Overclocking: AMD Ryzen hat immer einen offenen Multiplikator

Jan-Frederik Timm 251 Kommentare
Overclocking: AMD Ryzen hat immer einen offenen Multiplikator
Bild: AMD

Parallel zu den technischen Eckdaten des X370-Chipsatzes hat AMD zur CES 2017 auch bestätigt, dass alle Prozessoren der Serie Ryzen mit einem offenen Multiplikator ausgestattet sein werden. Einen Chipsatz vom Typ X370, B350 oder X300 vorausgesetzt, lassen sich damit alle CPUs einfach übertakten.

Garantie auf OC gewährt auch AMD nicht

Von der Garantie abgedeckt wird das Übertakten allerdings wie bei Intels K-Prozessoren nicht, vorausgesetzt, die CPU wurde überhaupt als „Boxed“-Variante mit Garantie erworben. Ryzen wird auch in kleineren Varianten als mit acht Kernen auf den Markt kommen, von denen Kunden „sicherlich nicht enttäuscht werden“. Wann genau welche Modelle erscheinen, behält AMD weiterhin noch für sich.

Alle Ryzen-CPUs haben einen offenen Multiplikator
Alle Ryzen-CPUs haben einen offenen Multiplikator (Bild: AMD)

Alte schematische Darstellungen des 8-Kern-Dies Summit Ridge auf Basis von Zen legen nahe, dass sich Vier-Kern-Varianten einfach ableiten lassen sollten, ausgeschlossen sind allerdings auch Varianten mit sechs Kernen nicht.

Um die Taktraten der ersten Ryzen-CPUs mit acht Kernen ranken sich währenddessen weiterhin wilde Spekulationen. AMD selbst hat bisher nur verlauten lassen, dass der zum Start am niedrigsten taktende Prozessor mindestens 3,4 GHz Basistakt haben wird. Erste Muster im Stepping F4 sollen hingegen mit 3,6 GHz Basistakt und 4,0 GHz Turbotakt laufen. Das bedeutet allerdings nicht, dass die CPU mittlerweile höher taktet – es könnte sich schlichtweg um ein anderes Modell handeln.

Vorerst keine Beachtung sollte der Meldung, dass dieser Prozessor „nicht in die Kategorie 95 Watt TDP fällt“, beigemessen werden. Zum Einen ist nicht gesichert, dass es sich um ein finales Produkt handelt. Zum Anderen bedeutet 95 Watt TDP nicht, dass die CPU unter keinen Umständen mehr Leistung verbrauchen kann.