Windows 10 : Microsoft Edge erhält Flash-Blocker

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Windows 10: Microsoft Edge erhält Flash-Blocker

Microsofts Browser Edge wird einen Flash-Blocker erhalten, der Flash-Inhalte automatisch pausiert, solange diese nicht essenziell für die jeweilige Website sind. Das hat das Microsoft Edge Team im hauseigenen Blog angekündigt. Der Flash-Blocker wird mit dem Windows 10 Anniversary Update ausgeliefert.

Edge wird für den Website-Inhalt nebensächliche Flash-Inhalte, wie Flash-Animationen und -Werbung, pausieren. Dadurch soll sich der Energieverbrauch deutlich verringern und die Leistung verbessern. Wer die Inhalte trotzdem abspielen möchte, kann dies per Klick auf den jeweils eingefrorenen Flash-Bereich tun. Die Funktion ist bereits von Google Chrome und Apples Safari bekannt.

Flash-Blocker unterscheidet wichtigen von unwichtigem Inhalt

Edge soll wichtige von unwichtigen Flash-Inhalten unterscheiden können. Dies hat zur Folge, dass der Browser beispielsweise Flash-Reklame einfriert, während Spiele und Videos ganz normal funktionieren. In einem noch nicht terminierten Update des Blockers werden Nutzer die Möglichkeit erhalten, auch wichtigen Flash-Inhalt einer Website anzuhalten.

Offiziell soll der Content-Blocker erst mit dem Windows 10 Anniversary Update im Sommer erscheinen. Teilnehmer des Windows-Insiders-Programms können die neue Edge-Funktion aber schon ab Windows 10 Build 14316 testen.

Microsoft rät von Flash ab

Microsoft begründet die Abkehr von Flash mit einer Verbesserung der Leistung und Sicherheit von Browsern durch die Verwendung offener Webstandards wie HTML5. Davon sollen Anwender und Entwickler gleichermaßen profitieren: „Nutzer werden längere Akkulaufzeiten erleben, da moderne Standards weniger Speicher und CPU-Leistung beanspruchen“, so Microsoft.

Der Vorteil für Entwickler liege darin, dass sie Websites für alle Browser und Geräte programmieren können, ohne Inkompatibilitäten mit dem proprietären Flash-Format befürchten zu müssen. Der Web-Community sei dringend empfohlen, sich weg von Flash und hin zu offenen Standards zu bewegen.

Allgemeiner Abgesang auf Flash

Microsoft stimmt damit in den allgemeinen Abgesang auf Flash ein. Google hat bereits das Ende von Flash-Anzeigen im hauseigenen Werbenetzwerk angekündigt. Amazon zeigt ebenso keine Werbeinhalte im Flash-Format mehr an. Sogar Flash-Entwickler Adobe hat inzwischen den langsamen Tod des Formats eingeläutet, das auch wegen immer wieder auftauchender eklatanter Sicherheitslücken in der Kritik steht. Erst kürzlich musste Adobe erneut einen Notfall-Patch für den Flash Player veröffentlichen.