Apps aus China: TikTok und WeChat werden in den USA verboten

Michael Günsch 123 Kommentare
Apps aus China: TikTok und WeChat werden in den USA verboten
Bild: Google Play

Auf Bestreben des US-Präsidenten Donald Trump werden in den USA Verbote für die chinesischen Mobile-Apps TikTok und WeChat durchgesetzt. Ab dem 20. September darf WeChat und ab dem 12. November darf TikTok in den USA nicht mehr nutzbar sein. Auch andere Dienste im Zusammenhang mit den Apps werden untersagt.

US-Präsident sieht nationale Sicherheit gefährdet

Als Reaktion auf die am 6. August 2020 unterzeichneten Executive Orders von US-Präsident Trump kündigte das Handelsministerium heute die Verbote für das Videoportal TikTok und den Chat-Dienst WeChat an. Als Begründung wird der Schutz der nationalen Sicherheit angeführt: „Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) hat die Mittel und Motive aufgezeigt, mit denen diese Apps die nationale Sicherheit, die Außenpolitik und die Wirtschaft der USA gefährden können“, heißt es in einer Pressemitteilung. Beide Apps würden zum einen riesige Datenmengen von Benutzern inklusive Standortdaten sammeln. Die wesentliche Gefahr sehen die USA aber in der mutmaßlichen Zusammenarbeit mit den chinesischen Geheimdiensten. Die Apps seien „aktiv an der zivil-militärischen Fusion Chinas beteiligt“, heißt es weiter.

Verbot für WeChat ab Sonntag, längere Frist für TikTok

Ab dem 20. September werden zunächst sämtliche Dienste zur Verbreitung und Wartung der WeChat- und TikTok-App oder deren Updates über Online-Stores in den USA untersagt. Beide Apps dürfen dann nicht mehr in den US-AppStores von Google und Apple angeboten werden. Ab diesem Datum sind auch Dienste, die Geldtransfers über die WeChat-App bereitstellen, untersagt. Das eigentliche Verbot der Anwendungen in den USA soll im Falle von WeChat ab dem 20. September und im Falle von TikTok ab dem 12. November dieses Jahres gelten, denn ab dann dürfen Internet- und Netzwerkdienste in den USA die Apps nicht mehr unterstützen.

Für TikTok besteht nun noch eine Frist bis zum besagten 12. November, um Sicherheitsbedenken auszuräumen und die Sperre abzuwenden.