3DMark: Mesh Shader Feature Test veröffentlicht

Michael Günsch
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3DMark: Mesh Shader Feature Test veröffentlicht
Bild: UL

Der Chefarchitekt von Intels Grafiksparte hatte gestern schon verraten, dass der populäre Grafikbenchmark 3DMark bald einen neuen Feature-Test erhält. Heute ist es bereits soweit: UL hat mit dem Update auf Version 2.17.7137 den neuen Mesh Shader Feature Test veröffentlicht.

Der spezielle Test soll zeigen, „wie Game-Engines die Leistung verbessern können, indem sie Mesh Shader in der Grafikpipeline verwenden“.

Mesh Shader sind Bestandteil der API-Sammlung DirectX 12 Ultimate von Microsoft. Durch die Umstellung auf Mesh Shader soll der Flaschenhals bei der Geometrieberechnung von 3D-Szenen mit vielen Objekten geweitet werden. Das Hauptziel der Mesh Shader besteht darin, die Flexibilität und Leistung der Geometrie-Pipeline zu erhöhen.

Im Oktober 2019 hatte Microsoft einen Ausblick auf Mesh Shader gegeben und die Funktion erklärt. Bereits ein Jahr zuvor hatte Nvidia auf die Möglichkeiten mit Mesh Shadern hingewiesen.

Microsoft beschreibt die Mesh-Shader-Pipeline
Microsoft beschreibt die Mesh-Shader-Pipeline (Bild: Microsoft)
Nvidia stellte Mesh Shader schon 2018 vor
Nvidia stellte Mesh Shader schon 2018 vor (Bild: Nvidia)

Intels Raja Koduri hatte schon einen Screenshot aus dem Mesh Shader Feature Test veröffentlicht, der zeigen sollte, dass dieser auf der kommenden Gaming-Grafikkarte Xe HPG läuft.

Der Mesh Shader Feature Test steht nur für die kostenpflichtige Advanced- und Professional-Version des 3DMark zur Verfügung. Für die Gratisausgabe in Form des 3DMark Basic gibt es die Feature-Tests nicht.

Update 11.02.2021 14:28 Uhr

UL hat jetzt nähere Informationen zum Mesh Shader Feature Test veröffentlicht. Der Test besitzt zwei Durchgänge: Im ersten wird mit herkömmlicher Methode gerendert, damit ein Vergleichswert vorliegt. Erst im zweiten Durchgang kommen Mesh Shader zum Einsatz. In beiden Fällen wird die jeweils durchschnittliche Bildrate (FPS) ermittelt und am Ende verglichen. Das Endresultat nennt das Leistungsplus durch die Mesh-Shader-Methode in Prozent. Zusätzlich gibt es einen „interaktiven Modus“, mit dem die Vorteile durch Mesh Shader veranschaulicht werden sollen.

Als Systemvoraussetzungen nennt UL eine zu DirectX 12 Ultimate kompatible Grafikkarte mit Treiberunterstützung für Mesh Shader, eine Dual-Core-CPU sowie Windows 10 in der 64-Bit-Version mit May 2020 Update (Version 2004). Derzeit werden Mesh Shader von den GPU-Architekturen Turing und Ampere bei Nvidia und RDNA 2 bei AMD sowie in Zukunft auch Intels Xe-HPG-Architektur unterstützt. Weitere Informationen zum Testverfahren werden im aktualisierten digitalen Handbuch für den 3DMark geliefert.

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    UL 3DMark ist der Referenz-Benchmark für Grafikkarten. Diese Version wird seit 2013 kontinuierlich weiterentwickelt.

    • Version 2.17.7137 Deutsch