Patriot Viper VPR100: RGB-Sync bei der SSD kann bis 30 Prozent Leistung kosten

Michael Günsch 51 Kommentare
Patriot Viper VPR100: RGB-Sync bei der SSD kann bis 30 Prozent Leistung kosten
Bild: Patriot Memory

Patriot bringt mit der Viper VPR100 eine potenziell schnelle M.2-PCIe-SSD mit bis zu 3.300 MB/s auf den Markt, die in ihrem flachen Kühlkörper eine steuerbare RGB-Beleuchtung vereint. Die optischen Reize haben aber einen Nachteil: Patriot weist auf bis zu 30 Prozent geringere Transferraten bei synchronisierter Beleuchtung hin.

NVMe-SSD mit RGB und einem Haken

Ebenfalls mit einem Phison-E12-Controller bestückt, ähneln die Leistungsangaben von bis zu 3.300 MB/s beim Lesen und 2.900 MB/s beim Schreiben dem noch etwas schnelleren Schwestermodell Viper VPN100 (Test). Das Kleingedruckte in den Datenblättern ist aber zu beachten, denn wie Patriot selbst beschreibt, kann die VPR100 bei aktivem „RGB sync“ sogar 20 bis 30 Prozent der Geschwindigkeit beim Lesen und Schreiben verlieren. Der Leistungsverlust hänge vom jeweiligen RGB-Modus ab. Mit einer Software lassen sich verschiedene Farben und Modi einstellen.

Ein erster Test bestätigt den Leistungsverlust durch RGB zwar nicht, zeigt aber erheblich höhere Temperaturen mit angeschalteter Beleuchtung. Überraschend niedrig fallen allerdings die Temperaturwerte ohne RGB aus, weshalb von einer extrem guten (aktiven) Kühlung im Testsystem auszugehen ist. Dem deutlich flacher als bei der VPN100 ausfallenden Kühlkörper allein ist kein großes Kühlpotenzial zuzutrauen. Die VPR100 misst nur 0,7 cm in der Höhe statt den 1,2 cm bei der VPN100 ohne RGB. Allerdings fällt das 8 cm lange M.2-Modul durch den RGB-Kühler 3 mm breiter aus und kommt auf 2,5 cm statt der üblichen 2,2 cm.

Sonst ähnliche Technik wie Viper VPN100

Die technischen Eckdaten lesen sich sonst ähnlich wie bei der VPN100. Der Phison E12, laut den Leistungsangaben muss es der PS5012-E12 sein, spricht den nicht näher spezifizierten 3D-TLC-NAND-Flash über acht Kanäle an. Die elektrische Schnittstelle lautet PCIe 3.0 x4 und das Protokoll NVMe 1.3. Kunden haben die Wahl zwischen Modellen mit 256 GB, 512 GB, 1 TB oder 2 TB nutzbarem Speicherplatz. Ein DRAM-Cache und ein SLC-Cache sind vorhanden.

Bei allen Varianten verspricht Patriot bis zu 3.300 MB/s beim sequenziellen Lesen, die Schreibraten variieren je nach Modell zwischen 1.000 MB/s (256 GB), 2.100 MB/s (512 GB) und maximal 2.900 MB/s (1 TB und 2 TB). Hinter allen Angaben steht ein Verweis auf „RGB unsync“, das aktive „RGB sync“ kann die erwähnten Leistungseinbußen bedeuten. Einfache RGB-Modi ohne Synchronisierung der Effekte sollten also keine Leistung kosten, sofern die von den LEDs erzeugte Wärme nicht zu einer temperaturbedingten Drosselung führt. Das Thema Wärme durch RGB-LEDs ist angesichts extremer Beispiele wie der hitzigen Kingston HyperX Fury RGB nicht zu unterschätzen.

Fünf Jahre Garantie

Bemerkenswert ist noch ein positiver Unterschied zur VPN100: Der Garantiezeitraum der VPR100 fällt mit fünf Jahren statt drei Jahren länger aus. Die vom Hersteller genannten Total Bytes Written (TBW) entsprechen mit 380 TB bis 3.115 TB dem Schwestermodell.

Preise und Verfügbarkeit

Laut Patriot soll die Viper VPR100 RGB SSD „in Kürze“ zu folgenden unverbindlichen Preisempfehlungen erhältlich sein. Weitere Infos liefern die Produktseiten des Herstellers.

  • VPR100-256G 74,90 Euro
  • VPR100-512G 119,90 Euro
  • VPR100-1TB 189,90 Euro
  • VPR100-2TB 379,90 Euro