GeForce GT 1030: DDR4 statt GDDR5 halbiert die Leistung im Benchmark

Wolfgang Andermahr 172 Kommentare
GeForce GT 1030: DDR4 statt GDDR5 halbiert die Leistung im Benchmark
Bild: Techspot

In den letzten Monaten hat sich etwas überraschend eine zweite Version von Nvidias GeForce GT 1030 angekündigt. Anstatt mit GDDR5-Speicher ist diese mit deutlich langsamerem DDR4-Speicher ausgestattet. In den USA ist nun ein erster Test solch einer Grafikkarte veröffentlicht worden, und die Benchmarks fallen langsam aus.

Grob lässt sich sagen, dass die GeForce GT 1030 mit DDR4 im Durchschnitt nur halb so schnell ist wie das Modell mit GDDR5. In Fortnite ist der Abstand etwas geringer, in Rocket League dagegen gar noch etwas größer. Während in dem Test von Techspot die GeForce GT 1030 GDDR5 klar schneller als die AMD-APU Ryzen 5 2400G arbeitet, ist die GeForce GT 1030 mit DDR4 dagegen durchweg klar langsamer.

In einem ComputerBase-Test hat sich das kleinere APU-Modell, der Ryzen 3 2200G, als elf Prozent langsamer als der Ryzen 5 2400G heraus gestellt. Den Ergebnissen zufolge wäre damit auch der Ryzen 3 2200G noch klar schneller als die GeForce GT 1030 DDR4. Vergleicht man die Abstände zwischen den Techspot-Benchmarks und den ComputerBase-Tests, müsste die GeForce GT 1030 DDR4 noch etwas schneller als die in Intel-CPUs verbaute Grafikeinheit sein – der Abstand ist aber gering.

Für Full HD ist die GeForce GT 1030 DDR4 viel zu langsam

Obwohl in den Tests die Auflösungen 1.920 × 1.080 sowie 1.280 × 720 und niedrige Details zum Einsatz kommen, erreicht die DDR4-Grafikkarte vor allem in Full HD fast nie spielbare Frameraten. In 720p ist meist flüssiges Spielen möglich, nur bieten eben alle anderen Grafiklösungen teils deutlich bessere Ergebnisse.

Die GeForce GT 1030 GDDR5 gibt es derzeit ab 78 Euro im Handel, die GeForce GT 1030 ab 70 Euro. In Anbetracht des kaum günstigeren Preises und der schlechten Performance, sollte um die GeForce GT 1030 DDR4 ein großer Bogen gemacht werden. Wer eine diskrete Grafikkarte haben möchte, sollte lieber zur GeForce GT 1030 GDDR5 oder zu AMDs Radeon RX 550 greifen. Alle anderen sind zudem mit einer Ryzen-APU klar besser bedient.

Verbaut wird normaler DDR4-2400-Speicher von Hynix

In dem Test kam die Galax (KFA²) GeForce GT 1030 DDR4 zum Einsatz. Die Grafikkarte hält sich an die Taktraten von Nvidia. Der Basis-Takt liegt bei 1.151 MHz, der durchschnittliche Takt bei 1.379 MHz. Der 2.048 MB große DDR4-Speicher wird mit 2.100 MHz angesteuert. Die Speichermodule stammen von Hynix und sind als DDR4-2400 spezifiziert.