Asus Zenfone 7 (Pro): Dreifach-Klappkamera trifft auf Snapdragon 865 (Plus)

Nicolas La Rocco
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Asus Zenfone 7 (Pro): Dreifach-Klappkamera trifft auf Snapdragon 865 (Plus)
Bild: Asus

Die nächste Generation Asus Zenfone steht in den Startblöcken und setzt das Konzept der Klappkamera mit nun aber drei Objektiven fort. Damit können Selfies in der gleichen Qualität wie mit den rückseitigen Kameras geschossen werden. Beim Zenfone 7 und Zenfone 7 Pro sind außerdem der Snapdragon 865 (Plus) und 5.000 mAh an Bord.

Asus ist einer der wenigen Smartphone-Hersteller, der auf eine Notch im Display oder eine Punch-Hole-Aussparung für die Frontkamera verzichtet. Stattdessen gibt es beim Zenfone 7 und Zenfone 7 Pro (jetzt mit kleinem „f“), die für 699 Euro und 799 Euro nach Deutschland kommen, auf den ersten Blick gar keine Selfie-Kamera. Der Clou des Smartphones ist erneut ein Klappmechanismus, der die drei rückseitigen Kameras in Schritten von 45 Grad von der Rückseite nach vorne für Selfies klappen lässt.

Verbaut sind insgesamt drei Kameras für Weitwinkel, Ultraweitwinkel und Tele, die sich alle drei auch für Selfies verwenden lassen. Unterschiede in Sachen Qualität zwischen hinterer und vorderer Kamera sollen so Geschichte sein. Unterschiede zwischen Zenfone 7 und Zenfone 7 Pro gibt es bei den Kameras nur bezüglich des optischen Bildstabilisators für Weitwinkel und Tele, den nur das Pro-Modell bietet.

Motor soll 200.000 Klappvorgänge schaffen

Den Motor für den Klappmechanismus hat Asus laut eigenen Angaben von 0,47 cm³ auf 0,28 cm³ Volumen im Gehäuse reduziert und diesen dennoch mit einer mehr als der doppelten Drehkraft ausgestattet. Wurden beim ZenFone 6 (Test) noch 100.000 Klappvorgänge garantiert, soll das Zenfone 7 diesen Wert auf 200.000 bringen. Laut Asus entspreche dies 100 täglichen Klappvorgängen über einen Zeitraum von fünf Jahren. Ein Sensor soll dafür sorgen, dass sich die Kamera beim Sturz automatisch einklappt, außerdem erkennt das Smartphone, wenn ein Gegenstand oder Finger die Kameras blockiert.

Hauptkamera mit vielen Fokuspunkten

Für die Hauptkamera setzt Asus auf den Sony IMX686 als Sensor, der bei einer Größe von 1/1,7 Zoll 64 Megapixel bietet und zwei Dioden pro Pixel für den Autofokus per Phasenvergleich nutzt. Damit steht die gesamte Sensorfläche für den Autofokus zur Verfügung, was als Dual-Pixel-Technologie bezeichnet wird. Dabei erlaubt Asus' Kamera-App einen Split zwischen Fokus und Belichtung, sodass der gesetzte Fokuspunkt nicht der Referenzpunkt für die Belichtung sein muss. Videoaufnahmen sind in bis zu 8K30 mit der Hauptkamera oder 4K60 mit dem Ultraweitwinkel möglich.

Snapdragon 865 (Plus) mit 8 GB RAM

Unter der Haube des Zenfone 7 werkelt der Snapdragon 865 mit 8 GB RAM und 128 GB erweiterbarem Flash-Speicher, während das Zenfone 7 Pro den etwas schnelleren Snapdragon 865 Plus nutzt, der mit ebenfalls 8 GB RAM, aber 256 GB erweiterbarem Flash-Speicher gepaart wird. Auf anderweitige technische Unterschiede verzichtet Asus. Das AMOLED-Display ist jeweils 6,67 Zoll groß, stammt von Samsung, unterstützt HDR10+, kommt mit 90 Hz und soll besonders hell werden. Asus nennt 550 cd/m² bei 100 Prozent APL, bis zu 700 cd/m² im Outdoor-Modus und eine punktuelle Spitzenhelligkeit von 1.000 cd/m².

Großer Akku lässt sich individuell laden

Hervorzuheben ist auch der erneut 5.000 mAh große Akku, für den Asus verschiedene Lademechanismen anbietet. Zunächst einmal nutzten beide Varianten Quick Charge 4.0 mit 30 Watt, sodass 60 Prozent in 34 Minuten und 100 Prozent in 93 Minuten erreicht werden sollen. Die Vergleichswerte des ZenFone 6 lagen bei 57 und 154 Minuten. Um den Akku zu schonen, lässt sich dieser aber auch stets langsam laden, etwa wenn das Smartphone ohnehin über Nacht mehrere Stunden am Ladekabel hängt.

Außerdem kann festgelegt werden, dass der Akku nur bis zu einer bestimmten Kapazität geladen und erst kurz vor dem Wecker voll geladen wird. Anwender können auch eigene Energiesparmodi mit individuellen Parametern erstellen. Selbiges gilt für den Stromsparmodus für Apps, die sich einzeln für das Laufen im Hintergrund ausnehmen lassen. Wichtige Anwendungen wie etwa die Corona-App bleiben so stets aktiv.

Marktstart ab 700 Euro

Das Zenfone 7 (Pro) läuft mit Android 10 und einem leicht angepassten, jedoch Stock-ähnlichen ZenUI, das von Asus vor allem hinsichtlich der Reaktionszeit optimiert worden sein soll. Der Hersteller vergleicht sich mit Konkurrenten wie Samsung und verspricht die kürzesten Ladezeiten der Branche für Dinge wie das Starten des Smartphones, die Bildvorschau in der Galerie, das Entsperren, das Annehmen von Telefonaten oder das Öffnen von 24 Anwendungen über drei Durchgänge.

Zenfone 7 und Zenfone 7 Pro sollen voraussichtlich am 1. September für 699 Euro und 799 Euro in Aurora Black und Pastel White auf den Markt kommen.

Asus Zenfone 7 Asus Zenfone 7 Pro
Software:
(bei Erscheinen)
Android 10.0
Display: 6,67 Zoll, 1.080 × 2.280
378 ppi
AMOLED, HDR, Gorilla Glass 6
Bedienung: Touch, Fingerabdrucksensor, Status-LED
SoC: Qualcomm Snapdragon 865
1 × Kryo 585 Gold, 2,84 GHz
3 × Kryo 585 Gold, 2,42 GHz
4 × Kryo 585 Silver, 1,80 GHz
7 nm, 64-Bit
Qualcomm Snapdragon 865 Plus
1 × Kryo 585 Gold, 3,10 GHz
3 × Kryo 585 Gold, 2,42 GHz
4 × Kryo 585 Silver, 1,80 GHz
7 nm, 64-Bit
GPU: Adreno 650
587 MHz
RAM: 8.192 MB
LPDDR5
Speicher: 128 GB (erweiterbar) 256 GB (erweiterbar)
1. Kamera: 64,0 MP, 4320p
Dual-LED, f/1,8, AF
64,0 MP, 4320p
Dual-LED, f/1,8, AF, OIS
2. Kamera: 12,0 MP, f/2,2, AF
3. Kamera: 8,0 MP, f/2,4, AF 8,0 MP, f/2,4, AF, OIS
4. Kamera: Nein
5. Kamera: Nein
1. Frontkamera: Nein
2. Frontkamera: Nein
GSM: GPRS + EDGE
UMTS: HSPA+
↓42,2 ↑5,76 Mbit/s
LTE: Advanced Pro
↓1.800 ↑150 Mbit/s
5G: NSA/SA
↓3,60 ↑0,54 Gbit/s
WLAN: 802.11 a/b/g/n/ac/ax
Wi-Fi Direct
Bluetooth: 5.1
Ortung: A-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo, QZSS, NavIC
Weitere Standards: USB 3.1 Typ C, NFC
SIM-Karte: Nano-SIM, Dual-SIM
Akku: 5.000 mAh
fest verbaut
Größe (B×H×T): 77,2 × 165,0 × 9,90 mm
Schutzart:
Gewicht: 235 g
Preis: 699 € 799 €