XMG Fusion 15 im Test: Fazit

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Jan-Frederik Timm 79 Kommentare

Das in Deutschland exklusiv von Schenker Technologies als „XMG Fusion 15“ vertriebene, aber federführend von Intel entwickelte Gaming-Notebook hat mit dem Gehäuse zweifelsohne einen der stärksten Trümpfe in der Hand. Das sehr kompakte System ist leicht und dabei dennoch sehr verwindungssteif. Darüber hinaus ist die etwas raue Oberfläche weitestgehend resistent gegen Fingerabdrücke. Und heutzutage sehr selten: Kein Aufkleber stört ab Werk das schlichte Design (sie liegen aber bei).

Ein weiterer Trumpf ist die Akkulaufzeit, wenn die GeForce RTX nicht zum Einsatz kommt: Über sieben Stunden produktiver Einsatz sind für ein Gaming-Notebook eine Ansage und machen das XMG Fusion 15 mit seinem unauffälligen Design auch für den mobilen (produktiven) Einsatz interessant.

Das XMG Fusion 15 mit GeForce RTX 2070 Max-Q im Test
Das XMG Fusion 15 mit GeForce RTX 2070 Max-Q im Test

Mit dem Core i7-9750H mit bis zu 63 Watt dauerhafter CPU Package Power und der GeForce RTX 2070 Max-Q mit 90 Watt TDP bietet das System darüber hinaus auf Wunsch auch viel Leistung, die im Falle hoher CPU-Lasten sogar vergleichsweise leise gekühlt wird. In Spielen gehört das XMG Fusion hingegen nicht zu den leisesten Notebooks seiner Art, hier schwimmt es nur mit. Wer auf Details in aktuellen Titeln verzichten kann, dem steht auf Wunsch allerdings das Leistungsprofil „Leise“ zur Verfügung, das die Lautstärke deutlich senkt – die Leistung mit über 50 Prozent Abschlag allerdings auch.

Das matte Full-HD-Display überzeugt mit den gebotenen 144 Hertz, guten Blickwinkeln und beim Testmodell nicht weiter erwähnenswertem Backlightbleeding, die durchschnittliche Helligkeit und der Kontrast sind wiederum nur Mittelklasse. Kurzfristig über ein Software-Update beheben will der Hersteller die Ursache dafür, dass die Lüfter im Leerlauf immer wieder anspringen, was im Test oft, aber nicht zu jeder Zeit der Fall war. Hintergrund ist ein von Zeit zu Zeit auftretender zu hoher Leerlaufverbrauch der CPU.

In der getesteten Variante mit GeForce RTX 2070 Max-Q, 16 GB RAM, einer 500 GB großen NVMe-SSD und Windows 10 Pro kostet das XMG Fusion 2.300 Euro. Für 100 Euro weniger erhalten Käufer mit dem Lenovo Legion Y740 alternativ eines der günstigsten Gaming-Notebooks mit GeForce RTX 2080 Max-Q. Mit der auf 80 Watt eingebremsten GPU ist dieses Modell noch einmal gut 10 bis 15 Prozent schneller und dabei sogar etwas leiser. Auch das hellere Display spricht für Lenovo. Das kompaktere, sehr hochwertige und leichte Gehäuse, die Tastatur, das Touchpad und die mehr als doppelt so lange Akkulaufzeit stehen hingegen beim Fusion auf der Habenseite.

Ein sehr hochwertiges Gehäuse hat wiederum auch das Razer Blade 15 zu bieten, mit 16 GB RAM, 512 GB großer NVMe-SSD und GeForce RTX 2070 Max-Q werden hier allerdings 2.500 Euro fällig. Dafür ist es nochmals dünner und im Betrieb trotzdem leiser, verfügt aber nicht über eine mechanische Tastatur. Das Display ist vergleichbar hell, bietet aber einen höheren Kontrast. An die Laufzeit des XMG Fusion 15 kommt auch das Razer Blade nicht heran.

In Summe ist das XMG Fusion 15 weder ein Schnäppchen, noch das in allen Belangen technisch beste Gesamtpaket. Aber die Summe seiner Eigenschaften lässt es in Kombination mit dem Preis zu einer ernsthaften Option für all' diejenigen werden, die ein (Gaming-)Notebook mit viel Leistung, edler Materialwahl, sehr guter Verarbeitung und langer Akkulaufzeit außerhalb von Spielen suchen, das nicht „Ich bin ein Gaming-Notebook!“ schreit.

Die Preise für das XMG Fusion 15 beginnen bei 1.599 Euro für das Modell mit GeForce GTX 1660 Ti, 8 GB RAM, einer 250 GB großen SATA-SSD und ohne Betriebssytem. Die ersten Vorbesteller erhalten seit Ende September 2019 ihre Lieferung. Sofort ab Lager verfügbar ist das Notebook derzeit noch nicht. Erst müssen weitere Vorbestellungen abgearbeitet werden. Über den aktuellen Status quo informiert Schenker Technologies auch im Forum von ComputerBase.

ComputerBase hat das XMG Fusion 15 leihweise von Schenker Technologies zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme auf die Veröffentlichung fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

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