Ryzen im Notebook: AMD verspricht Besserung bei der Treiberunterstützung

Volker Rißka 124 Kommentare
Ryzen im Notebook: AMD verspricht Besserung bei der Treiberunterstützung

Fehlende respektive viel zu alte Treiber haben zum Weihnachtsgeschäft noch einmal die Aufmerksamkeit von AMD gezogen. Der Hersteller versprach für das neue Jahr Anpassungen und Verbesserungen, nachdem sich viele Nutzer öffentlich beschwert haben, dass die aktuelle Situation mehr als unbefriedigend ist.

Viele der neuen Ryzen-Notebooks haben seit dem Verkaufsstart kein einziges Treiberupdate erfahren. Bei reddit haben sich diverse Nutzer versammelt und ihr Leid bei AMD angemeldet – und fanden Gehör. Der Hersteller bestätigte über seinen offiziellen Account dort, dass die Situation nicht zufriedenstellend ist. Dass Notebooks seit über einem Jahr kein einziges Update für die Grafik erfahren haben, ist extrem unbefriedigend, den schwarzen Peter schiebt der Hersteller zum Teil aber auch den OEMs zu. Denn die finale Entscheidung liegt bei Acer, HP, Lenovo und Co..

Ein Kern des Problems ist jedoch, dass Notebook-Nutzer einer AMD-Grafiklösung oder direkt einer AMD-APU Raven Ridge nicht auf den angestammten Adrenalin-Treiber zurückgreifen können. Die berechtigte Frage bei reddit ist deshalb, warum dies für die Zukunft nicht angestrebt wird. Intel und Nvidia sind in dem Bereich weiter, dort klappt ein Update eines Grafiktreiber in der Regel auch auf dem Notebook – Ausnahmen bestätigen aber auch da die Regel. AMD erklärt, dass es im eigenen Haus zum Teil etwas schwieriger ist, da die Treiberpakete direkt an die jeweilige Lösung im spezifischen Produkt angepasst sind, man jedoch daran arbeite.

It is important to understand that our graphics drivers are typically tailored for specific OEM platforms, so releasing generic APU graphics drivers across all AMD Ryzen mobile processor-based mobile systems could result in less-than-ideal user experiences.

[..]

AMD will continue to evaluate ways in which we can offer validated graphics drivers for AMD Ryzen Mobile processor-based notebooks aligned to the latest AMD software updates, and will provide updates as soon as we are able.

Schlagartige Besserung ist aber nicht zu erwarten. AMD will die OEM-Partner dazu bekommen, zumindest zwei Mal im Jahr ein Treiberupdate zur Verfügung zu stellen – in einigen Fällen wäre dies zwei Mal mehr als bisher. Doch die Umsetzung liegt am Ende immer noch beim OEM. Ohne Druck von allen Seiten wird sich die Geschichte nur sehr langsam entwickeln und am Ende tendenziell eher gegen denn für AMD-Notebooks sprechen, wie mehrere Nutzer bei reddit resigniert resümieren.