AMD Ryzen 2000: Alle Details zu Ryzen 7 2700X bis Ryzen 5 2600

Volker Rißka 396 Kommentare
AMD Ryzen 2000: Alle Details zu Ryzen 7 2700X bis Ryzen 5 2600
Bild: El Chapuzas Informatico

Jetzt ist es raus: Alle Details zu den vier neuen Prozessoren von AMD, angeführt vom Ryzen 7 2700X als neuem Flaggschiff für nur 369 US-Dollar über den Ryzen 7 2700 als 65-Watt-Modell bis hinab zum Ryzen 5 2600X als schnellstem Sechs-Kerner und dem 2600 für den Einstieg bei 199 US-Dollar.

Überraschung gleich an der Spitze der neuen AMD Ryzen 2000. Demnach wird der Ryzen 7 2700X das neue Flaggschiff. Dieses wird mit bereits in den letzten Tagen vielerorts durchgesickerten Taktraten von 3,7 GHz in der Basis und bis zu 4,35 GHz im Turbo-Modus antreten. Doch überraschend geht damit auch eine TDP-Erhöhung einher: Statt 95 Watt wie bisher geht das Flaggschiff im Mainstream nun mit 105 Watt ins Rennen.

Ein zweites Modell mit gleicher TDP-Einstufung wird es nicht mehr geben, was angesichts des Marktes Sinn macht. Aktuell liegen alle drei Ryzen 7 innerhalb von 40 Euro Preisdifferenz, ein 65-Watt-Modell und eines mit hoher TDP ist ausreichend, resümierte ComputerBase erst vor wenigen Tagen.

Deshalb folgt als zweites Modell mit acht Kernen aber weiterhin 65 Watt TDP der Ryzen 7 2700. 3,2 GHz in der Basis und bis zu 4,1 GHz im Turbo lassen den Schritt dort etwas kleiner ausfallen – hier bleibt abzuwarten wie gut der Turbo-Modus inklusive Precision Boost 2.0 und neuen Overdrive-Optionen bei der neuen Plattform greift.

Ryzen 7 und Ryzen 5: Spezifikationen im Vergleich
Kerne/Threads Takt Basis Turbo
1 – 2 / 3+ Kerne
XFR/XFR2 L3 TDP Preis
Ryzen 7 1800X 8 / 16 3,6 GHz 4,0 / 3,7 GHz 100 MHz 16 MB 95 Watt 305 Euro
Ryzen 7 2700X* 8 / 16 3,7 GHz 4,35 / ? GHz 100 MHz (?) 16 MB 105 Watt 369 USD
Ryzen 7 1700X 8 / 16 3,4 GHz 3,8 / 3,5 GHz 100 MHz 16 MB 95 Watt 275 Euro
Ryzen 7 2700* 8 / 16 3,2 GHz 4,1 / ? GHz 100 MHz (?) 16 MB 65 Watt 299 USD
Ryzen 7 1700 8 / 16 3,0 GHz 3,7 / 3,2 GHz 50 MHz 16 MB 65 Watt 255 Euro
Ryzen 5 2600X* 6 / 12 3,6 GHz 4,25 / ? GHz 100 MHz (?) 16 MB 95 Watt 249 USD
Ryzen 5 1600X 6 / 12 3,6 GHz 4,0 / 3,7 GHz 100 MHz 16 MB 95 Watt 185 Euro
Ryzen 5 2600* 6 / 12 3,4 GHz 3,9 / ? GHz 100 MHz (?) 16 MB 65 Watt 199 USD
Ryzen 5 1600 6 / 12 3,2 GHz 3,6 / 3,4 GHz 100 MHz 16 MB 65 Watt 160 Euro
Ryzen 5 1500X 4 / 8 3,5 GHz 3,7 / 3,6 GHz 200 MHz 16 MB 65 Watt 145 Euro
Ryzen 5 1400 4 / 8 3,2 GHz 3,4 / 3,2 GHz 50 MHz 8 MB 65 Watt 130 Euro
*Modell und Daten noch nicht offiziell bestätigt

Im Massenmarkt wird der Ryzen 5 2600X der neue Chef. 3,6 bis 4,25 GHz entsprechen allerdings nur einem kleinen Taktgewinn im Turbo gegenüber dem Vorgänger, auch bei Ryzen 5 2600 ist dies mit nun 3,4 bis 3,9 GHz zum Teil zu beobachten. Mit einher geht aber auch hier nun die Unterstützung für DDR4-2933, berichtet El Chapuzas Informatico.

Aggressiv wird die Preisgestaltung und sie passt zu den aktuellen Handelspreisen für die Vorgänger-Modelle und auch die Konkurrenz. Mit 369 US-Dollar tritt der Ryzen 7 2700X direkt gegen den Intel Core i7-8700K an, der Ryzen 7 2700 wird 299 US-Dollar kosten. Der schnelle Ryzen 5 2600X wird für 249 US-Dollar angeboten, der Einstieg in die Sechs-Kern-Welt für besagte 199 US-Dollar.

Erste Benchmarks hat AMD auch mit dabei: In Spielen mit leistungsfähiger Grafikkarte soll Ryzen 7 2700X bis auf 7,7 Prozent an den Core i7-8700K herankommen. Bleibt der Vergleich im eigenen Haus, legt Ryzen 7 2700X gegenüber Ryzen 7 1800X in Spielen um im Durchschnitt fünf Prozent zu.

Einige neue Features nur mit 400er-Mainboards

Mit Precision Boost Overdrive und XFR2 Enhanced hat AMD zudem weitere Taktspielereien im Portfolio, die zum Teil nur auf neuen Mainboards mit neuem X470- und B450-Chipsatz möglich werden. Wie die sich in der Praxis auswirken, werden Tests zeigen. An der reinen Ausstattung der Mainboards wird sich zu ihrem jeweiligen Vorgänger-Pendant nichts ändern.

Laut den Roadmaps sollten die neuen X470-Mainboards ab dem 19. April verfügbar werden, einige der Slides zeigen aber auch den 15. März an – eventuell ein früher angedachter Starttermin. Auch ein Start der Prozessoren Mitte bis Ende April gilt nun als realistisch, die Informationen von El Chapuzas Informatico erwiesen sich in der Vergangenheit als meistens korrekt.