AMD Ryzen: 12-Kern-Variante begleitet 16-Kern-CPU im Desktop

Volker Rißka 125 Kommentare
AMD Ryzen: 12-Kern-Variante begleitet 16-Kern-CPU im Desktop

Die Indizien auf die High-End-Ryzen-CPUs werden Tag für Tag dichter. Demnach wird die bisher erwartete Variante mit 16 Kernen und 32 Threads von einem Modell mit 12 Kernen und doppelter Threadzahl begleitet. Die 24-Thread-Variante soll die Lücke zu den Acht-Kernern respektive 16-Thread-Modellen schließen.

Erste Einträge der neuen Ryzen-CPU bei SiSoft Sandra

In der Datenbank von SiSoft Sandra wurde erstmals ein Alienware-PC Area-51 R3 hinterlegt, der über ein neues CPU-Testmodell von AMD verfügt. Die bisher als Alienware Area-51 R2 mit Broadwell-E von Intel ausgestatteten High-End-Systeme aus dem Hause Dell werden demnach bereits mit den neuen schnellsten Ryzen-Prozessoren getestet. Neben dem bisher aber nur in Gerüchten aufgetauchten ersten Modell mit 16 Kernen ist jetzt die Rede von einem Prozessor mit zwölf Kernen.

Ein Blick auf die Details der 12-Kern-Ryzen

Die Buchstaben- und Zahlenkombination des AMD-Prozessorsamples 2D2701A9UC9F4_32/27_N verrät wie üblich einige Details der technischen Ausstattung. Der Basistakt des Engineering Samples aus der zweiten Generation (2) für den Desktop (D) liegt demnach bei 2,7 GHz (270). Für den Turbo, der bei AMD neuerdings Precision Boost heißt, sind maximal 3,2 GHz freigegeben. Die erste Revision (1) besitzt eine bisher unbekannte TDP-Klassifizierung (A9) für einen bisher ebenfalls nicht spezifizierten Prozessorsockel (U). Der Prozessor mit seinen zwölf Kernen (C) und 6 MByte L2-Cache und 32 (?) MByte L3-Cache (9) liegt im B-Stepping (F4) vor – damit exakt wie bisherige Ryzen und Naples.

Interessant dürfte neben den Taktraten die TDP-Einstufung werden. Für den 16-Kern-Prozessor waren zuletzt hohe 180 Watt im Gespräch, allerdings bei Taktraten von 3,1 bis 3,6 GHz. Da aber auch diese noch Engineering Samples (ES) sind und noch nicht den Status des Qualification Samples (QS) und damit den nächsten großen Schritt zur Serienreife erreicht haben, kann sich dies alles noch ändern. Gleiches gilt natürlich auch für den 12-Kerner.

Die neue High-End-Plattform setzt auf X390

Ebenfalls erst in den letzten Stunden wurden Details zum neuen High-End-Chipsatz X390 bekannt, der die Grundlage für die Plattform bildet. Darüber hat ComputerBase bereits in der Meldung „AMD Ryzen/Naples: Details zu X390/X399-Chips für 16- und 32-Kern-CPUs“ ausführlich berichtet.