Benchmarks: AMD Ryzen 7 & 5, FX, Phenom II und APUs im Vergleich

Jan-Frederik Timm
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Benchmarks: AMD Ryzen 7 & 5, FX, Phenom II und APUs im Vergleich

Im großen Test von AMD Ryzen 5 1600X, 1600, 1500X und 1400 ist eine interessante Gegenüberstellung in den Benchmarks inmitten der vielen Prozessoren von Intel nicht auf den ersten Blick zu erkennen: Die der CPUs der letzten Jahre von AMD. Dabei birgt der Vergleich der Serien der letzten Jahre interessante Details.

Ryzen 5 1400 vor FX-9590 bei 200 Watt weniger Verbrauch

Beispielsweise erreicht selbst der aktuell kleinste Ryzen 5 1400 mit 65 Watt TDP noch die Leistung des vormals schnellsten Prozessors von AMD, des FX-9590 mit 220 Watt TDP. Unter Last auf allen Kernen in Cinebench R15 (Download) verbraucht das Testsystem mit der neuen CPU allerdings nur 90 Watt, während der Rechner mit der alten FX-CPU 288 Watt aus der Steckdose zieht – das ist mehr als drei Mal so viel.

Im Vergleich zum zweitschnellsten Mehr-Kern-Prozessor ohne Modulbauweise, dem Phenom II X6 1090T aus dem Jahr 2011, ist das Ryzen-5-Einstiegsmodell im Durchschnitt um 70 Prozent schneller; bei immer noch 70 Prozent weniger Verbrauch im Mehr-Kern-Test von Cinebench R15.

Hinweis: Die Diagramme können über die Schaltfläche „+ 36 Einträge“ um Intel-CPUs erweitert und über die Schaltfläche „Bearbeiten“ die zugrundeliegenden Benchmarks ausgewählt werden.

Diagramme
Gesamtrating Anwendungen & Spiele (Full HD)
    • Intel Core i7-6950X
      93
    • Intel Core i7-6900K
      91
    • AMD Ryzen R7 1800X
      84
    • AMD Ryzen R7 1700X
      81
    • Intel Core i7-5960X
      81
    • Intel Core i7-6850K
      81
    • Intel Core i7-7700K
      79
    • AMD Ryzen R7 1700
      77
    • AMD Ryzen R5 1600X
      76
    • Intel Core i7-6800K
      75
    • Intel Core i7-5930K
      75
    • Intel Core i7-7700
      74
    • Intel Core i7-6700K (Z170)
      73
    • Intel Core i7-5820K
      72
    • Intel Core i7-4790K
      72
    • AMD Ryzen R5 1600
      71
    • Intel Core i7-7700T
      68
    • Intel Xeon E3-1230 v5
      67
    • Intel Core i5-7600K
      67
    • Intel Core i7-6700T
      65
    • Intel Core i5-7600
      64
    • AMD Ryzen R5 1500X
      64
    • Intel Xeon E3-1231 v3
      61
    • Intel Core i5-7500
      61
    • Intel Core i5-6600K
      60
    • Intel Core i5-5675C
      59
    • Intel Core i5-4690K
      59
    • Intel Core i5-7400
      58
    • Intel Core i7-3770K
      58
    • Intel Core i5-6500
      57
    • AMD Ryzen R5 1400
      57
    • AMD FX-9590
      56
    • Intel Core i3-7350K
      55
    • Intel Core i7-2600K
      54
    • Intel Core i3-7100
      52
    • AMD FX-8370
      52
    • AMD FX-8350
      51
    • Intel Core i3-6100
      48
    • Intel Core i5-2500K
      47
    • AMD FX-8370e
      46
    • Intel Pentium G4560
      46
    • Intel Core i3-4330
      42
    • AMD FX-6300
      41
    • AMD A10-7890K
      38
    • Intel Pentium G4400
      38
    • AMD Athlon X4 880K
      37
    • AMD A10-7870K
      37
    • Intel Celeron G3930
      34
    • AMD A10-7860K
      34
    • AMD Phenom II X6 1090T
      33
    • Intel Pentium G3440
      33
    • Intel Celeron G3900
      33
    • Intel Celeron G1840
      26
Einheit: Prozent

Schon im Vergleich von Phenom II X6 mit AMD Ryzen 7 im Nachgang zum Test von Ryzen 7 1800X, 1700X und 1700 herausgestellt wurde die Leistungsfähigkeit der aktuellen APUs mit vier Modulen auf Basis von Kaveri im Vergleich zum Phenom II X6 1090T mit sechs echten Kernen: Die CPU-GPU-Kombination schlägt die ältere Architektur in aktuellen Anwendungen knapp. In Anbetracht von Ryzen ist aber auch Kaveri langsam.

Die Preise der FX-Prozessoren fallen

Auf den Preis der FX-Prozessoren hat sich die Vorstellung von Ryzen bisher unterschiedlich ausgewirkt. FX-6300 und FX-8300 sind seit Anfang März um fünf bis zehn Prozent im Preis gefallen, beim FX-8370 sind es hingegen 21 Prozent. Das ehemalige Topmodell, der FX-9590, hat weitere 13 Prozent auf nur noch 165 Euro eingebüßt und ist damit genau so teuer wie der FX-8370, der mit 125 Watt TDP zu deutlich mehr Mainboards kompatibel ist. Der geringfügig schnellere Ryzen 5 1400 kostet knapp 20 Euro mehr, braucht aber auch die neue Plattform um den Sockel AM4.