The Witcher 3 : Nvidia arbeitet an FPS-Problemen von Kepler-GPUs

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The Witcher 3: Nvidia arbeitet an FPS-Problemen von Kepler-GPUs

CD Projekts Rollenspiel The Witcher 3 sieht zwar hübsch aus, benötigt jedoch für maximale Details potente Hardware. Grafikkarten mit Nvidias Kepler-Architektur fallen aber sowohl gegenüber neueren Maxwell-Modellen als auch im Vergleich mit in anderen Spielen gleichstarken Radeon-Modellen von AMD zurück.

v.l.n.r.: GeForce GTX 780, GTX Titan und GTX 780 Ti
v.l.n.r.: GeForce GTX 780, GTX Titan und GTX 780 Ti

Zwischen einer GeForce GTX 780 und der neueren GeForce GTX 970 auf Maxwell-Basis liegen, wie mit verschiedenen Grafikkarten und Prozessoren gezeigt werden kann, bei einer Auflösung von 1080p rund 35 Prozent Leistungsunterschied, wenngleich hier mit einem rund fünf Prozent schnelleren, übertakteten Modell verglichen wird. Im Durchschnitt liegt die Differenz zwischen den Referenzversionen der beiden Grafikbeschleunigern im ComputerBase-Testparcours jedoch lediglich bei gut zehn Prozent. Ein ähnliches Bild ist bei anderen Kepler-GPUs, darunter die GeForce GTX 780 Ti oder die erste Generation der GeForce GTX Titan, ebenfalls zu beobachten.

Zahlreiche Nutzer vermuten deshalb, dass Nvidia GPUs mit älterer Architektur mit den Treibern der vergangenen Monate künstlich beschnitten habe, um den Verkauf aktueller Maxwell-GPUs anzukurbeln. Ein Beschwerdethread in den offiziellen GeForce-Foren gewann rapide an Fahrt; nach wie vor sind die Gemüter dort erhitzt. Mittlerweile hat der Hersteller in einer kurzen, einzeiligen Stellungnahme darauf hingewiesen, dass „ein paar Probleme in Bezug auf Kepler-GPUs“ entdeckt wurden und an einem Update der Treiber gearbeitet werde. Auf die eigentlichen Vorwürfe ging der Mitarbeiter der Kundenbetreuung aber nicht ein.

Beruhigt haben sich die Gemüter dadurch nur wenig, zumal Nvidia keinerlei Zeitrahmen genannt hat. Vorgeworfen wird dem Konzern unter Verweis auf ähnliche Fälle seit dem Erscheinen der Maxwell-GPUs nun, zumindest die Software-Unterstützung älterer Grafikkarten zu vernachlässigen und die Lebensdauer einer Architektur damit auf rund ein Jahr zu limitieren. Schon in Project Cars ließ sich ein ähnlicher Rückstand der GeForce GTX 780 gegenüber der neueren 970 beobachten. Denkbar bleibt ungeachtet der kursierenden Vorwürfe allerdings durchaus, dass zumindest in Teilen die Architektur der Kepler-GPUs, etwa im Hinblick auf die schlechtere Tesselations-Leistung, zu einem limitierenden Faktor wird.

Die Redaktion dankt zahlreichen ComputerBase-Lesern für den Hinweis zu dieser Meldung!