Foxconn-CEO: Apple und Dell bieten um Toshibas Speichersparte mit

Michael Günsch 5 Kommentare
Foxconn-CEO: Apple und Dell bieten um Toshibas Speichersparte mit
Bild: Toshiba

Zuletzt lagen zumindest in der Gerüchteküche Broadcom und Silver Lake sowie Western Digital und japanische Investoren im Tauziehen um Toshibas Speichersparte vorn. Nun hat sich der Foxconn-CEO zu Wort gemeldet: Gemeinsam mit Apple, Dell und Kingston soll kräftig mitgeboten werden.

Gegenüber Reuters hat Terry Gou, der auch Gründer des Elektronikherstellers Foxconn ist, erklärt, dass sich sowohl Apple als auch Dell am Gebot beteiligen. Zudem sei mit dem Speicherhersteller Kingston ein weiteres US-Unternehmen hinzugestoßen. Mit Google, Microsoft und Cisco führe man noch Verhandlungen über eine mögliche Beteiligung – alle Firmen waren schon zuvor gerüchteweise als Kaufinteressenten gehandelt worden.

Foxconn-Gebot auf Höhe der Mitbieter

Über die Höhe des Gebots für Toshibas begehrtes Speichergeschäft äußerte sich Gou nicht konkret. Es liege jedoch bislang „sehr nah“ an den Geboten der Mitbewerber. Zuletzt standen Summen von zwei Billionen Yen (rund 16,3 Milliarden Euro) und mehr im Raum. Auf Seiten von Western Digital soll laut unbestätigten Quellen mindestens diese Summe geboten werden, Broadcom und Silver Lake sollen bereit sein, 2,2 Billionen Yen in die Hand zu nehmen.

Zwischen Western Digital und Toshiba, die bei der Herstellung von NAND-Flash-Speicher kooperieren, war es zwischenzeitlich zum Streit gekommen. Western Digital hatte die Internationale Handelskammer zur Schlichtung aufgesucht.

Foxconn war schon vor Monaten als Kaufinteressent gehandelt worden. Doch galt das Unternehmen mit Firmensitz in Taiwan als einer der weniger aussichtsreichen Kandidaten aufgrund der engen Beziehungen zu China, was der Japanischen Regierung ein Dorn im Auge sein könnte. Diesbezüglich hat der Foxconn-CEO nun aber wenig Bedenken geäußert: „Wir sind alle Kunden“, zitiert Reuters Gou. Zudem enthalte das von Foxconn angeführte Konsortium keinerlei finanzielle Mittel aus China.

Laut unbestätigten Berichten wird Toshiba am 15. Juni bekanntgeben, welcher Käufer das Rennen macht.