2/6 LG G2 im Test : Auf dem Weg zum Ziel: Platz zwei

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G2 im Überblick

Design & Verarbeitung

Bereits vor der offiziellen Vorstellung des G2 zeigten unscharfe Bilder, dass sich LG für eine ungewöhnliche Anordnung der Tasten entschieden hat. An klassischer Stelle, sprich links, rechts oder oben, endet die Suche schnell im Nichts. LG hat sich aus zwei Gründen für die Positionierung auf der Rückseite unterhalb der 13-Megapixel-Kamera entschieden.

Nach Einschätzung von LG ruht dort ohnehin der Zeigefinger, sodass die Positionierung an dieser Stelle der nächste logische Schritt war. Das Wort „intuitiv“ dient dabei gerne als allumfassende Beschreibung eines neuen Bedienkonzepts. Das Experiment ist LG dabei allerdings tatsächlich geglückt, denn in der Tat liegt der Zeigefinger nicht selten auf der oberen Hälfte der Rückseite. An- und Ausschalter umgeben von Lautstärketasten sind so stets sehr gut zu erreichen. Lästiges Umgreifen wird dadurch auf ein Minimum reduziert.

Das Umsetzen der Schalter bewirkt aber auch, dass das Größenverhältnis von Gehäuse zu Display rekordverdächtig zugunsten letzterem ausfällt. Das 5,2 Zoll große Full-HD-Display sitzt mit einem Abstand von gerade einmal 2,65 mm zum linken und rechten Rand sowie etwa einem Zentimeter zur Ober- und Unterseite im komplett aus Kunststoff gefertigten Gehäuse. Das G2 ist auch damit zwar alles andere als ein kompaktes Smartphone, doch gemessen am großen Display ist das Telefon mit 138,5 × 70,9 × 9,14 mm vergleichsweise schlank. Damit ist das G2 trotz des halben Zoll größeren Displays (1,27 cm) nur 6 mm höher und 2 mm breiter als der Vorgänger Optimus G. Die 140 Gramm des G2 liegen zudem angenehm leicht in der Hand.

LG G2
LG G2

Das Kunststoffgehäuse hat aber nicht nur Vorteile, was sich an der schnell von zahlreichen Fingerabdrücken geplagten Rückseite zeigt. Die Musterung ist nur aufgedruckt, das G2 bietet nur wenig Griffigkeit, wenn es nicht fest umschlossen wird. Zudem will das Gefühl beim Anfassen nicht zum ansonsten sehr hochwertigen Erscheinungsbild passen. Denn an der Verarbeitung selbst gibt es nichts auszusetzen. Es lassen sich weder auffällige Spaltmaße noch andere Mängel wie etwa klapprige Schalter oder knarzende Stellen am Gehäuse finden. Besonders von vorne betrachtet wirkt der Auftritt edel, da LG abgesehen vom eigenen Logo auf Spielereien verzichtet. Der komplett schwarze Look erinnert stark an das Nexus 4 und gefällt. Eine weiße Variante wird aber ebenso angeboten. Ob die Technik hinter der Fassade ebenfalls überzeugen kann, klärt der Folgeabschnitt.

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