X17: Die nächste 8.000-Hertz-Maus kommt von EVGA

Fabian Vecellio del Monego
81 Kommentare
X17: Die nächste 8.000-Hertz-Maus kommt von EVGA
Bild: EVGA

Mit EVGA stellt ein für Eingabegeräte eher unbekannter Hersteller nun als einer der ersten Anbieter eine Maus mit einer USB-Abfragerate von 8.000 Hertz vor, nachdem zuvor Razer und AtomPalm um den ersten 8.000-Hertz-Nager wetteiferten. Die Konzeption der Maus ist bei EVGA jedoch eine völlig andere.

8.000 Hertz auf dem Vormarsch

Seit vielen Jahren kommunizieren die meisten Gaming-Mäuse bis zu 1.000 mal pro Sekunde mit dem Rechner, an den sie angeschlossen sind. Die aus dieser Polling-Rate resultierende Latenz beträgt folglich – zumindest in der Theorie – eine Millisekunde. In den letzten Monaten begannen nun einige Maus-Hersteller, mit dieser Tradition zu brechen. EVGAs X17 knüpft an diesen Trend an, unterscheidet sich abseits der Abfragefrequenz von 8.000 Hertz aber deutlich von Razers Viper 8KHz (Test) und AtomPalms Hydrogen – nur die theoretische Verzögerung von rund 0,125 Millisekunden ist gleich.

Zwar ist die Sensorik des von EVGA als Shooter-Maus beworbenen Eingabegerätes dank PixArts PMW-3389 im Rahmen menschlicher Wahrnehmung ebenbürtig, es handelt sich aber diesmal nicht um eine leichte Fingertip-Grip-Maus mit Fokus auf bestmögliche Gleiteigenschaften, sondern eine vergleichsweise schwere Palm-Grip-Maus mit Vier-Wege-Mausrad, fünf Zusatztasten und – besonders unüblich – ebenso vielen Zusatzgewichten. So lässt sich das Gewicht der X17 optional in 5-Gramm-Schritten von im Shooter-Genre bereits hohen 103 Gramm auf bis zu 128 Gramm steigern.

Der Vorteil eines solch hohen Gewichts findet sich in der potentiell bequemeren Handhabung bei hohen Sensorauflösungen, geht aber auf Kosten der Gleiteigenschaften. Als Füße kommen schwarz lackierte – und ungewöhnlich verwinkelt geformte – PTFE-Elemente zum Einsatz, während EVGA nicht weiter auf die Flexibilität des verwendeten zwei Meter langen Kabels eingeht. Standardkost gibt es überdies auch bei den Primärtastern: Die X17 verfügt über Omrons D2FC-Schalter und damit einhergehend auf dem Papier eine Lebenszeit von bis zu 50 Millionen Klicks, die aber in der Praxis nahezu keine Relevanz hat.

Eine Eigenart findet sich derweil bei der seitens EVGA kommunizierten minimalen Lift-off-Distance von lediglich 0,4 Millimetern. Eigentlich sind solch niedrige Distanzen unüblich respektive nicht möglich, die X17 verfügt aber abseits des eigentlichen Maus-Sensors über zwei dedizierte LoD-Sensoren. Ein daraus resultierender Vorteil darf allerdings angezweifelt werden.

Bald ab 80 US-Dollar verfügbar

Die X17 soll laut EVGA in den nächsten Tagen in den Farben Schwarz und Grau und zur unverbindlichen Preisempfehlung von 80 US-Dollar verfügbar werden. Einen Euro-Preis nennt der Hersteller bislang nicht.

EVGA X17
Ergonomie: Rechtshändig
Sensor: PixArt PAW-3389
Optisch
Lift-Off-Distance: 0,4 – 3,0 mm
Auflösung: 100 – 16.000 cpi
5 Stufen
Geschwindigkeit: 10,2 m/s
Beschleunigung: 490 m/s²
USB-Abfragerate: 8.000 Hz
Primärtaster: Omron D2FC, 50 mio. Klicks
Anzahl Tasten: 10
Oberseite: 7
Linksseitig: 3
Sondertasten: Freistellbares 4-Wege-Mausrad
Sniper-Taste
Software: 5 Profile
vollständig programmierbar
Makroaufnahme
Interner Speicher: 5 Profile
Beleuchtung: Farbe: RGB, 3 adressierbare Zonen
Modi: Atmend, Wellen, Farbschleife
cpi-Indikator
Gehäuse: 123 × 70 × 45 mm
Hartplastik, Beschichtung
Glanzelemente, Gummielemente
Gewicht: 103 Gramm (o. Kabel)
5 Gewichte á 5,0 Gramm
Anschluss: USB-A-Kabel, 2,00 m, umwickelt
Preis: ab 103 €