3/4 Darksiders II im Test : Ein gelungener Konsolen-Ritt für den PC

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Technik

So überzeugend und spaßig sich das bisher Beschriebene gestaltet – so enttäuschend fällt die technische Umsetzung der PC-Version abseits des Sounds aus: Während die deutsche Synchronisation sich über weite Strecken hören lassen kann und die musikalische Untermalung mit extrem diversen Genres positiv überrascht, verdient sich die Grafik nur ein „durchschnittlich“, während die Steuerung tatsächlich wie von manchem Zeitgenossen befürchtet im „mangelhaft“-Bereich rangiert.

In puncto Grafik präsentiert sich „Darksiders II“ als absoluter Durchschnitt, der sich zwar noch auf Höhe der Zeit bewegt, dabei aber kaum „Aha-Momente“ zu produzieren weiß. Dies liegt vor allem an der faktisch nicht vorhandenen Optimierung für den PC: Weder Ingame noch extern lassen sich nennenswerte Einstellungen vornehmen, sodass man auf Dinge wie Kantenglättung, hochauflösende Texturen und brillante Schatten verzichten muss. Stattdessen kann nur die Auflösung angepasst werden; darüber hinaus existiert ein VSync-Haken, dessen Aktivierung aktuell allerdings keinerlei Auswirkungen hat.

Ein kleiner, aus dieser Konzeption resultierender Vorteil ist, dass „Darksiders II“ selbst auf betagteren Systemen gut laufen sollte. Auf unserem Testsystem kam es selbst in den fordernsten Szenen in einer Auflösung von 1680 x 1080 Pixeln nie zu Einbrüchen bei den Bilderraten – im Gegenteil bewegten sich diese in aller Regel deutlich jenseits der 100 FPS.

Während man die maue grafische Umsetzung mit Blick auf die ansonsten gelungenen Inhalte und den in Aussicht gestellten Patch schon vor der Veröffentlichung von diesem ertragen kann, sorgt die unpräzise, kaum angepasste Steuerung über Maus und Tastatur in den ersten Stunden immer wieder für kaum zu ignorierende Frustration. Ursächlich hierfür ist die besagte fehlende Anpassung, die in Kombination mit der durchaus vorhandenen Vielfalt bei den Bewegungsmöglichkeiten und -notwendigkeiten dazu führt, dass man immer wieder aufgrund von Ungenauigkeiten und einer einfach nicht auf die klassische PC-Steuerung ausgelegten Logik inhaltlich scheitert.

Doch auch in dieser Hinsicht lassen sich Einschränkungen formulieren: Zum einen findet man sich trotz der Einschränkungen irgendwann dennoch einigermaßen reibungslos zurecht, zum anderen funktioniert die Steuerung über einen Xbox-kompatiblen Controller flüssig, sodass die meisten Spieler sofort auf diesen Wechseln dürften, sofern er denn vorhanden ist.

Dennoch zeigt sich beim Blick auf die Technik: Das angeschlagene THQ hat „Darksiders II“ vornehmlich für die Konsolen entwickeln lassen – ein Vorgehen, dass sich auf dem PC ganz konkret bemerkbar macht.

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