GeForce RTX 2080 Super im Test: Benchmarks in Full HD, WQHD und Ultra HD

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Wolfgang Andermahr 378 Kommentare

Im Forum von ComputerBase kommt immer wieder die Frage auf, wie die Redaktion im Detail Grafikkarten testet. Da dies ein ziemlich umfangreiches Unterfangen mit diversen Benchmarks, Messungen, Tools und Methoden ist, fällt die Beantwortung dieser Frage recht umfangreich aus.

So testet ComputerBase Grafikkarten

Um dem Thema ausreichend Raum zu geben, hat die Redaktion einen separaten Artikel erstellt. Dieser widmet sich ausschließlich der Frage, wie ComputerBase Grafikkarten testet.

Der Artikel geht unter anderem ausführlich auf das genutzte Testsystem ein. Das betrifft sowohl das Gehäuse mitsamt der Lüfterbestückung – was entscheidend für Lautstärke und Temperatur ist – als auch die verbaute Hardware und wie diese konfiguriert ist. Es wird ebenfalls darauf eingegangen, welche Grafikkarten mit welchem Takt betrieben werden. Darüber hinaus wird genauer erläutert, wie sämtliche Messreihen, zum Beispiel für die Leistungsaufnahme, durchgeführt werden.

Videos und Spielstände zum Nachtesten

Der wichtigste Aspekt bei fast allen Grafikkarten-Tests sind die Spiele-Benchmarks. Der Methodik-Artikel beschäftigt sich mit den Spielen selbst, geht auf die möglichen Besonderheiten wie zum Beispiel DirectX 12 sowie Vulkan ein und beschreibt die genutzten Grafikdetails – denn nicht in jeder Auflösung testet die Redaktion mit der bestmöglichen Optik.

Darüber hinaus gibt es zu jedem Spiel die Testszene in einem Video zu sehen und – falls möglich – wird ein Spielstand bereitgestellt, sodass jeder Leser die Sequenz nachstellen und nachvollziehen kann. Abschließend klärt der Artikel, welche Tools ComputerBase für die Benchmarks einsetzt und auch, wie die Ergebnisse in Form von Bildern pro Sekunde (FPS) und Frametimes dargestellt werden.

Die tatsächlichen Taktraten unter Last

An den Turbomechanismen hat Nvidia mit „Super“ keinerlei Änderungen vorgenommen. Das bedeutet, dass die Grafikkarte bei Volllast einen vordefinierten Takt halten können soll, solange gewisse Limits bei Temperatur und Leistungsaufnahme nicht überschritten werden. Bei der GeForce RTX 2080 Super Founders Edition liegen die Grenzwerte bei 84 Grad Celsius sowie 250 Watt. Der höchstmögliche Takt bei Volllast beträgt 1.905 MHz. Bei geringer Last und niedrigen Temperaturen kann die Frequenz mit maximal 1.980 MHz etwas höher ausfallen.

Möchte man die Limitierungen so lange wie möglich hinauszögern, ist es möglich, manuell in externen Tools wie den MSI Afterburner Änderungen vorzunehmen. Die Grafikkarte lässt ein maximal mögliches Temperaturlimit von 88 Grad Celsius zu. Das Powerlimit kann um zwölf Prozent auf 280 Watt angehoben werden.

Die tatsächlichen Taktraten im Phanteks Enthoo Evolv X
Spiel (2.560 × 1.440) Nvidia GeForce RTX 2080 Super FE
Maximaler Takt in Spielen 1.905 MHz
Anno 1800 1.875 MHz [PT]
Anthem 1.890-1.905 MHz [PT]
Assassin's Creed Odyssey 1.905 MHz
Battlefield V 1.890–1.905 MHz [PT]
Call of Duty: Black Ops 4 1.875–1.905 MHz [PT]
DiRT Rally 2.0 1.905 MHz
F1 2019 1.905 MHz
Far Cry News Dawn 1.905 MHz
Hitman 2 1.875–1.890 MHz [PT]
Just Cause 4 1.905 MHz
Metro Exodus 1.875–1.890 MHz [PT]
Rage 2 1.905 MHz
Resident Evil 2 1.875–1.905 MHz [PT]
Shadow of the Tomb Raider 1.905 MHz
The Division 2 1.845–1.860 MHz [PT]
[P] = Power-Target limitiert, [T] = Temperature-Target limitiert

Nvidia hat die GeForce RTX 2080 Super mit einem ziemlich großzügigen Powerlimit versehen, weswegen die GPU in einigen Spielen mit den maximal möglichen 1.905 MHz arbeitet. In 8 der 15 Spiele wird die Frequenz dagegen verringert. The Division 2 fordert dabei am meisten von der Hardware. In dem Spiel arbeitet der Rechenkern noch mit 1.845 bis 1.860 MHz, sodass die Taktreduzierung trotzdem nur bei rund 50 MHz liegt. In den restlichen Titeln liegen meistens zumindest zeitweise die vollen 1.905 MHz an.

Wer hingegen durchweg den vollen Takt erreichen möchte, muss schlicht das Powerlimit erhöhen. Die vollen 112 Prozent reichen aus, damit die GeForce RTX 2080 Super FE immer mit 1.905 MHz arbeitet.

Benchmarks in 2.560 × 1.440

In 2.560 × 1.440 liefert die GeForce RTX 2080 Super FE im Durchschnitt 5 Prozent mehr FPS als die GeForce RTX 2080 FE. Damit verkürzt die neue Grafikkarte den Rückstand auf die GeForce RTX 2080 Ti FE auf 16 Prozent, während die Radeon VII um 16 Prozent zurückgelassen wird. Bei den Frametimes beträgt das Plus gegenüber dem Vorgängermodell ebenso 5 Prozent.

In den einzelnen Spielen zeigt sich dann, dass der Abstand der GeForce RTX 2080 Super FE zur GeForce RTX 2080 FE des Öfteren schwankt. Das liegt vermutlich darin begründet, dass manche Spiele von der höheren Speicherbandbreite profitieren können, andere wiederum nicht. Zum Beispiel legt Far Cry New Dawn nur um 2 Prozent zu, The Division 2 dagegen gleich um 11 Prozent.

Benchmarks in 3.840 × 2.160

In 3.840 × 2.160 verändert sich an den Abständen nichts. Die GeForce RTX 2080 Super FE liefert 5 Prozent mehr FPS als die GeForce RTX 2080 FE, die Frametimes sind ebenso 5 Prozent besser. Der Abstand zur GeForce RTX 2080 Ti vergrößert sich etwas auf 22 Prozent, während der Vorsprung zur Radeon VII auf 12 Prozent schrumpft.

Und auch bei den einzelnen Spielen tut sich nichts gegenüber WQHD. Manche Titel profitieren fast gar nicht von der schnelleren Grafikkarte, andere legen bis zu 11 Prozent zu.

Benchmarks in 1.920 × 1.080

Da die GeForce RTX 2080 Super FE in 1.920 × 1.080 stellenweise in ein CPU-Limit gerät, kann sich die Grafikkarte nur noch um 4 respektive 3 Prozent vom Vorgänger absetzen. Entsprechend rücken generell sämtliche Produkte näher zusammen.

E-Sport- & Multiplayer-Spiele (Fortnite, Overwatch und Co.) im Benchmark

Bei den E-Sport-Spielen sieht es genauso aus. In WQHD ist die GeForce RTX 2080 Super FE 5 Prozent schneller als die GeForce RTX 2080 FE. Die Frametimes fallen um 4 Prozent besser aus. Die einzelnen Spiele schwanken in der Auflösung zwischen 3 und 7 Prozent.

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