BMW OS 7: Remote Software Upgrade 11/20 bringt Alexa ins Auto

Nicolas La Rocco
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BMW OS 7: Remote Software Upgrade 11/20 bringt Alexa ins Auto
Bild: BMW

BMW hat die Verfügbarkeit des nächsten großen Remote Software Upgrades mit der Versionsnummer 11/20 bekannt gegeben, das für mehr als eine Million Fahrzeuge mit BMW Operating System 7 angeboten wird. Die neue Version bringt Amazon Alexa ins Auto, vereinfacht das Übertragen von Fahrerprofilen und erweitert den BMW Assistant.

Das Remote Software Upgrade 11/2020 (RSU) lässt sich auf allen Baureihen mit BMW Operating System 7 installieren, das seit 2018 mit dem damals neuen X5 angeboten wird. Das Upgrade wird ab sofort verteilt, aber wie bei Android-Updates für Smartphones nicht an alle Autos auf einmal. Zumal es aktuell aufgrund der Corona-Situation mit Auswirkungen auf Verfügbarkeiten von Supportkapazitäten zu zeitlichen Verschiebungen beim Roll-Out des aktuellen Upgrades in einzelnen Märkten kommen könne, so BMW.

Ab November 2020 produzierte Fahrzeuge sind bereits ab Werk mit der neuen Version ausgestattet. Voraussetzung für die Installation des RSU 11/20 ist das RSU 07/20, das seit Mitte Oktober des letzten Jahres angeboten wird. Wie BMW erklärt, wird immer nur das nächstmögliche Upgrade angeboten. Der Nutzer könne nie eine falsche Version installieren.

Werden diese Voraussetzungen erfüllt, kann das Update direkt im Auto Over the Air (OTA) oder zunächst über das Smartphone heruntergeladen, übertragen und installiert werden. Einer Infografik zufolge misst das Update je nach Fahrzeug 800 MB bis 1,2 GB. Die umfangreicheren Upgrades wie das 07/20 oder jetzt das 11/20 sollen „selten mehr als 20 Minuten“ benötigen.

Alexa zieht ins Auto ein

Das RSU 11/20 kommt mit einer Tiefenintegration von Amazon Alexa, sodass sich die Sprachassistentin im Auto wie zu Hause nutzen lassen soll. BMW nennt als Beispiele das Bearbeiten von Einkauflisten, Abrufen von Nachrichten oder Abspielen von Musik. Über Alexa lassen sich zudem mit der Sprachassistentin verbundene Smart-Home-Geräte vom Auto aus steuern. Amazon Alexa steht zunächst in Deutschland, Österreich, Großbritannien, Spanien und Italien zur Auswahl, in nachfolgenden Upgrades soll die Alexa-Integration auf weitere Länder ausgeweitet werden.

Fahrerprofile schnell übertragen

BMW vereinfacht mit dem Update den Umgang mit Fahrerprofilen. Diese lassen sich jetzt mit der My BMW App via QR-Code-Scan schneller auf andere BMW-Fahrzeuge, auch Mietfahrzeuge, übertragen. Fahrerprofile können neben den standardmäßig zur Verfügung stehenden Bildern jetzt auch mit einem persönlichen Profilbild versehen werden. Mit dem Fahrerprofil werden auch automatisch Klima- und Navigationseinstellungen sowie Favoriten in das Fahrzeug transferiert. Persönliche Einstellungen wie Sitzposition, Außenspiegel, bevorzugte Fahrerassistenzeinstellungen lassen sich ebenfalls im Profil hinterlegen und wandern so mit dem Scannen des QR-Codes von einem Fahrzeug zum nächsten. Sofern das Fahrerprofil mit dem Autoschlüssel verknüpft wurde, werden die Einstellungen geladen, sobald das Auto geöffnet wird.

Verbindung zur App und BMW ID trennen

So wichtig die Verknüpfung mit einem Auto sein kann, so wichtig ist auch wieder das korrekte Löschen bei der Ab- oder Rückgabe von Fahrzeugen. Wird das Fahrzeug auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt, werden jetzt auch alle Verbindungen zur My BMW App bzw. einer BMW ID getrennt, was bisher nicht gewährleistet werden konnte. Beim Test von BMW Connected vor vier Jahren war das Auto auch nach Wochen noch in der App zu sehen, obwohl es zuvor zurückgesetzt worden war.

BMW M: Sound hören und Rundenzeiten erfassen

Mit dem Intelligent Personal Assistant (IPA) bietet BMW aber auch einen eigenen Sprachassistenten an, der mit dem RSU 11/20 eine sehr spezielle Erweiterung erhält. Wer wissen will, wie eines der BMW-M-Modelle klingt, kann den IPA jetzt genau das fragen. „Hey BMW, wie klingt ein BMW M8?“, spielt den Klang des erfragten Autos über das Audiosystem ab.

In eine ähnliche Kerbe schlägt der neue BMW M Laptimer, der auf der Rennstrecke Sensordaten direkt vom Fahrzeug (Gaspedalstellung, Umdrehungen, G-Meter und weitere) erfasst und Rundenzeiten, Fahrzeit oder zurückgelegte Distanz für den Kunden jederzeit auch während der Fahrt einsehbar macht. Alle Daten des BMW M Laptimers lassen sich nach der Fahrt im Detail analysieren und werden vorab aussagekräftig aufbereitet.

Aktive Navigationsführung für mehr Länder

Eine Erweiterung gibt es für die aktive Navigationsführung, die nach Deutschland jetzt auch in Frankreich, Portugal und Spanien angeboten wird. Bei diesem Feature schlägt die Navigation einen Spurwechsel vor, falls dieser notwendig ist, um der gewählten Route zu folgen. Wird eine Verkehrslücke erkannt, wartet die aktive Navigationsführung bis auf Höhe der Verkehrslücke und weist dann auf den Spurwechsel hin.