3DMark: Neuer Test nutzt Raytracing in (fast) vollem Umfang

Michael Günsch
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3DMark: Neuer Test nutzt Raytracing in (fast) vollem Umfang
Bild: UL

Dem Grafik-Benchmark 3DMark wurde ein weiterer Parcours mit nochmals größerem Fokus auf Raytracing-Effekte hinzugefügt. 3DMark DirectX Raytracing Feature Test lautet der weniger klangvolle Name, der für Grafikkarten mit DXR-Unterstützung wie die Nvidia GeForce RTX 3000 oder AMD Radeon RX 6000 bestimmt ist.

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Schon im Januar 2019 hatte UL, die Firma hinter 3DMark und PCMark, den 3DMark um das Szenario Port Royal (Bericht) erweitert, das Echtzeit-Raytracing nach Microsoft DXR nutzt, um Reflexionen und Schatten darzustellen. Seinerzeit waren die GeForce-RTX-2000-Grafikkarten von Nvidia die ersten und einzigen, die DXR-Support bieten. Kurz nach der Einführung der GeForce RTX 3000 und kurz vor dem Marktstart der Radeon RX 6000 erscheint nun der 3DMark DirectX Raytracing Feature Test.

Raytracing für die gesamte Szene statt nur Effekte

Im Gegensatz zu Port Royal ist der Einsatz von Raytracing nicht nur auf bestimmte Effekte beschränkt, sondern nahezu die gesamte Szene wird mit Raytracing berechnet – ein „minimaler Anteil von klassischem Rendering“ soll laut dem Technik-Guide (PDF) dennoch vorhanden sein. Dementsprechend soll der Test durch die Raytracing-Leistung von Grafikkarten limitiert werden, klassisches Rendering spiele praktisch keine Rolle.

Real-time ray tracing is incredibly demanding. The latest graphics cards have dedicated hardware that’s optimized for ray-tracing operations. Despite the advances in GPU performance, the demands are still too high for a game to rely on ray tracing alone. That’s why games use ray tracing to complement traditional rendering techniques.

The 3DMark DirectX Raytracing feature test is designed to make ray tracing the limiting factor. Instead of relying on traditional rendering, the whole scene is ray-traced and drawn in one pass.

The result of the test depends entirely on ray-tracing performance, which means you can measure and compare the performance of dedicated ray-tracing hardware in the latest graphics cards.

Der lediglich in den kostenpflichtigen Versionen 3DMark Advanced und 3DMark Professional (Jahreslizenz) angebotene DirectX Raytracing Feature Test setzt eine GPU mit Treiberunterstützung für DirectX Raytracing Tier 1.1 voraus. Der Test läuft mit einer Renderauflösung von 2.560 × 1.440 Pixeln (WQHD) sowie 12 Samples pro Pixel. Die weiteren Anforderungen lesen sich wie folgt:

Systemanforderungen
OS Windows 10 64 Bit Version 2004 (Mai 2020 Update)
CPU Dual Core
GPU DirectX 12 kompatibel, mit Treiberunterstützung für DirectX Raytracing Tier 1.1
Videospeicher 6 GB
Massenspeicher 1 GB

Die Redaktion dankt Community-Mitglied „VelleX“ für den Hinweis zu dieser Meldung.

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    UL 3DMark ist der Referenz-Benchmark für Grafikkarten. Diese Version wird seit 2013 kontinuierlich weiterentwickelt.

    • Version 2.21.7312 Deutsch
    • Version Systeminfo 5.44