RAM-OC auf AMD Ryzen 3000 im Test: Testergebnisse

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Manuel Prislan 321 Kommentare

Benchmarks der XMP-Profile ohne IF-OC

RAM-Bestückungen mit zweimal 8 GB sind in den nachfolgenden Diagrammen in Blau, viermal 8 GB in Grün und zweimal 16 GB in Gelb gekennzeichnet.

Der Unterschied zwischen den verschiedenen XMP-Profilen fällt sehr überschaubar aus. Synthetische Benchmarks skalieren nahezu linear zur Taktrate, sofern das Infinity Fabric synchron läuft, der Leistungsunterschied hält sich jedoch absolut in Grenzen.

Eine Vollbestückung mit viermal 8 GB Single-Rank oder zweimal 16 GB Dual-Rank kann sich zumindest in einigen Spiele-Benchmarks ein wenig nach oben absetzen.

Benchmarks der XMP-Profile mit IF-OC

In den nächsten Benchmarks wird ein Teil der XMP-Profile mit übertakteter Infinity Fabric als Vergleich dargestellt. Die zu Beginn erwähnte „Straflatenz“ hat jedoch nur einen sehr geringen Einfluss auf reale Alltagsbedingungen.

XMP vs. Infinity Overclocking
Speichergeschwindigkeit Timings IF/UCLK
2 × 8 GB DDR4-3200 14-14-14-14-34-73-560-1T 1600/1600
2 × 8 GB DDR4-3200 14-14-14-14-34-73-560-1T 1900/1600
2 × 8 GB DDR4-3400 16-16-16-16-36-80-596-1T 1700/1700
2 × 8 GB DDR4-3400 16-16-16-16-36-80-596-1T 1900/1700
2 × 8 GB DDR4-4400 18-23-23-23-46-103-770-1T 1800/1100
2 × 8 GB DDR4-4400 18-23-23-23-46-103-770-1T 1900/1100

Das Übertakten des Infinity-Fabrics bringt eine Straflatenz von 3,5 bis 10,2 ns mit sich. Der Schreibdurchsatz wird bis zu 19 Prozent gesteigert, was jedoch für den restlichen Testparcours keine Aussagekraft hat.

Ein konkreter Vorteil lässt sich auch hier nicht erkennen und macht das Übertakten des Infinity-Fabrics nebensächlich.

Benchmarks mit optimierten Haupt- und Subtimings

Zum Abschluss werden noch fünf optimierte RAM-OC-Profile durch den Testparcours geschickt. Die Profile liefen zusätzlich durch einen Stabilitätstest mit Karhu RAM Test, Aida64 und TestMem5. Damit der Zeitrahmen nicht gesprengt wird, handelt es sich bei den Stabilitätstest um sogenannte Schnelltests mit Aida64 („Stress Cache and Memory“) für 30 Minuten, Karhu RAM Test mit einem Coverage von maximal 5.000 Prozent und TestMem5 mit fünf Durchläufen.

RAM-OC Profile
Speichergeschwindigkeit Timings IF/UCLK Speicherchip Spannung
2 × 8 GB DDR4-3800 14-10-15-14-32-42-266-1T 1900/1900 Samsung B-Die 1,50V
2 × 8 GB DDR4-3800 16-16-17-16-32-42-266-1T 1900/1900 Samsung B-Die 1,41V
4 × 8 GB DDR4-3800 14-14-15-14-28-38-266-1T 1900/1900 Samsung B-Die 1,50V
2 × 16 GB DDR4-3800* 16-16-19-16-38-60-560-1T 1900/1900 Micron E-Die 1,41V
2 × 16 GB DDR4-3800 16-16-17-16-32-42-266-1T 1900/1900 Samsung B-Die 1,44V

Die Timings des Arbeitsspeichers von Crucial wurden auch in diesem Fall mit dem G.Skill Trident Z „nachgebaut“ und die Ergebnisse mit den vorhandenen Erfahrungswerten sowie -berichten aus der RAM-OC-Community abgeglichen.

Teile der synthetischen Benchmarks und Spiele-Benchmarks zeigen hier die Stärken eines auf das System abgestimmten und optimierten RAM-OC-Profils. In Shadow of the Tomb Raider liegt der Vorsprung von zweimal 8 GB DDR4-3800CL14 inklusive straffer Haupt- und Subtimings zu zweimal 8 GB DDR4-3200CL14 ohne optimierte Timings bei sagenhaften 20 Prozent bei den durchschnittlichen FPS sowie 20 Prozent beim 99-Prozent-Percentile.

Auch bei Forza Horizon 4 ist eine sehr schöne Skalierung von schnellem Arbeitsspeicher zu sehen, bei viermal 8 GB DDR4-3800CL14 zu viermal 8 GB 3200CL14 steigen die Werte bis zu einem Plus von 10 Prozent bei den durchschnittlichen FPS und bis zu 15 Prozent beim 99-Prozent-Percentile. DDR4-2400 wird hier nicht weiter erwähnt, da kein aktuelles Spielesystem damit ausgerüstet sein sollte.

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