ASRock X570 Aqua: Limitiertes Wakü-Mainboard für Ryzen vor Marktstart

Michael Günsch 73 Kommentare
ASRock X570 Aqua: Limitiertes Wakü-Mainboard für Ryzen vor Marktstart

ASRock bringt mit dem X570 Aqua ein limitiertes High-End-Mainboard für AMD Ryzen auf den Markt. Von der AM4-Hauptplatine mit integrierter Wasserkühlung, 10-Gbit-LAN, Wi-Fi 6 und Thunderbolt 3 werden lediglich 999 Stück angeboten. Der Preis liegt voraussichtlich bei rund 1.000 Euro.

Wasserkühlung statt Chipsatzlüfter

Das X570 Aqua wurde von ASRock bereits auf der Computex 2019 als eines der wenigen Modelle ohne Chipsatzlüfter präsentiert. Für die Kühlung von Chipsatz, Prozessor und Spannungsregler verfügt das Mainboard über eine integrierte Wasserkühlung, die allerdings nicht autark arbeitet, sondern das Einbinden in einen externen Kreislauf erfordert.

Fast die gesamte Fläche des Mainboards im E-ATX-Formfaktor ist mit silberfarbenen Blenden verkleidet, die im Bereich der Wasserkühlung mit Sichtfenstern versehen sind, um beispielsweise farbige Kühlflüssigkeiten in Szene zu setzen. RGB-LEDs sorgen für zusätzliche Reize.

10-Gbit-Ethernet und Wi-Fi 6

Das X570 Aqua ist auch sonst üppig ausgestattet und bietet unter anderem schnelles 10-Gigabit-Ethernet über den AQC107-Chip von Aquantia. Von Intel stammt das WLAN-Funkmodul, das den aktuellen Standard Wi-Fi 6 (802.11ax) mit bis zu 2,4 Gbit/s unterstützt.

Bei Übertaktungen soll das VRM-Design mit „14 Phasen“ helfen, wobei allerdings laut Mainboard-Datenbank von Raison John Bassig eine Phasendoppelung stattfindet. In Verbindung mit einer neuen Matisse-CPU (AMD Ryzen 3000) werden RAM-Geschwindigkeiten von DDR4-5000 und mehr bei Übertaktung unterstützt. Die drei PCIe-x16-Slots sind mit Metall verstärkt und bieten beim Einsatz von Matisse PCIe 4.0. Die drei kurzen PCIe-x1-Slots arbeiten hingegen nur mit PCIe 2.0.

Für SSDs stehen zwei M.2-Steckplätze mit PCIe-4.0-x4-Support (Matisse) zur Verfügung. Hinzu kommen acht SATA-Ports. Am üppig bestückten I/O-Panel finden sich neben den Antennenbuchsen für WLAN und den beiden Ethernet-Anschlüssen zwei USB-Typ-C-Buchsen, die zumindest USB 3.2 Gen 2 mit 10 Gbit/s als Teil von Thunderbolt 3 liefern, sechs USB-A-Ports nach USB 3.2 Gen 1 (USB 3.0, 5 Gbit/s), HDMI für Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit sowie DisplayPort 1.4 als Eingang, die typischen Anschlüsse für 7.1-Sound samt optischem Digitalausgang sowie ein PS/2-Combo-Port und ein Clear-CMOS-Schalter.

Laut Beschreibung dient der DisplayPort-Eingang (sowie ein weiterer intern) dazu, das Bildsignal von einer Grafikkarte per Kabel an die USB-C-Buchsen und über diese an einen USB-C-Monitor auszuliefern.

Preis und Verfügbarkeit

Zur Computex hatte ASRock einen Preis von rund 1.000 US-Dollar für das X570 Aqua in Aussicht gestellt. Unklar ist noch, wann genau und in welchen Regionen es erhältlich sein wird. ASRock weist darauf hin, dass es nicht weltweit verkauft wird. Ein Verkauf in Deutschland ist aber wahrscheinlich. Auf Anfrage der Redaktion erklärte ASRock, dass in Europa eine Verfügbarkeit frühestens gegen Ende September für rund 999 Euro (je nach Händler) zu erwarten ist. Nachtrag: Der Händler Caseking.de erwartet die Verfügbarkeit in rund zwei Wochen.

Das X570 Aqua ist also nicht nur in puncto Ausstattung exklusiv aufgestellt, sondern auch beim Preis. Unter den bereits verfügbaren X570-Mainboards bildet aktuell das Gigabyte X570 Aorus Xtreme, als einziges Modell mit passiver Luftkühlung, für rund 760 Euro die Preisspitze. X570 ohne Lüfter gibt es ab Werk also weiterhin nur zum sehr hohen Preis.