Oppo: Find X2 (Pro) setzt auf 120-Hz-OLED und 12-Bit-Kamera

Nicolas La Rocco
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Oppo: Find X2 (Pro) setzt auf 120-Hz-OLED und 12-Bit-Kamera
Bild: Oppo

Find X2 und Find X2 Pro sind Oppos neue Smartphone-Flaggschiffe, die Anfang Mai in den deutschen Handel kommen sollen. Das Pro-Modell bietet einen exklusiven Sony-Sensor mit neuem Autofokus und 12 Bit Farbtiefe. Beiden gemein sind das kalibrierte QHD+-Display mit 120 Hz, der Snapdragon 865 mit 5G-Support und schnelles Laden.

Nach der Deutschlandpremiere mit Reno2 und Reno2 Z lässt Oppo Anfang Mai mit dem Find X2 und Find X2 Pro zwei Top-Smartphones für den deutschen Markt folgen. Der erst seit Kurzem offiziell hierzulande aktive Smartphone-Hersteller Oppo, der neben Marken wie iQOO, OnePlus, Realme und Vivo zum chinesischen Konzern BBK Electronics gehört, will mit den neuen Flaggschiffen unter Beweis stellen, dass er es in Europa mit den Top-Geräten von Apple, Huawei und Samsung aufnehmen kann. Um das zu schaffen, bieten beide Varianten des Find X2 einige technisch interessante Details.

120 Hz auch bei voller QHD-Auflösung

Das fängt beim für Find X2 und Find X2 Pro baugleichen OLED-Display an, das auf 6,7 Zoll eine sehr hohe Auflösung von 1.440 × 3.168 Pixeln (519 ppi) bietet und 93,1 Prozent der Vorderseite des Smartphones einnimmt. Das Seitenverhältnis liegt bei 19,8:9. Jedes Panel werde laut Oppo ab Werk kalibriert und decke 100 Prozent des DCI-P3-Farbraums ab, zudem wird HDR10+ unterstützt. Oppo gibt die Helligkeit mit typischen 500 cd/m², 800 cd/m² bei heller Umgebung sowie punktuell bis zu 1.200 cd/m² an. Das Panel arbeitet mit 120 Hz Bildwiederholrate und 240 Hz Touch-Abtastrate – beides, anders als bei Samsungs Galaxy-S20-Serie (Hands-On), mit voller Auflösung. Samsung muss bei nativem QHD auf 60 Hz reduzieren, 120 Hz funktionieren lediglich bei Full HD.

Die eigens entwickelte „O1 Ultra Vision Engine“ soll SDR-Inhalte und solche mit weniger als 120 Hz dynamisch je nach dargestelltem Inhalt für den Bildschirm aufbereiten können. Erfahrung im Bereich Bildaufbereitung hat Oppo über viele Jahre mit der zwischenzeitlich eingestellten Sparte für Blu-ray- und DVD-Player gesammelt.

Gleich für beide Varianten ist der Qualcomm Snapdragon 865, den Oppo mit dem Snapdragon-X55-Modem für 2G- bis 5G-Unterstützung kombiniert. Das Find X2 kommt mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher, das Find X2 Pro mit 12 GB RAM und 512 GB Speicher. Beide Smartphones setzen auf LPDDR5 und UFS 3.0. Als Betriebssystem ist Android 10 mit dem eigenen Aufsatz ColorOS in der neuen Version 7.1 installiert.

Vollständig geladen in unter 40 Minuten

Den Akku lädt Oppo mit der eigenen SuperVOOC-Technik in zweiter Generation mit bis zu 65 Watt (10 V/6,5 A). Oppo teilt den Akku mit 4.200 mAh (Find X2) respektive 4.260 mAh (Find X2 Pro) in jeweils zwei Zellen auf und lädt (und entlädt bei Nutzung) beide Einheiten parallel. Das Find X2 Pro soll sich mit SuperVOOC 2.0 innerhalb von 38 Minuten vollständig aufladen lassen. SuperVOOC 2.0 umfasst das ältere SuperVOOC 1.0 und lädt mit diesen Netzteilen mit noch 20 Watt. Bei Anschluss eines Quick-Charge- oder USB-Power-Delivery-Netzteils sind maximal 18 Watt möglich.

Oppo Find X2 Pro

Find X2 Pro nutzt neuen IMX689-Sensor von Sony

Unterschiede zwischen Find X2 und Find X2 Pro finden sich bei der Kamera, die beim Pro-Modell mit exklusiven Features nicht nur innerhalb der Serie, sondern am gesamten Smartphone-Markt aufwartet. Das Find X2 Pro nutzt für die Hauptkamera den derzeit exklusiv an Oppo gelieferten Sony-IMX689-Sensor, der mit einer Größe von 1/1,4 Zoll der aktuell größte 48-Megapixel-Sensor am Markt ist. Neu ist dessen omnidirektionaler Autofokus per Phasenvergleich (PDAF), der Objektveränderungen nicht nur in vertikaler, sondern auch horizontaler Richtung erkennt. Das soll die Autofokus-Leistung unabhängig von Form und Textur des Objekts verbessern. Die f/1.7-Linse besteht aus sieben Elementen, die Kamera kommt zudem mit optischer Bildstabilisierung (OIS).

Der IMX689 des Find X2 Pro bietet zudem „12 Bit True Capture“, sodass erstmals in einer Smartphone-Kamera 4.096 Tonwerte pro RGB-Kanal erzeugt werden können, während es bei den üblichen 10 Bit nur 1.024 sind. Das soll vor allem dem Dynamikumfang zugutekommen und dem Anwender mehr Möglichkeiten beim Bearbeiten von RAW-Aufnahmen geben.

Hybrider Zoom mit Periskop

Die zweite Kamera des Find X2 Pro nutzt die zweite Generation von Oppos Periskop-Zoom mit einer hybriden (optisch und digital) zehnfachen Vergrößerung sowie bis zu 60-fachen digitalen Vergrößerung. Der 13-Megapixel-Sensor bietet ebenfalls einen OIS, die f/3.0-Linse besteht aus fünf Elementen. Dritte Kamera ist ein Ultraweitwinkel mit 48 Megapixeln auf Basis des Sony IMX856 mit 1/2 Zoll, f/2.2 und 120 Grad Fiel of View.

Oppo Find X2

Für das normale Find X2 setzt Oppo auf eine Triple-Kamera, die im Direktvergleich zum Pro-Modell weniger ausgetüftelt erscheint. Die Hauptkamera arbeitet mit 48 Megapixeln (Sony IMX856, 1/2 Zoll) und f/1.7-Blende sowie OIS. Das Teleobjektiv erreicht eine fünffache hybride Vergrößerung bei f/2.4-Blende und erlaubt digital einen maximal 20-fachen Zoom. Die dritte Kamera ist ebenfalls ein Ultraweitwinkel, hier jedoch mit 12 Megapixeln (Sony IMX708, 1/2,4 Zoll), f/2.2-Blende und 120 Grad Fiel of View.

In Glas, Keramik und „veganem Leder“ ab Mai verfügbar

Abseits der Technik bieten beide Smartphones interessante optische Details. Das Find X2 kommt in der schwarzen Varianten mit Rückseite aus Keramik, während die „Ocean“ genannte Farbe auf Glas setzt. Beim Find X2 Pro gibt es hingegen „veganes Leder“ in knalligem Orange sowie ebenfalls eine schwarze Variante aus Keramik. Je nach Materialwahl unterscheiden sich Abmessungen und Gewicht leicht. Das Find X2 kommt mit IP54-Schutz, das Find X2 Pro mit einer besseren Absicherung nach IP68.

Oppo will das Find X2 ab Anfang Mai zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 999 Euro und das Find X2 Pro für 1.199 Euro in Deutschland auf den Markt bringen.

Oppo Find X2 Oppo Find X2 Pro
Software:
(bei Erscheinen)
Android 10.0
Display: 6,70 Zoll
1.440 × 3.168, 519 ppi
OLED, HDR
Bedienung: Touch, Fingerabdrucksensor, Gesichtsscanner
SoC: Qualcomm Snapdragon 865
1 × Kryo 585 Gold, 2,84 GHz
3 × Kryo 585 Gold, 2,42 GHz
4 × Kryo 585 Silver, 1,80 GHz
7 nm, 64-Bit
GPU: Adreno 650
587 MHz
RAM: 12.288 MB
LPDDR5
Speicher: 256 GB 512 GB
1. Kamera: 48,0 MP, 2160p
Dual-LED, f/1,7, AF, OIS
2. Kamera: 13,0 MP, f/2,4, AF 13,0 MP, f/3,0, AF, OIS
3. Kamera: 12,0 MP, f/2,2, AF 48,0 MP, f/2,2, AF
4. Kamera: Nein
5. Kamera: Nein
1. Frontkamera: 32,0 MP, 1080p
Display-Blitz, f/2,4
2. Frontkamera: Nein
GSM: GPRS + EDGE
UMTS: HSPA+
↓42,2 ↑5,76 Mbit/s
LTE: Advanced Pro
5G: NSA/SA
WLAN: 802.11 a/b/g/n/ac/ax
Wi-Fi Direct, Miracast
Bluetooth: 5.1
Ortung: A-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo
Weitere Standards: USB 3.1 Typ C, NFC
SIM-Karte: Nano-SIM
Akku: 4.200 mAh
fest verbaut
4.260 mAh
fest verbaut
Größe (B×H×T): 74,5 × 164,9 × 8,00 mm
74,4 × 165,2 × 8,80 mm
Variante
74,4 × 165,2 × 10,00 mm
Variante
74,4 × 165,2 × 9,50 mm
Schutzart: IP54 IP68
Gewicht: 187 / 196 g 207 / 199 / 200 g
Preis: 999 € ab 760 € / 1.999 € / ab 1.019 €

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Oppo unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.