Be quiet! Pure Power L8 400 Watt im Test: Eine verbesserte Neuauflage

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Philip Pfab
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Äußeres

Optisch orientiert sich be quiet! beim Pure Power L8 an den bisherigen CM-Modellen. Abgesehen von der veränderten Farbe des Kunststoffrings um den Lüfter – Grau statt Orange – und den fehlenden Kabelmanagementbuchsen wirkt das neue L8 nahezu identisch. Be quiet! hat jedoch unser Feedback zum L8 CM 430 Watt berücksichtigt und beim Lüftergitter auf einen bündigen Abschluss mit dem Netzteilgehäuse geachtet. Damit werden Probleme beim Einbau in Gehäusen mit ungünstig positioniertem Halteblech ausgeschlossen.

be quiet! L8 400 Watt
be quiet! L8 400 Watt

Bei der Verarbeitung macht be quiet! wie gewohnt alles richtig. Die Verarbeitung der Pure-Power-Serie ist derzeit der Maßstab für Netzteile bis zur Mittelklasse. Bei der Kabelummantelung müssen wir jedoch feststellen, dass diese – obwohl qualitativ ebenfalls problemlos – sehr grobmaschig und dünn und somit alles andere als blickdicht ist.

be quiet! L8 400 Watt
be quiet! L8 400 Watt
Netzteil im Detail
Netzteil im Detail
Lüftergitter
Lüftergitter

Kabelausstattung

Anders als die Modelle mit dem Namenszusatz CM verfügen die neuen L8-Netzteile nicht über abnehmbare Anschlüsse. Bei der Kabelausstattung setzt be quiet! in der Klasse der 400-Watt-Netzteile derzeit den Maßstab: 20+4-Pol-ATX-Anschluss und 4+4-Pol-CPU-Strang sind mit 46 beziehungsweise 56 Zentimeter Kabellänge angemessen dimensioniert. Der Hauptvorteil ist das Vorhandensein von zwei Grafikkartenanschlüssen mit 53 beziehungsweise 65 Zentimeter Länge: Mit zwei Acht-Pol-Anschlüssen lässt sich auch eine flotte Grafikkarte ohne Adapterbasteleien betreiben.

Dass sich die beiden Anschlüsse einen Kabelstrang teilen, ist in Anbetracht der Spezifikation der 18-AWG-Kabel allerdings nicht ganz unproblematisch: Drei Kabel zu je sieben Ampere ergeben eine vorgesehene Leistung von 252 Watt – weniger als für die beiden Stecker zusammen spezifiziert. Grundsätzlich finden wir die Idee, zwei Stecker an einem gemeinsamen Kabelstrang anzubringen, gut. Allerdings sollte der Hersteller sich dann auf einen Acht-Pol- und einen Sechs-Pol-PCIe-Anschluss beschränken, um zu verhindern, dass die Belastung der 18-AWG-Kabel den spezifizierten Wert von 7 Ampere pro +12-Volt-Kabel überschreitet. In der 400-Watt-Klasse wären ein 6+2-Pol und ein zusätzlicher 6-Pol auch absolut ausreichend.

Für die weiteren Komponenten stehen vier SATA-, drei Molex- und ein Floppy-Anschluss zur Verfügung. Wir würden uns statt des festen Floppy-Steckers einen zusätzlichen Molex-Anschluss sowie einen beiliegenden Adapter wünschen – Geräte mit diesem Anschluss sind akut vom Aussterben bedroht.

Anzahl Kabeltyp Länge in cm
fest
1 20+4-Pin ATX 46
1 4+4-Pin EPS 56
1 1× PCIe (6+2-Pin) – 1×PCIe (6-Pin) 53 – 65
1 2× SATA – 1× Molex – 1×FDD 47 – 60 – 74 – 89
2 2× SATA – 2× Molex 47 – 60 – 74 – 89