2021: Der BMW Vision iNEXT ist trotz der Komplexität im Zeitplan

Nicolas La Rocco 98 Kommentare
2021: Der BMW Vision iNEXT ist trotz der Komplexität im Zeitplan
Bild: BMW

BMW will wie zur Vorstellung letzten September angekündigt 2021 mit der Produktion des Vision iNEXT beginnen. Das hat Klaus Fröhlich, Mitglied des Vorstands der BMW AG und verantwortlich für die Entwicklung, bei einem Roundtable gegenüber ComputerBase bestätigt. Komplexität und Software seien aber Herausforderungen.

Der Vision iNEXT ist derzeit noch eine erstmals im September 2019 gezeigte Studie eines Sport Activity Vehicles, das 2021 in Dingolfing als in Serie produziertes Automobil vom Band laufen soll. An diesem Zeitplan hält BMW weiterhin fest, wie Klaus Fröhlich auf Nachfrage bestätigt hat. Zuletzt hat das Fahrzeug in Schweden mehrere Wintertests durchlaufen, in deren Rahmen besonderes Augenmerk auf Elektromotoren, Batterien und Fahrassistenzsysteme gelegt wurde. Derzeit seien etwa 100 für die Entwicklung des Serienfahrzeugs benötigte Prototypen in der Entstehung, erklärte Fröhlich.

Rein elektrisches Fahren für mindestens 600 Kilometer

Die Komplexität des Fahrzeugs sorge jedoch für eine spezielle Herausforderung, so Fröhlich. Denn mit dem Vision iNEXT sollen innerhalb des Konzerns gleich mehrere vollständig neue Technologien Premiere feiern. Zum einen soll der Vision iNEXT ein rein elektrisches Fahrzeug mit einer Reichweite von mindestens 600 Kilometern werden, das in dieser Form bisher nicht von BMW angeboten wird. Der Konzern zählt den Vision iNEXT als erstes Modell der fünften Generation elektrifizierter Fahrzeuge.

Autonomes Fahren nach Level 4

Darüber hinaus soll das Fahrzeug erstmals autonomes Fahren nach Level 4 ermöglichen, das es Fahrern ermöglicht, von dem Boost genannten manuellen Modus in den Ease-Modus zu wechseln, bei dem Lenkrad und Pedale zurückfahren und sich die Insassen anderen Aktivitäten widmen können. Die aktive Überwachung des Verkehrsgeschehens ist nicht mehr notwendig. Gerade in diesem Punkt sei vor allem die Software-Entwicklung eine große Herausforderung, erklärte Fröhlich. Genügend Rechenleistung wird ein autonomer BMW offenbar haben, diese korrekt einzusetzen und in Software die richtigen Entscheidungen zu treffen ist die Herausforderung für BMW.

Neue Generation Infotainmentsystem

Die Komplexität der Software geht aber über das autonome Fahren hinaus. Laut Fröhlich sei auch bei der Entwicklung der nächsten Generation des BMW-Infotainmentsystem, das ebenfalls in der Serienversion des Vision iNEXT Premiere feiern soll, die Software die größte Herausforderung. Für den Vision iNEXT ist eine AR-Windschutzscheibe geplant, die Informationen über die echte Welt projiziert, während das Fahrzeug anhand von Blickrichtungen und Sprachbefehlen über den Intelligent Personal Assistant erkennt, welcher Insasse welche Kommandos ausführen möchte. Diese Komplexität vieler Premieren in einem neuen Fahrzeug sei beim Vision iNEXT die Herausforderung.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von BMW auf einer PR-Veranstaltung des Herstellers in München erhalten. Die Kosten für An- und Abreise wurden von BMW getragen. Eine Einflussnahme des Herstellers oder eine Verpflichtung zur Berichterstattung bestand nicht.