Schenker Vision 15: Das erste Referenz-Notebook mit Intels NUC M15 Kit

Frank Meyer 28 Kommentare
Schenker Vision 15: Das erste Referenz-Notebook mit Intels NUC M15 Kit
Bild: Intel

Das von Intel für OEMs bereit gestellte „NUC M15 Laptop Kit“ nutzt Schenker für das 1.500 Euro teure und bereits im Oktober erwartete Tiger-Lake-Notebook Vision 15. Im mit einer Höhe von 15 mm schlanken 15-Zoll-Whitebook stecken der Core i7-1165G7, 16 GB RAM und ein 450 cd/m² helles sowie sparsames Touch-Display.

Intels NUC M15 Laptop kommt von Schenker als Vision 15

Das Schenker Vision 15 ist ein von Intel unter der Kennung „NUC M15 Laptop Kit“ entwickeltes Premium-Laptop-Konzept, das der Hersteller unter Zuhilfenahme des Whitebook (Bishop County) als Kooperation vermarktet. Im Grunde ist es eine Interpretation der neuen Notebook-Plattform auf Basis der aktuellen Prozessorgeneration Tiger Lake in 15 Zoll. Die Vorgaben für ein solch mobiles Arbeitsgerät sind genau wie bei den Geschwistern im 13-Zoll-Formfaktor klar abgesteckt, sofern das finale Produkt im Handel mit dem vom Chipentwickler aufgelegten Qualitätssiegel des „evo-Programm“ angeboten werden soll.

Das NUC M15 Laptop Kit, das bei Intel intern unter der Bezeichnung „Bishop County“ läuft, ist ein „Tiger-Lake-Referenz-Laptop mit Touch-Display“ und mit einem Grundpreis von 1.500 Euro im Premium-Segment angesiedelt. Unter anderem verfügt das Notebook „über ein optimales Mainboard-Design samt passend konzipiertem Kühlsystem“, das durch die Basis als Intel-Whitebook so früher oder später auch bei weiteren Herstellern zum Einsatz kommen dürfte.

Intel-Plattform im Alu-Chassis wiegt 1,7 kg

Die neue Intel-Plattform steckt beim Vision 15 in einem 355 × 230 × 15 mm (B × T × H) großen Chassis aus Aluminium, gefertigt aus Vollmaterial. Darüber hinaus ist die Oberfläche silber eloxiert. Das Leichtbaumaterial bietet Vorteile bei den Wärmeleiteigenschaften und trägt maßgeblich dazu bei, dass trotz des generell schwereren Touch-Displays das Gesamtgewicht für ein 15-Zoll-Modell gering bleibt. 1,68 kg bringt das Schenker Vision 15 mit dem fest verbauten 73-Wh-Akku auf die Waage. Das um 180 Grad umlegbare glänzende Display nutzt ein 15,6 Zoll großes IPS-Panel mit Full-HD-Auflösung und einer Maximalhelligkeit von 450 cd/m². Mindestens 90 Prozent des sRGB-Farbraumes sollen abbildbar sein.

Core i7-1165G7 macht den Anfang, der Core i5-1135G7 folgt

Im Inneren des Schenker Vision 15 alias Intels NUC M15 Laptop Kit steckt zu Anfang der bis zu 4,7 GHz schnelle Core i7-1165G7 mit vier Kernen und SMT bei einer TDP von 28 Watt, der von für die Geräteklasse typischen 16 GB LPDDR4X-Arbeitsspeicher mit 4.266 MHz flankiert wird. Im Verlauf des ersten Halbjahres 2021 plant Schenker in Anlehnung an die Maßgabe des Kooperationspartners auch eine langsamere Konfiguration mit dem Core i5-1135G7 sowie einen Ableger mit Intel-vPro-Prozessoren nachzulegen.

Da Intels 11. Gen Notebook-CPUs aus der zum Vorgänger Ice Lake optimierten 10-nm-Fertigung, Codename Tiger Lake-U (Test), bereits PCIe-4.0-Datenleitungen bieten, kommen bei den Intel-Whitebooks M.2-SSDs der neueren Generation mit mindestens 250 GB Speicher zum Einsatz. Die Aufbereitung der Bildsignale übernimmt die im Intel-Prozessor integrierte Iris-Xe-GPU (G7) mit 96 Ausführungseinheiten. Eine dedizierte Grafikkarte ist von Intel nicht vorgesehen, weshalb auch das Vision 15 darauf verzichtet. So soll das Notebook Laufzeiten von über 10 Stunden bei der Wiedergabe von Videos erreichen aber allem voran im Leerlauf nur geringe 3 Watt verbrauchen.

2 × Thunderbolt 4 und Schnellladen via USB C

Auch bei den Schnittstellen und der Konnektivität bewegt sich das Schenker Vision 15 in den durch das NUC M15 Laptop Kit vorgegebenen Rahmenbedingungen seitens Intel. Für schnelle Datentransfers inklusive der Zusatzfunktionen wie Power Delivery und DisplayPort-Ausgänge sind zweimal Thunderbolt 4 über USB Typ C geboten. Unterstützt wird zudem das Schnellladen des Akkus über ein 65-Watt-Netzteil via USB C, das den Energiespeicher in 90 Minuten von 20 auf 90 Prozent bringt. Über einmal HDMI 2.0b können weitere externe Bildschirme angesteuert werden. Zusätzlich gibt es zweimal USB Typ A (USB 3.2 Gen2) und einen 2-in-1-Audioanschluss im 3,5-mm-Klinkenformat.

Intel NUC M15 Laptop Kit
Intel NUC M15 Laptop Kit (Bild: Intel)
Intel NUC M15 Laptop Kit
Intel NUC M15 Laptop Kit (Bild: Intel)

Wi-Fi 6 über Intel-Modul und „bessere“ Stereo-Lautsprecher

Die Kommunikation im Netzwerk übernimmt ein WLAN-Modul von Intel mit aktuellem Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.1. Für Videokonferenzen stehen eine an der Oberkante des Displays positionierte, Windows-Hello-kompatible HD-Infrarot-Webcam, vier integrierte Mikrofone und Stereo-Lautsprecher zur Verfügung. Darüber hinaus bietet das Notebook eine für das Premium-Segment übliche hintergrundbeleuchtete Tastatur, die in zwei Stufen in der Leuchtkraft einstellbar ist und ein Microsoft-Precision-Touchpad mit einer Oberfläche aus Glas.

Vorbestellungen ab Dezember möglich, im Januar wird ausgeliefert

Ab dem 4. Dezember 2020 kann das Vision 15 zu einem Einstiegspreis von 1.499 Euro (inkl. 16 % MwSt., in einigen Ländern gelten davon abweichende Steuersätze) bei Schenker vorbestellt werden. Die Auslieferung erfolgt voraussichtlich ab Ende Januar. Zunächst bietet Schenker Technologies eine Ausstattungsvariante in „Shadow Grey“ (silber) mit Intels Core i7-1165G7 und 16 GB LPDDR4X-4266 RAM an. In der Grundkonfiguration steckt zudem eine 250 GB große Samsung SSD 970 EVO Plus im M.2-Format, welche jedoch über den Hersteller-Shop durch schnellere und größere Modelle ersetzt werden kann. Im Laufe des ersten Halbjahres 2021 sind weitere Ausstattungsvarianten zu erwarten, darunter ein Modell mit Core i5-1135G7, ein Ableger mit Intel-vPro-Prozessoren und eine Gehäusevariante in der Farbvariante „Midnight Black“ (schwarz). Die Herstellergarantie beläuft sich auf typische 36 Monate.

Als Alternative auch angepasst auf Linux-OS geplant

Das Schwesterunternehmen Tuxedo Computers wird das Referenz-Notebook zudem unter der Modellbezeichnung InfinityBook Pro 15 Gen6 in einer auf die Gegebenheiten unter Linux optimierten Version auf den Markt bringen – einschließlich eines herstellerspezifischen BIOS und speziell angepasster Treiber, welche etwa die Funktion der Sondertasten und der Lüftersteuerung unter Linux sicherstellen. Wann die Markteinführung erfolgen soll, ist aktuell noch nicht bekannt.