Sony Xperia XZ1 & XZ1 Compact: Groß und klein mit 3D-Scan-Kamera und Android 8.0

Nicolas La Rocco 117 Kommentare
Sony Xperia XZ1 & XZ1 Compact: Groß und klein mit 3D-Scan-Kamera und Android 8.0

Nach einer Auszeit von zwei Jahren stellt Sony heute mit dem Xperia XZ1 Compact den Nachfolger des Xperia Z5 Compact vor. Das kompakte Smartphone bietet die beinahe unveränderte High-End-Ausstattung des ebenfalls heute vorgestellten Xperia XZ1. Die größte Neuerung beider Modelle ist eine neue Kamera mit 3D-Scan-Funktion.

Zur IFA 2017 zeigt Sony wieder einmal neue Smartphones. Dieses Jahr sind für den deutschen Markt das Xperia XZ1 als Nachfolger des Xperia XZ respektive XZs sowie das Xperia XZ1 als echter Nachfolger des Z5 Compact vorgestellt worden. In puncto Ausstattung gibt Sony beiden Modellen zum Großteil die Ausstattung des vor einem halben Jahr vorgestellten Xperia XZ Premium (Test) mit. Das bedeutet: Qualcomms Snapdragon 835 (Test) und die neue 960-FPS-Kamera sind mit an Bord.

3D-Scan-Funktion und neue Kamera-Features

Dabei belässt es Sony allerdings nicht, denn mit einer neuen 3D-Scan-Funktion und anderen neuen Kamera-Features ist in Sachen Software nachgelegt worden. Die 3D-Scan-Funktion ist als App auf dem Smartphone hinterlegt und funktioniert einzig über die Hauptkamera auf der Rückseite. Ein zweites Objektiv oder eine Time-of-Flight-Kamera benötigt Sony dafür nicht. Über die neue Funktion lassen sich Gesichter, Köpfe, ganze Personen und andere Objekte dreidimensional erfassen und als OBJ-Datei für die Verarbeitung in 3D-Programmen oder fürs Ausdrucken per 3D-Drucker speichern.

In einem ersten Test mit finalen Geräten und Beta-Software hat der Vorgang auf Anhieb erstaunlich einfach, schnell und qualitativ hochwertig funktioniert. Das Objekt muss dafür aus mehreren Perspektiven fotografiert werden, wobei die App den korrekten Winkel für jede Aufnahme vorgibt, sodass kaum etwas schief gehen kann. Nach zahlreichen Aufnahmen, die automatisch geschossen werden, ist der Prozess abgeschlossen und eine 3D-Ansicht wird gerendert, die sich dann in entsprechend kompatible Programme importieren lässt. Für das Teilen auf Facebook bietet Sony eine Schnittstelle und eigene Plattform, weil das soziale Netzwerk mit den Dateien noch nichts anfangen kann.

Zu den weiteren neuen Kamera-Features zählt ein neuer Burst-Modus, der bei vollen 19 Megapixel 10 FPS erreicht und dabei den dem Objekt folgenden Hybrid-Autofokus aktiviert lassen kann, was bisher nicht möglich war. Neu ist zudem die erweiterte automatische Aufnahme von Fotos, sobald Bewegungen erkannt werden. Diese wurde um das Erkennen von lächelnden Personen erweitert. Das Smartphone schießt in einem solchen Szenario bereits Bilder, bevor der Nutzer den Auslöser drückt, um wichtige Situationen nicht zu verpassen.

Kleine Unterschiede, aber gleiche Akkus

Der eklatanteste Unterschied zwischen beiden Smartphones ist natürlich bei der Größe zu finden. Das Xperia XZ1 misst 73,4 × 148,0 × 7,40 Millimeter (B×H×T), während es 64,0 × 129,0 × 9,30 Millimeter beim XZ1 Compact sind. Bei den Displays setzt Sony auf 5,2 Zoll mit Full-HD-Auflösung und HDR-10-Support (Xperia XZ1) sowie 4,6 Zoll mit HD-Auflösung und ohne HDR (Xperia XZ1 Compact). Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist der von 64 auf 32 GByte verkleinerte interne UFS-Speicher des Compact-Modells. Bei beiden Geräten lässt sich der Speicher per microSD-Karte erweitern. Darüber hinaus bietet die Frontkamera des Xperia XZ1 Compact nur 8 statt 13 Megapixel. Beim Akku gibt es dann allerdings erneut keine Unterscheidung mehr, was allerdings nicht zum Vorteil des großen Xperia XZ1 ist: Beide Geräte kommen auf 2.700 mAh.

Das Gehäuse des Xperia XZ1 wird aus einem Block Aluminium gefräst und mit einer Scheibe Gorilla Glass 5 von Corning abgedeckt. Das Xperia XZ1 Compact nutzt hingegen Polycarbonat für die Rückseite und Seitenbereiche, Aluminium für das obere und untere Abschlussstück sowie ebenfalls Gorilla Glass 5 auf der Vorderseite. Aufgrund der kompakten Bauweise des Xperia XZ1 Compact konnte Sony nicht das gleiche 4×4-MIMO-Antennensetup verbauen, sodass das LTE-Modem im Downstream maximal 800 Mbit/s statt 1 Gbit/s erreicht. Eine Dual-SIM-Variante des Xperia XZ1 wird es grundsätzlich zwar geben, diese ist aber nicht für den deutschen Markt vorgesehen.

Marktstart Ende September mit Android 8.0 Oreo

Xperia XZ1 und XZ1 Compact sollen Ende September auf den deutschen Markt kommen, wobei mit dem größeren Modell etwas früher zu rechnen ist. Sony plant für beide Varianten mit den Farben Schwarz, Blau, Silber und Pink und will beide Geräte bei allen Mobilfunkanbietern anbieten. Erfreulich ist, dass Sony die Smartphones gleich zum Marktstart mit Android 8.0 Oreo (Test) ausliefern wird. Für das Xperia XZ Premium soll – ohne Termin – ein Update auf Android 8.0 mit denselben neuen Kamera-Funktionen inklusive 3D-Scanner folgen. Wie von Sony bekannt orientiert sich das Betriebssystem stark an Stock-Android von Google. Das Xperia XZ1 hat eine unverbindliche Preisempfehlung von 699 Euro, während die des Xperia XZ1 Compact bei 599 Euro liegt.

Sony Xperia XZ1
Sony Xperia XZ1 Compact
Software:
(bei Erscheinen)
Android 8.0
Display: 5,20 Zoll
1.080 × 1.920, 424 ppi
TFT, HDR, Gorilla Glass 5
4,60 Zoll
720 × 1.280, 319 ppi
TFT, Gorilla Glass 5
Bedienung: Touch, Fingerabdrucksensor, Status-LED
SoC: Qualcomm Snapdragon 835
4 × Kryo 280, 2,45 GHz
4 × Kryo 280, 1,90 GHz
10 nm, 64-Bit
GPU: Adreno 540
710 MHz
RAM: 4.096 MB
LPDDR4
Speicher: 64 GB (+microSD) 32 GB (+microSD)
Kamera: 19,0 MP, 2160p
LED, f/2,0, AF
Sekundär-Kamera: Nein
Frontkamera: 13,0 MP, 1080p
Display-Blitz, f/2,0
8,0 MP, 1080p
Display-Blitz, f/2,0
Sekundär-Frontkamera: Nein
GSM: GPRS + EDGE
UMTS: HSPA+
↓42,2 ↑5,76 Mbit/s
LTE: Advanced Pro
↓1.000 ↑150 Mbit/s
Advanced Pro
↓800 ↑150 Mbit/s
WLAN: 802.11 a/b/g/n/ac
Wi-Fi Direct
Bluetooth: 4.2 LE
Ortung: A-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo
Weitere Standards: USB 3.1 Typ C, NFC USB 2.0 Typ C, NFC
SIM-Karte: Nano-SIM
Akku: 2.700 mAh
fest verbaut
Größe (B×H×T): 73,4 × 148,0 × 7,40 mm 64,0 × 129,0 × 9,30 mm
Schutzart: IP68
Gewicht: 155 g 140 g
Preis: ab 692 € ab 598 €