Windows 10 S: Linux-Distributionen bleiben außen vor

Michael Schäfer 50 Kommentare
Windows 10 S: Linux-Distributionen bleiben außen vor

Das Anfang Mai vorgestellte Windows 10 S spaltet nach wie vor die Gemüter: Zwar wird die kostengünstige Bildungsvariante für ihre gute Wartbarkeit gelobt, auf der anderen Seite erntet der Store-, Edge- und Bing-Zwang viel Kritik. Jetzt hat Microsoft auch den versprochenen Linux-Distributionen eine Absage erteilt.

Für die Möglichkeit eines Windows Subsystem für Linux (WSL) hat Microsoft seit der Ankündigung von Windows 10 viel Zuspruch erhalten, Nutzer der im Sommer erscheinen sollenden S-Variante werden diese Zusatzfunktion jedoch nicht nutzen können. In einem Blog-Beitrag hat Microsoft-Mitarbeiter Rich Turner nun erläutert, dass das Unternehmen aus Sicherheitsgründen auch die Installation von Applikationen aus dem eigenen Store unterbindet, welche per Kommandozeile über einen zu großen Systemzugriff verfügen – wie das WSL.

Kommandozeileneingabe widerspricht Sicherheitskonzept von Windows S

Laut Turner würden Applikationen aus dem Microsoft-Store in einer sicheren und eingegrenzten Sandbox laufen, mit einem genau kontrolliertem Zugriff auf das System und der relevanten Hardware. Da die Linux-Distributionspakete jedoch außerhalb der in Windows implementierten Sicherheitslösungen laufen und über die gleichen Zugriffsrechte wie der lokale Benutzer verfügen, würde die Nutzung der für Windows S angedachten Sicherheit und Wartbarkeit widersprechen.

Die Linux-Pakete sind jedoch nicht die einzigen Applikation, welche für Nutzer von Windows S tabu sind, auch Eingaben per CMD, PowerShell oder andere Konsolen sind nicht möglich. Turner begründet dieses Vorgehen seitens Microsoft damit, dass sich die neue Windows-Version an den reinen, einfachen Nutzer richtet, welcher das System ohne großes Vorwissen und Einarbeitung nutzen möchte – wie im Bildungsbereich oft üblich. Dazu braucht es laut Turner keinen Zugriff auf Komponenten wie Registry, Dateisystem oder Hardware.

Nutzern, für die diese Maßnahmen ein Problem darstellen, rät der Microsoft-Mitarbeiter zu einem Update zu Windows 10 Pro.

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  • Windows 10 ISO Download

    4,2 Sterne

    Mit den ISO-Dateien von Windows 10 lassen sich bootfähige USB-Sticks zur Installation erstellen.

    • Version Build 15063 Deutsch
    • Version Build 16251 Insider Preview Deutsch
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