Windows 7: In drei Jahren ist Schluss mit Updates

Jan-Frederik Timm 277 Kommentare
Windows 7: In drei Jahren ist Schluss mit Updates

Heute in drei Jahren endet der erweiterte Support für Windows 7. Funktionsupdates gibt es schon seit zwei Jahren nicht mehr, mit dem 14. Januar 2020 endet dann auch die Bereitstellung von Sicherheitsupdates. Dabei ist Windows 7 noch beliebt. Ein Problem wie bei Windows XP will Microsoft in jedem Fall vermeiden.

Windows 7 ist weltweit noch die Nummer 1

Weltweit ist Windows 7 noch immer das am weitesten verbreitete Betriebssystem. NetMarketShare sieht es mit 48 Prozent Verbreitung unter Desktop-Computern und Notebooks doppelt so stark wie Windows 10. Noch bleiben aber drei Jahre Zeit. Windows XP wiederum war selbst zum Ende der Laufzeit im April 2014 weltweit noch auf etwas über 30 Prozent der Rechner im Einsatz, darunter viele kleinere Unternehmen und Behörden.

Weil auch bekannte Sicherheitslücken nach Ablauf des erweiterten Supports nicht mehr geschlossen werden, stellt das Überschreiten der Frist für Systeme auf Basis des alten Betriebssystems ein großes Risiko und für Microsoft ein potentielles Image-Problem dar. Früher als in der Vergangenheit rät der Konzern vor allem Unternehmen zum Wechseln: „Bereits bei Windows XP haben wir gesehen, dass sich Unternehmen frühzeitig mit dem Umstieg beschäftigen sollten, um spätere Risiken oder Kosten zu vermeiden.“ Bei Windows XP half das alles nichts.

Gezwungener Maßen bot Microsoft zu dessen Ende trotz wiederholt anders lautender Aussage im Einzelfall doch einen nochmals verlängerten Support an; allerdings nur für den, der einen Plan zur Migration auf einen der Nachfolger vorweisen konnte, und gegen Bezahlung. Darüber hinaus wurde im Mai 2014 eine besonders gravierende Sicherheitslücke im Internet Explorer noch auf allen Windows-XP-Systemen weltweit geschlossen – eine einmalige Ausnahme.

Mittlerweile hat Windows XP auch international zwei Drittel seiner Reichweite gegenüber dem Stand von vor drei Jahren verloren, und trotzdem liegt es mit neun Prozent noch immer auf dem dritten Platz. Unter den Lesern von ComputerBase nutzen noch 0,9 Prozent Windows XP, 23,7 Prozent nutzen Windows 7. Seit Frühjahr 2016 ist Windows 10 das Betriebssystem mit der größten Verbreitung.

Für Windows Vista ist schon im April Schluss

Für ein anderes Betriebssystem ist bereits in drei Monaten Schluss: Der erweiterte Support für Windows Vista endet am 11. April 2017. Mit einem Prozent weltweiten Marktanteil ist der bei vielen Anwendern unbeliebte Zwischenschritt zwischen Windows XP und Windows 7 aber ein wesentlich kleineres Problem. Auf ComputerBase hat es einen Anteil von noch 0,3 Prozent.