Core i7-8700T & i5-8500T im Test: Intels Sechskerner mit 35 Watt Verbrauch bei Basistakt 2/3

Volker Rißka 360 Kommentare

Benchmarks: Core i7-8700T und i5-8500T gegen die klassischen CPUs

Die Intel Core i7-8700T und Core i5-8500T treten im Test auf einem B360-Mainboard von Asus (Strix B360F-Gaming (Test), BIOS 0602) an. Als Vergleichsmodelle sind in erster Linie der Core i5-8400 mit 65 Watt statt derer 35 Watt der T-Modelle mit von der Partie, ganz oben steht natürlich auch der Core i7-8700K als Flaggschiff der Serie. Doch auch der Blick nach unten wird gewagt, denn beim Takt (als auch der realen Leistungsaufnahme) ist der Core i5-8500T sehr nah beim Core i3-8100 angesiedelt.

Das genutzte Testsystem entspricht in den weiteren Teilen exakt dem aus dem großen Ryzen-2000-Test, sodass die Vergleichbarkeit gegeben ist. Gleichzeitig kann so auch der Blick riskiert werden, wie viel mehr denn High-End-CPUs heute wirklich bereits leisten – bei aber noch einmal deutlich höherem Verbrauch.

Tests in Anwendungen

Moderne Anwendungen profitieren von Kernen, Threads und Takt. Der Core i7-8700T mit seinen zwölf Threads bei hohen Taktraten kann so bis auf zwölf Prozent an den Core i7-8700K herankommen, der bei einer 60 Watt höheren TDP aber noch einmal bis zu 700 MHz mehr bietet.

Beim Core i5-8500T ist der Rückstand auf die regulären Modelle hingegen deutlicher ausgeprägt. Bereits auf den Einstieg in die Sechs-Kern-Welt bei Intel mit dem Core i5-8400 fehlen 18 Prozent, das namensgleiche Modell mit 65 Watt TDP, der Core i5-8500, bietet noch einmal 200 MHz mehr Takt und ist damit noch schneller.

Werden dem Prozessor aber die echten TDP-Fesseln über das BIOS angelegt, sieht das Ergebnis deutlich anders aus. Der Core i7-8700T (35 Watt LT) darf in einigen Single-Thread-Anwendungen zwar noch seinen maximalen Takt ausspielen, bei Mehr-Kern-Last sinkt der Takt aber auf bis zu 2,4 GHz ab. 35 Watt als maximale Package Power fordern ihren Tribut.

Tests in Spielen

In Spielen müssen sich die angepassten T-Modelle gegen die klassischen Core-Prozessoren aus gleichem Hause stellen. Als Grafikkarte kommt eine GeForce GTX 1080 Ti Strix OC von Asus zum Einsatz.

Hier überrascht der Intel Core i7-8700T im sehr positiven Sinne. Trotz im Schnitt 500 MHz weniger Takt kann er quasi einen Gleichstand mit dem Flaggschiff Core i7-8700K erzielen. Das zeigt, dass sechs Kerne und zwölf Threads wichtig sind und der Takt zumindest nahe an der 4-GHz-Marke angesiedelt sein sollte – mehr braucht es aktuell aber nicht bei einer Intel-CPU. Dies zeigt sich auch im Sondertest, wenn 35 Watt im BIOS forciert werden: Der Rückstand zum freien Modell beträgt lediglich weitere zehn Prozent.

Der Core i5-8500T muss hingegen auch in Spielen zurückstecken. Sechs Kerne bietet zwar auch dieser noch, aber der Takt ist deutlich geringer, sodass bereits der Core i5-8400 fast 20 Prozent schneller ist. Der Core i5-8400 bietet 500 bis 600 MHz mehr Takt im Alltag und rangiert so deutlich näher an der 4-GHz-Marke, während der 8500T im Schnitt nicht einmal 3,4 GHz bietet.

Star Wars: Battlefront 2 hatte kürzlich ein Update erhalten, das die Leistung deutlich anhebt. Aber nicht alle CPUs konnten bisher neu getestet werden, weshalb das Spiel nicht im Rating berücksichtigt wird. Sowohl Intel als auch AMD gewinnen durch den Patch nahezu syncron an Leistung, am Gesamtgefüge ändert sich deshalb nichts.

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