Beuteboxen: League of Legends legt Gewinnchancen offen

Max Doll 31 Kommentare
Beuteboxen: League of Legends legt Gewinnchancen offen
Bild: Riot Games

Riot Games verrät, wie hoch die Chance auf Gegenstände aus Beuteboxen in League of Legends ausfallen. Außerdem gibt der Anbieter Aufschluss über weitere Parameter und Besonderheiten der Beuteverteilung für beide der im Spiel erhältlichen Kistentypen, mit denen sich kosmetische Extras und Helden freischalten lassen.

Hextech-Kisten enthalten Inhalte, die im Shop auch einzeln gekauft werden können. Darunter sind Sticker und Essenzen zum Freischalten von Inhalten. Außerdem enthalten die Kisten Splitter unter anderem für Skins und Helden, wobei mehrere Splitter für eine Freischaltung benötigt werden. Kisten können im Spiel verdient, oder zum Preis von 125 „Riot-Punkten“ erworben werden. Diese Premiumwährung wird in Paketen ab 350 Punkten für 2,50 Euro angeboten. Eine Hextech-Kiste kostet damit, abhängig ob der Restbetrag aufgebraucht wird, bei einer Abnahme etwa 1,00 bis 1,25 Euro, für eine 165 RP teure Meisterwerks-Kiste müssen 1,70 Euro bezahlt werden.

Hextech-Kiste Meisterwerks-Kiste
Chance (%) Inhalt Chance (%) Inhalt
50 Skin Shard 70 Skin Shard
25 Champion Shard 10 525 Orange Essence
10 Emote Permanent 10 Emote Permanent
11,5 Ward Skin Shard,
150 Bonus Orange Essence
10 Ward Skin Shard,
150 Bonus Orange Essence
3,5 Summoner Icon Shard,
150 Bonus Orange Essence
Bonus-Inhalte
3,6 Gemstone 3,6 Gemstone
10 Bonus-Kiste + Schlüssel 10 Bonus-Kiste + Schlüssel
0,0004 Hextech-exklusiver Skin

Sonderregeln bei der Verteilung

Außerdem geht Riot Games auf Sonderregeln bei der Verteilung von Inhalten ein. Das Unternehmen stellt heraus, dass „alle Skins dieselbe Häufigkeit“ haben. Dies gilt auch über alle Stufen beziehungsweise Preisklassen hinweg. Ultimative und mythische Skins müssen zudem nicht aufgewertet werden, sie werden zu permanenter Beute. Hextech-Kisten enthalten darüber hinaus nur Splitter für Helden, die mindestens 4.800 Einheiten blauer Essenz kosten.

Außerdem gibt es einen Mechanismus, den Riot Games „Schutz vor Pech“ nennt. Diese auch als „Mitleids-Timer“ bezeichnete Funktion sorgt dafür, dass „spätestens mit jeder dritten Truhe“ ein Skinsplitter zur Beute gehört. Neben den normalen Inhalten können Kisten zusätzlich weitere Gegenstände enthalten. Dazu zählen zusätzliche Edelsteine, die „spätestens nach 50 Truhen“ enthalten sind, und weitere Truhen, die zusammen mit dem zur Öffnung nötigen Schlüssel verteilt werden.

Eine präventive Maßnahme

Diese Transparenz ist im Free-to-Play nicht gänzlich unüblich. Schon im vergangenen Jahr hat Digital Extremes die Chancen auf Gegenstände in Warframe offen gelegt. Riot Games tut diesen Schritt nun in einem anderen Umfeld, nachdem Beutebox-Systeme weltweit in die Kritik geraten sind und von Staaten zunehmend als zu regulierendes Glücksspiel betrachtet werden. Während die Jugendschutzkommission in Deutschland ein Verbot dieser Systeme erwägt, will der US-Bundesstaat Hawaii jedwedes Spiel mit Beuteboxen nur an Volljährige verkaufen lassen. In dem Gesetzesentwurf wird darüber hinaus die Offenlegung von Gewinnchancen gefordert.