Patent: Apple will Luft und Schweiß auswerten

Michael Schäfer 27 Kommentare
Patent: Apple will Luft und Schweiß auswerten
Bild: Apple

Apple könnte seine Gesundheitsfunktionen für die Apple Watch weiter ausweiten: Das Unternehmen beschreibt in zwei Patenten, wie zum einen für den Menschen gefährliche Inhaltsstoffe in der Luft und zum anderen Blutzuckerprobleme am Schweißgeruch erkannt werden können.

Erkennung von gefährlicher Atemluft

Mit der Patentbeschreibung „Compact Particulate Material Sensor‟ könnte Apple zukünftig Träger der Apple Watch auf gefährliche Stoffe in der Luft hinweisen, die eingeatmet werden und sich dauerhaft im Körper absetzen können. So sollen Nutzer vor Atemwegserkrankungen geschützt werden, auch Warnungen für Allergiker wären denkbar.

Das mit Photodetektoren auf optischen Technologien basierende System ist dabei jedoch nicht auf die Apple Watch beschränkt, sondern könnte aufgrund seiner gegenüber anderen Lösungen einfacheren Gestaltung auch auf dem iPhone Einzug halten.

Ähnlicher Antrag bereits eingereicht

Bereits zuvor hatte Apple eine ähnliche Gesundheitsfunktion zur Patentanmeldung eingereicht, mit der vor gefährlichen Gasen gewarnt werden soll. Hierbei fasst Apple unter anderem das Kohlenmonoxid ins Auge, das geruchlos und nicht direkt wahrnehmbar ist und daher zu den gefährlichsten Gasen für den Menschen zählt. Im Gegensatz zur vorher beschriebenen optischen Lösung soll dieses sowie andere Gase über ein auf Silizium basierendes Substrat unter Zuhilfenahme einer porösen oder mesoporösen Adsorptionsschicht erkannt werden, an dem Elektroden samt einer darüber liegender Sensor-Ebene angeordnet werden.

Auch hier ist die Implementierung nicht nur auf die Apple Watch begrenzt, genannte Sensoren können auch im iPhone oder diversen Smart-Home-Komponenten verbaut werden, die bei Fund einen entsprechenden Hinweis auf die mobilen Geräte senden.

Veränderungen im Blutzucker am Geruch erkennen

Ein weiteres Patent („Systems and Methods for Environment Sensing‟) beschäftigt sich mit der Erkennung von gefährlichen Stoffen anhand ihres Geruches. Hierbei soll über einen oder mehrere ionische Flüssigkeitssensoren jeweils über ein zugeordnetes Elektrodenpaar und eine Verarbeitungsschaltung mittels KI sowohl die Art wie auch die Verbreitung eines Gases erkannt werden.

Die beschriebene Anordnung soll auch dazu genutzt werden, um anhand des menschlichen Schweißgeruches eine Veränderung des Blutzuckerwertes aufspüren zu können, was besonders für Diabetiker von großem Nutzen sein könnte. Sollte dieses Vorhaben von Erfolg gekrönt sein, könnten aufwendige Testverfahren für Betroffene zukünftig entfallen.