Apple A11: TSMC startet Serienfertigung des 10-nm-iPhone-SoC

Jan-Frederik Timm 15 Kommentare
Apple A11: TSMC startet Serienfertigung des 10-nm-iPhone-SoC

TSMC soll mit der Serienfertigung des SoC Apple A11 begonnen haben. Noch bis zum Juli sollen 50 Millionen Chips dieses Typs die Fertigung verlassen. Das berichtet Digitimes auf Basis der chinesischen Economic Daily News. Eingesetzt werden dürfte der SoC im nächsten iPhone, das in mehreren Varianten auf den Markt kommen soll.

Exklusive 10-nm-FinFET-Fertigung für Apple

Gerüchten zufolge hat sich TSMC den Fertigungsauftrag nach dem Apple A10 auch beim Apple A11 exklusiv sichern können, während beim Apple A9 auch Samsung noch zum Zuge kam. Das SoC wird erstmals im 10-nm-FinFET-Prozess hergestellt, den TSMC im Herbst 2016 gestartet hat. Seit Anfang 2017 werden die ersten Chips auf dieser Basis in Serie gefertigt. Bei Samsung war das bereits im Herbst 2016 der Fall, dort lässt Qualcomm den Snapdragon 835 in 10-nm-FinFET fertigen. Zur Ausbeute des neuen Fertigungsprozesses kursieren aktuell noch widersprüchliche Meldungen, beide Firmen widerlegten jedoch Gerüchte, dass es Probleme geben soll. Samsungs Erstlingswerk aus der neuen Fertigung wird bereits diesen Mittwoch im Galaxy S8 enthüllt.

Technische Eckdaten zum Apple-A11-SoC sind neben der Fertigung noch nicht bekannt. Nachdem Apple mit dem A10 aus iPhone 7 und iPhone 7 Plus aber erstmals von einem Zwei- auf ein Vier-Kern-Design gewechselt ist, dürfte das neue SoC vorerst bei dieser Konfiguration bleiben.

Starke Konkurrenz für Snapdragon 835

Im Vergleich mit dem neuen Snapdragon 835 im Test zeigt auch der Apple A10 noch gut aufgestellt, seine Single-Core-Leistung liegt sogar weiterhin in Front, in Spielen kommt es auf die Anwendung an. Nur in Mehr-Kern-Szenarien liegt der A10 um rund 15 Prozent zurück. Der Apple A11 dürfte auch hier wieder die Führung übernehmen.

TSMC parallel bereits mit 7-nm-risk-production

Wie auf dem TSMC Symposium bekannt wurde, will der taiwanische Fertigungsriese im April auch bereits mit der risk production von 7-nm-Chips beginnen. Dieses wird ebenfalls in erster Linie auf den Mobile-Markt abzielen, darüber hinaus aber auch alle anderen Bereiche adressieren, unter anderem das HPC-Segment. So wurde mit Samples auf Basis eines ARM-Cortex-A72-Kerns für dieses Marktsegment bereits eine Taktrate von über 4 GHz in Aussicht gestellt.