Intel Core i9-10850K: Mainboardhersteller führen „günstigen“ Zehn-Kerner

Volker Rißka 95 Kommentare
Intel Core i9-10850K: Mainboardhersteller führen „günstigen“ Zehn-Kerner
Bild: Intel

Seit Tagen ranken bereits Gerüchte, nun wird es offizieller: Mainboardhersteller haben den Intel Core i9-10850K in ihre Support-Listen eingepflegt und bestätigen damit quasi den Neuzugang offiziell. Das interessanteste an der CPU ist sein eventuell etwas günstigerer Preis für einen Zehn-Kerner von Intel.

Prognosen aus dem Handel sprechen der CPU einen Preis um die 450 bis 470 Euro zu. Das wäre günstiger als das Flaggschiff Core i9-10900, aber nicht pauschal der günstigste Zehn-Kern-Prozessor von Intel. Denn diesen gibt es in Form der grafiklosen 65-Watt-Version Core i9-10900F als Tray-Modell bereits für unter 420 Euro lieferbar in Deutschland. Wird jedoch Wert auf einen freien Multiplikator gelegt, wie es auch der neue Core i9-10850K impliziert, werden aber mindestens 480 Euro fällig, dann gibt es den 10900KF. Hier könnte der Neuling einen kleinen Vorteil bieten.

Wo die Nachteile des 10850K gegenüber den 10900K liegen, lässt sich bisher schwer abschätzen. Laut Support-Listen hat er das gleiche Stepping, die gleiche Cache-Menge und ebenfalls die gleiche TDP. Gerade letzteres sagt aber nichts über den Takt in verschiedenen Szenarien aus. Denn Intel legt ganz verschiedene Tau-Zeiten für die Betriebsmodi PL1 und PL2 an. In der Basis geht der 10850K mit 100 MHz weniger an den Start, es ist sehr wahrscheinlich, dass auch die Turbo-Stufen minimal darunter liegen. 5,2 GHz als absolutes Maximum waren in der Gerüchteküche zu lesen, sind aber nicht bestätigt.

Beim Erscheinungsdatum gehen die Informationen auseinander. Ohnehin wird jedoch ein Paperlaunch vermutet, der im besten Fall schon in diesen Tagen über die Bühne gehen könnte, oder aber auch erst in den kommenden Wochen. Zehn-Kerner sind vor allem als K-Modell nach wie vor kaum verfügbar, oft kommen nur Tray-Modelle in die Shops.

Update 27.07.2020 19:36 Uhr

Mit 100 MHz weniger lassen sich 35 US-Dollar sparen

In der Zwischenzeit hat die Website PCWorld eine Übersicht aller Comet Lake-S inklusive des Core i9-10850K veröffentlicht, die auch den Preis des Zehn-Kern-Prozessors verrät.

Fällt die Wahl auf den Core i9-10850K, lassen sich demnach 35 US-Dollar im Vergleich zum 100 MHz schneller taktenden Spitzenmodell Core i9-10900K sparen. Der Core i9-10850K soll bei der Abnahme von 1.000 Stück einen UVP von 453 US-Dollar exklusive Steuern besitzen.

Damit bleibt das 65-Watt-Modell Core i9-10900F ohne Grafikeinheit mit einem UVP von 422 US-Dollar Intels günstigster 10-Kern-Prozessor. Der i9-10850K kann dafür seinerseits auf einen offenen Multiplikator und eine Intel UHD Graphics 630 zurückgreifen.