Apple: Mac Studio mit M1 Ultra kostet 4.599 bis 9.199 Euro

Jan-Frederik Timm
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Apple: Mac Studio mit M1 Ultra kostet 4.599 bis 9.199 Euro
Bild: Apple

Apples neues SoC M1 Ultra stellt mit der kombinierten Leistung von zwei M1 Max in Hersteller-Benchmarks selbst den Mac Pro mit 28-Kern-Xeon-Prozessor und Radeon Pro W6900X in den Schatten. Mit genau diesem M1 Ultra ist der neue Mac Studio im extra-hohen Mac-mini-Design dann auch kein günstiges Unterfangen.

Der neue Mac Studio

Mit dem Mac Studio öffnet Apple eine völlig neue Produktkategorie: die eines sehr schnellen Mac im kompakten Format. Bis dato gab es von Apple nur zwei Systeme ohne Display: den Mac mini mit M1 und damit dem Einstiegs-Chip sowie den Mac Pro mit High-End-Hardware von Intel und AMD.

Apple Mac Studio neben dem neuen Studio Display
Apple Mac Studio neben dem neuen Studio Display (Bild: Apple)

Der neue Mac Studio kommt wie der Mac mini mit einem quadratischen Fußabdruck von 19,7 × 19,7 Zentimetern daher, ist mit 9,5 zu 3,6 Zentimetern aber deutlich höher. Das macht Platz für ein wesentlich stärkeres Kühlsystem, das der gigantische M1 Ultra im Vergleich zum geradezu lächerlich kleinen M1 auch benötigt, wobei Apple auch für den Mac Studio einen leisen Betrieb in Aussicht stellt.

Apple Silicon: M1, M1 Pro, M1 Max und M1 Ultra
Apple Silicon: M1, M1 Pro, M1 Max und M1 Ultra (Bild: Apple)

Mit M1 Max oder M1 Ultra

Kunden können den Mac Studio mit M1 Max oder M1 Ultra bestellen. Bei beiden SoCs gibt es wiederum die Wahl zwischen der großen und der kleinen GPU und jeweils zusätzlich zwischen 32 und 64 GB Speicher (M1 Max) respektive 64 und 128 GB Speicher (M1 Ultra).

Unabhängig der intern verbauten Hardware finden Käufer auf der Rückseite immer die folgenden Anschlüsse wieder:

  • 4 × Thunderbolt 4
  • 1 × 10 Gbit/s Ethernet
  • 2 × USB Typ A mit 5 Gbit/s
  • 1 × HDMI
  • 1 × 3,5 mm Klinke

Bisher mit dem M1 Max ausgestattete MacBook Pro boten nur 3 × Thunderbolt 4, der M1 Max kann aber offensichtlich mehr – und der M1 Ultra das Doppelte.

Apple Mac Studio: Anschlüsse Front
Apple Mac Studio: Anschlüsse Front (Bild: Apple)
Apple Mac Studio: Anschlüsse Rückseite
Apple Mac Studio: Anschlüsse Rückseite (Bild: Apple)

Denn während der Mac Studio mit M1 Max an der Front noch einmal zwei USB-Typ-C-Anschlüsse mit 10 Gbit/s und einen SD-Kartenleser bereitstellt, finden sich beim M1-Ultra-Modell weitere zwei Thunderbolt-4-Anschlüsse im direkten Zugriff den Nutzers wieder – es werden in Summe also sechs Thunderbolt-4-Anschlüsse des M1 Ultra genutzt. Drahtlos nimmt der Mac Studio Verbindung über Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.0 auf. Bis zu 8 TB NVMe-Speicherplatz mit über 7 GB/s Datendurchsatz finden in dem Mac Studio Platz.

Ersetzt iMac Pro, aber nicht Mac Pro

Auch wenn Apple für die große M1-Ultra-Variante des Mac Studio sowohl in Bezug auf die CPU- als auch auf die GPU-Leistung ein Niveau oberhalb des aktuellen Mac Pro mit Intel Xeon und Radeon Pro in Aussicht stellt: Ersetzen soll der Mac Studio den Mac Pro nicht. Der Mac Pro mit Apple Silicon kommt später noch und muss insbesondere in Sachen Arbeitsspeicher noch einmal deutlich zulegen: Bis zu 1,5 TB bietet das aktuelle Intel-Xeon-Modell nicht ohne Grund, sondern weil die Zielgruppe davon durchaus Gebrauch macht. Die Rohleistung des M1 Ultra mit 128 GB RAM reicht da nicht aus.

Mit sofortiger Wirkung nicht mehr verfügbar ist hingegen der iMac Pro – Apples leistungsstärkster All-in-One-PC.

Konfigurationen von 2.299 bis 9.199 Euro

Die Preise für den Mac Studio beginnen in Deutschland bei 2.299 Euro für die kleine M1-Max-Variante mit 32 GB Speicher und 512 GB NVMe-Speicherplatz. Der Einstieg in den M1-Ultra-Kosmos beginnt wiederum bei 4.599 Euro. Auch in diesem Fall gibt es erst einmal nur die 48-Kern-GPU, 64 GB Unified Speicher und eine 1 TB große NVMe-SSD. Wer auf die große Ausbaustufe des M1 Ultra (+1.150 Euro), 128 GB Speicher (+920 Euro) und die 8 TB große NVMe-SSD (+2.530 Euro) wechselt, wird an der Kasse hingegen um die Zahlung von 9.199 Euro gebeten. Für den Mac Pro mit 28-Kern-Xeon, Radeon Pro W6900X und 196 GB ECC-RAM werden gut 31.000 Euro fällig – die 1,5-TB-Speicheroption schlägt mit weiteren 25.000 Euro zu Buche.

Der Mac Studio kann ab sofort bei Apple vorbestellt werden. Die Auslieferung beginnt am 18. März.

Mac Studio
CPU M1 Max: 8 × P, 2 × E M1 Ultra: 16 × P, 4 × E
GPU M1 Max: 24 Core
(M1 Max: 32 Core)
M1 Ultra: 48 Core
(M1 Ultra: 64 Core)
RAM 32 GB LPDDR5‑6400
(64 GB LPDDR5‑6400)
64 GB LPDDR5‑6400
(128 GB LPDDR5‑6400)
SSD 512 GB
(1 TB, 2 TB, 4 TB, 8 TB)
1 TB
(2 TB, 4 TB, 8 TB)
Anschlüsse Rückseite 4 × Thunderbolt 4, 1 × 10 Gbit/s Ethernet, 2 × USB-A (5 Gbit/s), 1 × HDMI 2.0b, 1 × 3,5 mm Klinke
Vorderseite 2 × USB-C (10 Gbit/s), SDCX (UHS-II)
(2 × Thunderbolt 4, SDXC (UHS-II) nur für M1 Ultra)
Kabellose
Konnektivität
Wi-Fi 6 , Bluetooth 5.0
Abmessungen
(B × T × H)
19,7 × 19,7 × 9,5 cm
Gewicht 2,7 kg
(3,6 kg mit M1 Ultra)
Farben Silber
Preis ab 2.299 Euro ab 4.599 Euro
Optionale Ausstattung in Klammern
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