BioShock Infinite im Test: Ein Spiel, nahe der Perfektion

 5/5
Sasan Abdi
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Fazit

„BioShock Infinite“ ist eine Offenbarung für alle Spieler, die sich nach exzellenten Inhalten sehnen. Denn wo die Konkurrenz den Inhalt häufig nur als mehr oder weniger einfältig konzipierten Brei verwendet, um mehr oder weniger gelungene Spielmechaniken zu transportieren, präsentiert Irrational Games einen Ansatz, bei dem Inhalt und Gameplay sich locker ebenbürtig sind.

Aus diesem Grund macht das Spielen hier nicht nur wegen der rasanten, abwechslungsreichen Action, sondern auch und gerade wegen der Story und dem Setting richtig Spaß. Letztere leben von einer Vielschichtigkeit, die auf allen Ebenen überzeugt: Der grundlegende Hintergrund – eine fiktive, zwischen Utopie und Wahnsinn schwankende und einer kruden, faschistoiden Theokratie unterliegenden Wolkenstadt – macht genauso neugierig wie der hier eingesponnene, konkrete Plot, der sich vor allem zwischen Booker DeWitt und der mysteriösen Elizabeth abspielt – eine Kombination, die dafür sorgt, dass die Spielzeit nur so an einem vorbeirauscht. In diesem Punkt können wir Bill Gardner aus unserem Interview somit nur zustimmen, dass es kein Rapture braucht, um ein gutes BioShock abzuliefern. Der Aufbruch in eine neue Welt ist gelungen, weil sich BioShock auch ohne Rapture noch wie BioShock anfühlt.

Garniert wird dieses erstklassige Angebot schließlich von einer technischen Umsetzung, die sich ebenfalls nicht einen handfesten Patzer leistet und einem Ende, das den Spieler wirklich nachdenklich zurücklässt und letztlich auf weitaus mehr hinweist, als auf den ersten Blick offensichtlich erscheint.

Vor diesem Hintergrund bleibt deswegen folgende abschließende, sehr positive Empfehlung: „BioShock Infinite“ kratzt an der Grenze zur Perfektion, gehört deswegen ohne Zweifel zu dem Besten, was die Branche in den vergangenen Jahren hervorgebracht hat und wird deswegen jedem, der auch nur ansatzweise etwas mit dem Genre anfangen kann, jede Menge Freude bereiten.

Kopier- & Jugendschutz

„BioShock Infinite“ muss zu Beginn über Steam aktiviert werden und funktioniert auch danach als Spiel der Valve-Plattform nur in Verbindung mit dem entsprechenden Account. Wie von Steam-Spielen gewohnt, muss auch in diesem Fall keine DVD im Laufwerk liegen; ein Wiederverkauf wird durch die Bindung an Steam aber quasi unmöglich gemacht.

In Sachen Jugendschutz gilt es zu erwähnen, dass das Spiel von der USK keine Jugendfreigabe („ab 18 Jahren“) erhalten hat. Laut Hersteller handelt es sich bei dieser Version um die ungeschnittene internationale Ausgabe.

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