Apple: Face ID soll Produktion des iPhone X verzögern

Mahir Kulalic 47 Kommentare
Apple: Face ID soll Produktion des iPhone X verzögern
Bild: Apple

Das iPhone X erscheint am 3. November auf dem Markt, rund sechs Wochen nach dem Markstart von iPhone 8 und iPhone 8 Plus (Test). Grund für den späteren Marktstart soll die träge Produktion sein, die einem aktuellen Bericht zufolge aufgrund der schwachen Ausbeute der Hardware für Face ID lahmt.

Dies berichtet Nikkei im Bezug auf mit der Materie vertraute Personen. Da beim iPhone X der bisher eingesetzte Home-Button aufgrund des neuen Designs entfällt, hat Apple mit Face ID eine Gesichtserkennung eingebaut, um den als Touch ID bekannten Fingerabdrucksensor zu ersetzen. Für den Einsatz von Face ID greift Apple auf verschiedene Hardware zurück, darunter eine Infrarot-Kamera und ein Projektor, der zehntausende Punkte in das Gesicht des Nutzers projiziert. Letztgenannter soll für die Probleme in der Produktion sorgen.

iPhone X
iPhone X (Bild: Apple)

Ausbeute an Projektoren zu gering

Die Ausbeute an funktionsfähigen Projektoren ist noch zu gering, um Apples hohen Bedarf abzudecken. Insbesondere zu Beginn der Massenproduktion sei die Ausbeute niedrig ausgefallen, die aktuelle Verbesserung sei allerdings nach wie vor zu wenig. Laut einem anonymen Manager aus der Industrie werde die Ausbeute auch bis Ende Oktober nicht für eine Fertigung mit voller Kapazität ausreichen. Für die Lieferungen seien Sharp und LG Innotek verantwortlich. Bereits Anfang Oktober soll Terry Gou, Vorsitzender vom alleinigen iPhone-X-Fertiger Foxconn, zur Sondierung die Fabriken der Tochterfirma Sharp besucht haben.

Apple-COO trifft auf Foxconn-Vorsitzenden

Am 23. Oktober soll eine Feier zum 30. Geburtstag von TSMC in Taiwan stattfinden, an der neben Terry Gou auch Apple-COO Jeff Williams vor Ort sein wird. Dem Bericht zufolge werden die beiden Manager mit großer Wahrscheinlichkeit über eine Lösung des Produktionsengpasses des iPhone X reden. Eine große Produktionsrate wird wichtig für Apple sein, denn aktuellen Meldungen von Mobilfunkanbietern zufolge verkaufen sich iPhone 8 und 8 Plus in den USA und Kanada schlechter als vorherige Modelle, da die Käufer auf das iPhone X warten – eine Wartezeit, die möglicherweise länger anhalten wird.

Vorbestellungen für das iPhone X nimmt Apple ab 27. Oktober entgegen, das Modell mit 64 GByte kostet 1.149 Euro, für 256 GByte Kapazität werden 170 Euro Aufpreis fällig.

Apple iPhone X
Software:
(bei Erscheinen)
iOS 11
Display: 5,80 Zoll
1.125 × 2.436, 463 ppi
OLED, HDR
Bedienung: Touch, 3D Touch, Gesichtsscanner
SoC: Apple A11 Bionic
2 × Monsoon
4 × Mistral
10 nm, 64-Bit
GPU: Apple Tri-Core
RAM: 3.072 MB
LPDDR4
Speicher: 64 / 256 GB
Kamera: 12,0 MP, 2160p
Quad-LED, f/1,8, AF, OIS
Sekundär-Kamera: 12,0 MP, f/2,4, OIS, AF
Frontkamera: 7,0 MP, 1080p
Display-Blitz, f/2,2
Sekundär-Frontkamera: Nein
GSM: GPRS + EDGE
UMTS: DC-HSPA
↓42,2 ↑5,76 Mbit/s
LTE: Advanced
↓600 ↑150 Mbit/s
WLAN: 802.11 a/b/g/n/ac
Bluetooth: 5.0
Ortung: A-GPS, GLONASS, Galileo, QZSS
Weitere Standards: Lightning, NFC
SIM-Karte: Nano-SIM
Akku: 2.716 mAh (10,35 Wh)
fest verbaut, kabelloses Laden
Größe (B×H×T): 70,9 × 143,6 × 7,70 mm
Schutzart: IP67
Gewicht: 174 g
Preis: ab 1.149 € / ab 1.319 €