Ampere Altra Max („Mystique“): 128 ARM-Kerne für Cloud und Server

Sven Bauduin 64 Kommentare
Ampere Altra Max („Mystique“): 128 ARM-Kerne für Cloud und Server
Bild: Ampere

Nach dem 80-Kern-Prozessor Altra legt Ampere mit dem Altra Max („Mystique“) einen 128-Kern-ARM-Prozessor ohne SMT für Cloud und Server auf, der es unter anderem mit AMD Epyc 7002 („Rome“) aufnehmen soll. Der Cloud-Prozessor und dessen Plattform unterstützen zudem 2-Sockel-Konfigurationen und bis zu 8 TB DDR4-3200 mit ECC.

Gleiches Design mit noch mehr ARM-Kernen

Der neue Ampere Altra Max mit seinen 128 ARM-Prozessorkernen auf Basis der Architektur ARM v8.2+ alias Neoverse N1 stammt wie bereits sein Vorgänger aus TSMCs 7-nm-Fertigung (N7) und ist zu diesem Sockel-kompatible. Wie der reguläre Altra nutzt auch der Altra Max den Sockel LGA 4926 und kann bis zu 128 Lanes nach PCI Express 4.0 auf einem respektive 192 Lanes mit zwei Sockeln anbinden. Über die übrigen 64 Lanes kommunizieren die beiden CPUs miteinander.

Ampere wirbt mit einer besseren Leistungsskalierung seiner CPUs im Vergleich zu einem AMD Epyc 7742 und Intel Xeon Platinum 8160.

Altra und Altra Max sollen sich durch ihre lineare Leistungsskalierung auszeichnen
Altra und Altra Max sollen sich durch ihre lineare Leistungsskalierung auszeichnen (Bild: Ampere)

Der Ampere Altra Max kann über sein CCIX bis zu vier ASIC- oder FPGA-Beschleuniger ansprechen und lässt sich pro Sockel mit 4 TB DDR4-Arbeitsspeicher mit bis zu 3.200 MT/s und ECC-Unterstützung flankieren, der im Octa-Channel betrieben wird. Insgesamt sind also Konfigurationen mit 256 ARM-v8.2-Kernen sowie 8 TB DDR4-3200 für Cloud-Server realisierbar, wie zuvor jedoch ohne Simultaneous Multithreading (SMT).

Erste Samples im vierten Quartal 2020

Die ersten Samples des Altra Max will Ampere im vierten Quartal dieses Jahres an seine Partner ausliefern, die breite Verfügbarkeit des 128-Kern-ARM-Prozessors gibt der Hersteller mit Mitte 2021 an.

Altra-Portfolio und SKUs bekannt

Der Vorgänger mit 80-ARM-Kernen zeigte sich in bestimmten Benchmarks bereits auf Augenhöhe mit AMD Epyc Rome und besitzt nun sein eigenes SKU-Portfolio. Den Anfang macht der Altra Q32-17 mit 32 ARM-Kernen und 1,7 GHz Takt sowie einer TDP von 45 bis 53 Watt. An der Spitze thront der Altra Q80-33 mit seinen 80 Kernen und einer Taktfrequenz von 3,3 GHz bei 250 Watt.

Ampere Altra mit 32 bis 80 Kernen und einer TDP von 45 bis 250 Watt
Ampere Altra mit 32 bis 80 Kernen und einer TDP von 45 bis 250 Watt (Bild: Ampere)

Auch beim Altra besitzen alle aufgeführten Modelle und Varianten ein Octa-Channel-Speicherinterface und unterstützen bis zu 4 TB Hauptspeicher pro Sockel.

Siryn in 5 nm für 2022 geplant

Der eigentliche Nachfolger der Serien Altra sowie Altra Max soll ab 2022 der in 5 nm gefertigte Siryn sein, der laut Ampere in Form von ersten Testsamples bereits seinen Tape-Out erfolgreich hinter sich gebracht haben soll. Auch Siryn soll über 128 ARM-Kerne verfügen und gilt zudem als Kandidat für DDR5 und PCIe 5.0 sowie die neue ARM-v9-Architektur.

Der Ampere Siryn in 5 nm soll 2022 auf Altra und Altra Max folgen
Der Ampere Siryn in 5 nm soll 2022 auf Altra und Altra Max folgen (Bild: Ampere)

Weitere Informationen stellt Ampere im offiziellen Datenblatt (PDF) der ARM-Prozessoren zur Verfügung.