3/4 Productivity Module im Test : Das ThinkPad X1 Tablet wird zum Laufzeitkönig

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Über 50 Prozent längere Laufzeit

Mit der 37-Wh-Batterie im Tablet erreichte das ThinkPad X1 eine Laufzeit von etwas mehr als 4 Stunden im Work-Benchmark von PCMark 8. Um den zweiten Akku mit 24 Wattstunden (plus 65 Prozent) erweitert, kommen 52 Prozent Laufzeit in diesem Benchmark dazu: Insgesamt hielten beide Akkus für 6 Stunden und 10 Minuten. Im Szenario für HD-Videostreaming stieg die Ausdauer von 6 Stunden und 47 Minuten auf 9 Stunden und 20 Minuten. Der Zuwachs beträgt hier fast 38 Prozent.

65 Prozent Zuwachs für die Akkukapazität
65 Prozent Zuwachs für die Akkukapazität

Je nach Nutzungsszenario dürfen also Steigerungen zwischen 40 und 50 Prozent erwartet werden. Die Messwerte wurden bei einer eingemessenen Displayhelligkeit von 200 Candela pro Quadratmeter erhoben. Aus einer ausdauernden Laufzeit im oberen Mittelfeld macht das Zusatzmodul für 200 Euro das ThinkPad X1 Tablet zum 2-in-1-Marathonläufer, der sich noch vor das Samsung Galaxy Tab Pro S (Windows 10, Core M) und das Apple iPad Pro mit 12,9 Zoll setzt.

Überall präsentieren mit HDMI

Bei einem mobilen Arbeitsgerät ist ein vollwertiger HDMI-Port ein klarer Vorteil. Ob Meeting-Raum, Kneipe, Schulzimmer oder Hörsaal – unterwegs trifft der mobile Anwender viel häufiger auf die HDMI-Schnittstelle als auf den DisplayPort.

Der HDMI-Port des Productivity Modules erkennt auch Ultra-HD-Displays und kann diese mit 3.840 × 2.160 Pixel Auflösung bei einer Bildwiederholrate von 30 Hz bespielen. Die HDMI-1.4-Anbindung der Intel-HD-515-Grafikeinheit im ThinkPad X1 lässt an dieser Stelle keine 60 Hz zu. Full-HD mit 1.920 × 1.080 Pixel wird mit 60 Hz ausgegeben, volles 4K (4.096 × 2.160) nur mit 24 Hz. Ein 3K-Display wie ein 21:9-Monitor mit 3.440 × 1.440 Pixel wird mit 50 Hz angesprochen.

Auf UHD-Fernsehern erscheint der Mauszeiger aufgrund der Bewegungsglättung trotzdem scharf, bei PC-Monitoren kann es jedoch in UHD- und 4K-Auflösungen zu einer ruckeligen Darstellung kommen. Der Betrieb von mehreren Displays, angeschlossen am Mini DisplayPort des Tablets und über HDMI am Productivity Module ist kein Problem.

HDMI 1.4 (2160p30) für Monitore, Fernseher, Beamer
HDMI 1.4 (2160p30) für Monitore, Fernseher, Beamer

Über USB 3.0 erreichte eine externe Festplatte Übertragungsraten von bis zu 200 MB/s lesend, Mäuse und Tastaturen wurden einwandfrei erkannt. Für den Erweiterungsport OneLink+ hat ComputerBase keine passende Docking-Station zum Test. Eine solche bietet für zusätzliche 160 Euro insgesamt sechs weitere USB-Ports (4 × USB 3.0), zwei DisplayPorts, VGA und Gigabit-Ethernet. Mehr USB-Anschlüsse oder ein Gigabit-Ethernet-Port lassen sich aber auch über Adapter realisieren.

Wer sein X1 Tablet den ganzen Tag über und abends zusätzlich noch am Schreibtisch weiterverwendet und dort sehr viel stationäre Peripherie nutzt, kann auch die teuerste Variante mit inkludiertem WiGig-Dock in Betracht ziehen. Diese Topausstattung kostet 2.530 Euro, das Dock selber ist bei Lenovo mit 385 Euro gelistet. Falls das WiGig-Tablet-X1-Paket online bei Lenovo konfiguriert wird, lohnt es sich übrigens, die SSD für 35 Euro von 512 GB auf 1 TB aufzustocken.

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