Zalman Z-Machine 300: 16 Liter Volumen reichen für zwei Radiatoren

Max Doll
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Zalman Z-Machine 300: 16 Liter Volumen reichen für zwei Radiatoren
Bild: caseking.de

Besonders kompakte, spieletaugliche Mini-ITX-Gehäuse sind nicht mehr nur eine Spielwiese von Startups. Mittlerweile drängen zunehmend etablierte Hersteller in dieses Segment. Zalman legt dafür mit dem Z-Machine 300 ein rund 15 Liter fassendes Gehäuse auf, das auf engem Raum Platz für zwei 240-mm-Radiatoren zur Verfügung stellt.

Damit ist das Z-Machine 300 zwar mehr als doppelt so füllig wie das DAN A4 (Test), an dessen Layout es sich grob orientiert, hat im Gegenzug aber mehr Spielraum bei der Kühlung und kann Komponenten mit höherem Stromverbrauch und mehr Abwärme im Zaum halten.

Wie beim Vorbild wird die Grafikkarte mit einem Riser-Kabel hinter das Mainboard gelegt. Sie darf maximal 310 Millimeter lang sein, zur möglichen Breite oder Höhe, bei kompakten Gehäusen wichtige Informationen, sind keine Angaben verfügbar; das Gehäuse ist zwar schon unter anderem beim Online-Händler Caseking verfügbar, von einer Produktseite beim Hersteller fehlt jedoch jede Spur. Kühler bis zu einer Höhe von 2,5 Slots sollten sich ausgehend von Bildern der Gehäuse-Rückseite aber verbauen lassen.

Für Kühler stehen auf der anderen Seite des Gehäuses 72 Millimeter in der Höhe zur Verfügung. Dies erlaubt es, mittelgroße Top-Blow-Kühler wie den Scythe Big Shuriken 3 einzusetzen. Geöffnet sind die aus Acryl gefertigten Seitenteile aber im Gegensatz zu Konkurrenten nur teilweise. Die größten Möglichkeiten zum Luftaustausch bieten Boden und Deckel. Staubfilter gibt es allerdings an keiner Stelle.

Hauptaugenmerk liegt daher auf der Verwendung von einer oder zwei AiO-Wasserkühlungen für CPU und GPU oder der Nutzung eines eigenen Kühlkreislaufes. Eine Montagemöglichkeit für eine integrierte Pumpen-AGB-Einheit bietet Zalman werksseitig an. Darüber hinaus können drei 2,5"-Laufwerke und ein Netzteil im SFX- oder SFX-L-Formfaktor verbaut werden.

Großer Preis trotz großem Hersteller

Das Z-Machine wird in den Farben Silber, Grau und Pink bereits für rund 300 Euro als ab Lager verfügbar gelistet. Zu diesem Preis hat Zalman im Prinzip jedes andere Gehäuse in diesem Segment zur Konkurrenz: Das NZXT H1 kommt zum ähnlichen Preis schon mit Netzteil und CPU-Kühler. Ghost S1 und Dan A4 sind billiger zu haben, allerdings ebenso wie das selbst mit Versand und Zollgebühren knapp günstigere Ncase M1, das ebenfalls der Crowdfunding-Riege entstammt, weniger deutlich auf Wasserkühlungen ausgerichtet.

Zalman Z-Machine 300
Mainboard-Format: Mini-ITX, Thin Mini-ITX
Chassis (L × B × H): 330 × 160 × 310 mm (16,37 Liter)
Seitenfenster
Material: Aluminium, Acryl
Nettogewicht: 3,80 kg
I/O-Ports: HD-Audio, RGB-Beleuchtung
Einschübe: 3 × 2,5" (intern)
Erweiterungsslots: 2
Lüfter: Deckel: 2 × 120 mm (optional)
Boden: 2 × 120 mm (optional)
Staubfilter:
Kompatibilität: CPU-Kühler: 72 mm
GPU: 310 mm
Netzteil: 130 mm
SFX-Formfaktor
Preis: