B450-Mainboards: AMDs Budget-Platinen für Ryzen 2000 gesichtet

Volker Rißka 42 Kommentare
B450-Mainboards: AMDs Budget-Platinen für Ryzen 2000 gesichtet
Bild: Techpowerup

Nachdem AMD bereits im Frühjahr den B450-Chipsatz als marginales Updates zum B350 in Aussicht gestellt hatte, rückt nun die Vorstellung in greifbare Nähe. Auf der Computex 2018 sind die ersten Hauptplatinen in der Preisklasse von rund 100 Euro zu sehen, Unterschiede müssen aber mit der Lupe gesucht werden.

Bereits in der Flaggschiff-Serie mit X470-Chipsatz waren die Unterschiede zum Vorgänger X370 quasi nicht vorhanden. Ein nicht zu unterschätzendes Feature bieten die neuen Mainboards mit B450 aber: Sie sind mit allen neuen Prozessoren von AMD aus der 2000er-Serie kompatibel, so dass es nicht wie bei der alten Plattform aufgrund fehlender oder unvollständiger BIOS-Updates zu Problemen kommen kann. AMD hatte für alte Platinen deshalb umfangreichen Support bereitgestellt.

Sowohl von Asus als auch MSI gibt es auf der Messe erste Platinen zu sehen, ASRock hatte diese ebenfalls angekündigt. Diese beerben die bisherigen B350-Platinen der Hersteller. Das Asus ROG Strix B450-F Gaming ähnelt zudem sehr den ROG Strix B360-F Gaming und H370-F Gaming (Test). Kleine Unterschiede gibt es jedoch: Drei PCIe-x16-Slots werden mit 16, 8 oder 4 Lanes gespeist, zwei Mal M.2 mit vier und zwei Lanes sowie sechs SATA-Ports gehören zur Grundausstattung. Zudem bietet das B450-F Gaming USB Typ C mit 10 Gbps über zwei Anschlüsse, Intel-LAN und Realtek-Sound.

Asus ROG Strix B450-F Gaming
Asus ROG Strix B450-F Gaming (Bild: Techpowerup)

Ähnlich ist es auch bei MSI. Das B450 Tomahawk im klassischen ATX-Formfaktor bietet alles, was der Kunde in der Mittelklasse benötigt – das gilt auch für das vermutlich noch etwas günstigere MSI B450-A Pro, welches bei den Video-Ausgängen mit VGA, DVI und HDMI auch ältere Systemumgebungen ansprechen kann. Beide Lösungen setzen nur auf zwei PCIe-x16-Slots, angesichts fehlender Lanes ist die Wahl im günstigeren Mittelklasse-Segment nachvollziehbar und ausreichend. Offizielle Preise gibt es noch nicht, der Vorgänger MSI B350 Tomahawk kostet aktuell lediglich 85 Euro und dürfte ein Indiz auch für den Nachfolger sein.

MSI B450-A Pro
MSI B450-A Pro (Bild: Techpowerup)
MSI B450 Tomahawk
MSI B450 Tomahawk (Bild: Techpowerup)