4/4 Warframe in der Vorschau : Der Free-to-Play-Koop-Überflieger?

, 42 Kommentare

Fazit

Die Kompetenz von „Warframe“ liegt ganz klar auf dem Faktor Action. Die Handlung? Nebensache. Die Missionsziele? Unwichtig. Tiefgang an sich? Nicht benötigt. Ein solcher Ansatz geht durchaus in Ordnung, schließlich ist es die Kernkompetenz von vielen F2P-Titeln, als seichte Zwischendurch-Unterhalter zu dienen.

Das grundsätzliche Paradigma von Digital Extremes ist also vertretbar, sodass wir gerne über die genannten Punkte hinwegsehen. Allerdings hat „Warframe“ auch in seiner eigentlichen Domäne noch mit handfesten Problemen zu kämpfen.

Warframe im Test

Zu diesen ist erstens die Qualität des Kooperativspielerlebnisses zu zählen. Auch mit Freunden kommt dieses bisher noch nicht so recht zum Tragen: Man spielt nebeneinander, statt miteinander, was erst recht für das Spiel mit zufälligen Partnern gilt. Dieses Problem lässt sich neben einschlägigeren Ingame-Kommunikationsmöglichkeiten nur über die Spielmechanik lösen. Es braucht also mehr kooperative Elemente, auch wenn solche nur darauf hinauslaufen, dass zwei Spieler einen Computer hacken, während die anderen beiden immer neue Gegnerwellen abwehren.

Unser zweiter Kritikpunkt bezieht sich auf das mehrfach angesprochene Verhältnis von „Grinding“ und „Buying“. Sicher, Digital Extremes will Anreize für Käufe liefern, um die weitere Entwicklung zu finanzieren – bisher scheint uns der Aufwand ohne Geld aber noch deutlich zu hoch zu sein. Vor dem Hintergrund, dass die umfangreichen Modifikationsmöglichkeiten eine Kernfunktion von „Warframe“ darstellen, kann man deswegen nur hoffen, dass die Entwickler hier zugunsten der Gratisspieler noch mal Hand anlegen.

Sollten diese beiden Punkte behoben werden, könnte sich „Warframe“ sehr gut als visuell schmucker und spaßiger F2P-Shooter für Kurzweilinteressierte positionieren. Dies gilt umso mehr dann, wenn man länger bei der Stange bleibt, denn der Spielspaß steigt schon jetzt trotz der genannten Kritikpunkte parallel zur Spielzeit.

Kopier- & Jugendschutz

„Warframe“ funktioniert über einen eigenen Launcher und benötigt zum Starten eine Internetverbindung. Der Download und das Spielen sind grundsätzlich kostenfrei; die Investition von Geld über die Ingame-Währung Platinum ist optional möglich.

In Sachen Jugendschutz gilt es zu erwähnen, dass „Warframe“ von der USK bisher nicht geprüft wurde.

Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung in Form deaktivierter Werbeblocker oder eines Abonnements von ComputerBase Pro. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.