Kabel-Internet: Vodafones 500-Mbit/s-Tarif schafft minimal 200 Mbit/s

Nicolas La Rocco 151 Kommentare
Kabel-Internet: Vodafones 500-Mbit/s-Tarif schafft minimal 200 Mbit/s
Bild: Vodafone

Vodafone hat neue Zahlen zur Verfügbarkeit des schnellsten Kabel-Internet-Tarifs mit 500 Mbit/s herausgegeben. Demnach wird das halbe Gigabit mittlerweile in knapp 30 Prozent des Verbreitungsgebietes angeboten. Das Unternehmen macht zudem Angaben dazu, welche Geschwindigkeit Nutzer zu Spitzenzeiten erwarten können.

Der aktuell schnellste Kabel-Vertrag „Internet & Phone 500 Cable“ von Vodafone kann von mittlerweile 3,7 Millionen Haushalten in Deutschland genutzt werden. 180 Städte erreicht Vodafone laut eigener Aussage mit dem Tarif. Das entspricht annähernd 30 Prozent aller Haushalte im Kabel-Verbreitungsgebiet. Das Unternehmen erklärt, der Ausbau der Spitzengeschwindigkeiten im Kabelglasfaser-Netz werde „mit Hochdruck“ vorangetrieben. Bis 2021 sollen alle Kunden Gigabit-Geschwindigkeit buchen können.

„Internet & Phone 500 Cable“ bietet zum Preis von 19,99 Euro in den ersten zwölf Monaten respektive 49,99 Euro ab dem 13. Monat eine maximale Geschwindigkeit im Downstream von 500 Mbit/s und 50 Mbit/s im Upstream. Bei der Kombination mit einem Mobilfunktarif ist „Internet & Phone 500 Cable“ für rund 42 Euro pro Monat zu haben.

In der Regel gibt es 450 und 35 Mbit/s

Im Kabelnetz werden stetig neue Maximalgeschwindigkeiten angeboten, häufig wird aber die Verfügbarkeit zu Spitzenzeiten kritisiert, auch im ComputerBase-Forum. Das Unternehmen hat sich in einer Stellungnahme gegenüber Golem nun erstmals dazu geäußert, mit welchen Geschwindigkeiten Kunden zu „absoluten“ Spitzenzeiten wie am Abend rechnen können.

Vodafone-Sprecher Volker Petendorf sagte: „Bei unserem Produkt 500 Mbit/s stellen wir sicher, dass auch zu absoluten Spitzenzeiten bei den Kunden minimal 200 Mbit/s ankommen. Normalerweise können die Kunden aber rund um die Uhr 450 Mbit/s nutzen. Maximal sind es 500 Mbit/s – in Einzelfällen in der Realität sogar etwas mehr. Im Upstream stehen minimal 15 Mbit/s, normalerweise 35 Mbit/s und maximal 50 Mbit/s zur Verfügung.“ Die Angaben zum Downlink erfüllt Vodafone im Normalfall somit zu 90 Prozent, während es im Uplink allerdings nur zu 70 Prozent der Zeit klappt.

Die zu Stoßzeiten gebotenen Real-Geschwindigkeiten liegen somit auf dem Niveau des zwei Stufen niedrigeren Vertrags „Internet & Phone 200 Cable“, der auf dem Papier im Downlink auf 200 Mbit/s und im Uplink auf 12 Mbit/s kommt . Gegenüber „Internet & Phone 500 Cable“ kostet dieser Vertrag ab dem 13. Monat 10 Euro weniger.