane der Konzern mindestens vier „Llano“-APUs mit unterschiedlichster Ausstattung, auch vier „Bulldozer“ sind vorgesehen. Die Namensgebung der Modelle ist dabei so wenig nachvollziehbar wie Intels Kreation.

Wie bereits seit der CES Anfang Januar bekannt, werden die „Llano“-APUs die A-Serie von AMD. Sie orientiert sich augenscheinlich an einem großen deutschen Autohersteller und wird folglich in die Modelle A4, A6 und A8 aufgesplittet. Das Modell A4-3350 wird ein Dual-Core-Prozessor mit noch nicht bekanntem Takt, dem eine Radeon HD 6410 zur Seite steht, die auf 160 Shader-Einheiten vertraut. Um die Lücke zur „Brazos“-Plattform zu schließen, wird AMD auch einen „Llano“ als E2-3250 ins Rennen schicken, der mit zwei Kernen auf eine Radeon HD 6370 mit ebenfalls 160 Shadern vertraut.

Die beiden kleineren „Llano“-Modelle sollen gegen Intels Pentium-Systeme antreten und in Komplettsystemen für 500 und 600 US-Dollar zum Einsatz kommen. Ab 700 US-Dollar für ein komplettes System will AMD mit vier Kernen gegen Intels Produkte mit zwei Kernen antreten. Dieses Vorgehen entspricht auch AMDs aktueller Taktik, kosten die Athlon II X4 doch teilweise weniger als Intels Core i3.

Zwei Quad-Core-Modelle auf Basis des „Llano“ plant AMD nach aktuellem Stand für den Desktop. Mit dem A6-3450 kombiniert man vier Kerne mit einer Radeon HD 6530, die 320 Shader-Einheiten besitzt. Volle 400 Shader gibt es als Radeon HD 6550 beim Quad-Core-Modell A8-3550. Die Taktraten und weiteren Features der Modelle sind aber ebenso wie die TDP noch unklar.

Preisliche Positionierung
Preisliche Positionierung

Mit den „Bulldozern“ will AMD ganz oben angreifen – sprich direkt gegen Intels schnellste „Sandy Bridge“ alias Core i5 und Core i7. Preislich sollen diese genau in einer Liga spielen, was bereits vorab viel Raum für Spekulationen hinsichtlich der möglichen Performance zulässt. Zwei Modelle mit acht Kernen (vier Modulen) sollen sich mit Intels Flaggschiff Core i7-2600 messen. Der FX-8130P wird das Flaggschiff der Serie mit einer TDP von 125 Watt. Wofür in der kryptischen Bezeichnung das „P“ steht, ist aktuell nicht bekannt. Es könnte eventuell ein Hinweis für eine „Power Edition“ sein, so wie sich die Server-Ableger heute bereit mit „High Efficiency“ (HE) von normalen Modellen unterscheiden. Denn das Modell FX-8110 weist die gleichen technischen Eigenschaften auf, kommt aber mit einer TDP von nur 95 Watt aus.

Gegen die Core i5 mit vier Kernen will AMD dann die „Bulldozer“-Versionen mit sechs und vier Kernen stellen. Namentlich sind dies der FX-6110 und der FX-4110, die sich abgesehen von einer geringeren Anzahl an Modulen aber nicht von den Flaggschiffen unterschieden. Auch sie werden einen neuen Turbo-Modus spendiert bekommen, die maximale Speicherunterstützung liegt bei DDR3-1866. Alle vier Varianten sollen zudem als „Black Edition“ angeboten werden, also einen frei bestimmbaren Multiplikator bieten.

Die Taktraten alle Modelle sind noch nicht bekannt, wobei man anhand der Bezeichnungen 8110, 6110 und 4110 vermuten könnte, dass sie alle den gleichen Takt besitzen und sich nur anhand der Kerne unterschieden. Wenn dem so wäre, würde es ein klein wenig Licht in das sonst kaum nachvollziehbare neue Bezeichnungssschema bringen, bei dem sich AMD bedauerlicherweise einmal mehr zu viel von Intel inspirieren lassen hat. Da reichen keine Ziffern mehr, alles muss noch mit Buchstaben und Bindestichen verbunden werden, sodass letztlich der A8-3510MX von AMD dem Core i7-2910XM von Intel keinen Deut nachsteht.