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    Admiral
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    [Anleitung] Wie man aus jedem WLAN-Router einen WLAN-Access Point macht (v0.1)

    Wie mache ich aus jedem WLAN-Router einen WLAN-Access Point?
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    Da das Thema mittlerweile sehr oft aufkommt, dachte ich mir es wird Zeit eine kurze und allgemeinverständliche Anleitung zu schreiben, wie man aus (nahezu) jedem WLAN-Router einen reinen Access Point (AP) bzw. Basisstation machen kann. Sie wird im Laufe der Zeit erweitert, verfeinert und korrigiert.
    Es sind einige Auslassungen & Vereinfachungen vorhanden die Sachkundigen auffallen können, dies ist der Übersicht halber aber beabsichtigt. Dieser Leitfaden richtet sich an den geneigten Heimanwender.

    Inhalt:
    1. Q&A/Einleitung
    2. Voraussetzungen
    3. Ausgangsszenario
    4. Vorgehensweise
    4.1 Vorbereitung
    4.2 Durchführung
    4.3 Kontrolle

    5. Kurzfassung
    6. Schlussbemerkungen
    7. Fehlersuche


    1. Q&A:
    Spoiler!


    2. Voraussetzungen:
    Generell kann man aus nahezu jedem WLAN-Router einen reinen Access Point machen. Folgende Gegebenheiten sollten erfüllt sein:
    • der DHCP-Server im WLAN-Router muss abgeschaltet werden können
    • da die WAN/Internet/DSL-Buchse des Routers nicht genutzt wird, müssen genügend LAN-Buchsen vorhanden sein um den Router an den Rest des Netzwerks anschließen zu können.

    Weiterhin sollte die Möglichkeit bestehen die LAN-IP des Routers/APs ändern zu können - es schränkt die Funktion als AP/Switch zwar nicht im geringsten ein (außer die Standard-LAN-IP ist dieselbe wie die des Hauptrouters), aber das Gerät ist im Nachhinein einfacher zu konfigurieren wenn man die IP-Adresse des APs in das Subnetz des vorhandenen Netzwerks bringen kann. Dies ist bei nahezu allen Routern der Fall.

    3. Ausgangsszenario
    In den meisten Haushalten dürfte heutzutage ein WLAN-Router mit aktiviertem DHCP-Server vorhanden sein, der als Zugang zum Internet dient (Werkseinstellung bei bspw. aktuellen WLAN-Routern der großen Anbieter; Geräte wie Speedport der Telekom, Easybox von Arcor/Vodafone, "Homeserver" (Fritzboxen) von 1und1, etc.). Ebenfalls wird davon ausgegangen dass die Endgeräte ihre IP automatisch beziehen (Werkseinstellung in nahezu allen Endgeräten) Hier soll angesetzt werden.
    Es wird bspw. die Vergrößerung der Reichweite gewünscht und es ist ein zweiter WLAN-Router vorhanden, bspw. ein Altgerät das der vorherige Provider nicht zurück haben will.

    4. Vorgehensweise
    4.1 Vorbereitung
    Bevor der zweite WLAN-Router konfiguriert und angeschlossen wird, benötigen wir zunächst ein paar Informationen vom bereits vorhanden Router ("Hauptrouter"), im speziellen die Netzwerk-Adresse (LAN-IP) und in welchem Bereich der DHCP-Server des Hauptrouters IPs für Netzwerkteilnehmer vergibt.
    Die LAN-IP finden wir folgendermaßen heraus (Windows Vista & Win7):
    • Klick auf den Startknopf
    • im Feld 'Programme/Dateien durchsuchen' den Befehl cmd eintippen & Enter
    • in der jetzt auftauchenden Eingabeaufforderung den Befehl ipconfig eingeben & Enter


    Das "Standardgateway" ist in aller Regel die LAN-IP des Hauptrouters, in diesem Beispiel also die 192.168.1.1
    Weiterhin kennen wir jetzt ebenfalls das Subnetz in dem der Hauptrouter arbeitet, erkennbar u.A. am dritten Oktett: 192.168.1.1 - alle Geräte sollten in dieses "1er"-Subnetz.

    Jetzt müssen wir die DHCP-Range des Routers herausfinden. Dazu gehen wir in das Konfigurationsmenü des Routers (wie das geht steht im Handbuch des Geräts) und klicken uns zum entsprechenden Menü durch:



    In diesem Beispiel vergibt der DHCP-Server IPs im Bereich von 192.168.1.100 - 192.168.1.199. Dieser Bereich ist ausschließlich für Geräte gedacht, die ihre LAN-IP automatisch beziehen. Da der AP aber eine feste IP bekommen soll, darf er keine IP aus diesem Bereich besetzen.
    Aus folgendem IP-Bereichen darf der AP später seine LAN-IP besetzen:
    192.168.1.2 - 192.168.1.99
    sowie
    192.168.1.200 - 192.168.1.254

    Die 192.168.1.1 darf nicht vergeben werden, da diese bereits vom Hauptrouter besetzt wird. Außerdem hört der Bereich bei 192.168.1.254 auf, da Endgeräte keine Adressen höher als .254 belegen dürfen.

    Wir entscheiden uns für folgende konkrete IP die der AP später bekommen soll: 192.168.1.2

    4.2 Durchführung
    Wir schließen den AP zunächst nur an die Stromversorgung an, warten bis sich die LEDs "beruhigt" haben und führen einen Werks-Reset durch. In der Regel reicht es die (hoffentlich vorhandene) Reset-Taste für mindestens 30 Sekunden gedrückt zu halten.
    Jetzt wird der zweite Router der als AP dienen soll an den PC angeschlossen (Kabelverbindung bevorzugt). Kleine Anmerkung: Bevor wir weitermachen, empfehle ich den Netzwerkadapter kurz zu deaktivieren und gleich wieder zu aktivieren, ansonsten "denkt" der Computer er wäre noch am Hauptrouter angeschlossen und verbleibt im falschen Netz. Durch den Reset wird der PC dazu angestoßen eine neue IP zu beziehen - in diesem Fall vom DHCP-Server des AP-Routers.

    Wir finden wieder die LAN-IP des AP heraus indem wir ipconfig ausführen:



    Es ist in diesem Beispiel also die 192.168.2.1

    Wir gehen in das Routermenü, zu den Netzwerkeinstellungen und ändern die LAN-IP des Routers von ehemals 192.168.2.1 auf die geplante IP 192.168.1.2



    Es wird evtl. ein Routerneustart notwendig. Wenn der Router neu gestartet hat, evtl. noch mal den Netzwerkadapter resetten.

    Danach gehen wir wieder in das Routermenü (jetzt erreichbar unter der neu eingestellten IP!) und schalten diesmal den DHCP-Server aus:



    Speichern, Neustarten, jaddajadda. Solltet Ihr nach Ändern der LAN-IP überhaupt nicht auf das Menü zugreifen können, gebt eurem PC eine statische IP im neuen Subnetz des APs, wahrscheinlich hat dann der noch aktive DHCP eine IP-Adresse mit falschem/altem Subnetz zugeteilt.

    Das sollte es gewesen sein. Der PC kann jetzt vom AP entkabelt werden und der AP wird jetzt an den Hauptrouter über eine LAN-Buchse (DSL/WAN/Internet muss frei bleiben) angeschlossen.

    4.3 Kontrolle
    Jetzt prüfen wir noch ob alles so läuft wie wir wollen indem wir unser Notebook schnappen, uns auf das WLAN des AP verbinden und testen, ob wir bereits ins Internet/Netzwerk kommen. Wenn es läuft, dann läuft es.

    Als Kontrolle führen wir am Notebook in der Dos-Eingabeaufforderung folgenden Befehl aus: ipconfig -all



    Bei der SSID TP-LINK_CB1700 handelt es sich um das WLAN-Netz des APs. Anhand der Ausgabe von ipconfig -all können wir erkennen, dass das Notebook den DHCP-Server des Hauptrouters nach IPs gefragt hat. Die 192.168.1.2 (der AP) taucht nirgendwo auf. Es ist alles so wie es sein soll.

    5. Kurzfassung:
    -LAN-IP des späteren AP in das Subnetz des Hauptrouters bringen, aber außerhalb dessen DHCP-Range
    -DHCP-Server am AP-Router abschalten
    -beide Geräte über LAN-Buchsen miteinander verbinden

    6.Schlussbemerkungen
    Diese Methode funktioniert bei (nahezu) allen WLAN-Routern, egal ob sie ein integriertes DSL-/Kabelmodem besitzen oder nicht. Weiterhin ist es egal von welchem Hersteller Hauptrouter & AP kommen oder welche Firmware-Version sie haben.

    Es ist möglich die SSID & das WLAN-Passwort der verschiedenen WLANs identisch zu konfigurieren, so dass auf dem Endgerät (auf den ersten Blick) nur "ein" WLAN zu sehen ist. Das Endgerät entscheidet dann anhand der Signalstärke in welchen AP es sich einklinken möchte.
    Dabei gilt es im Hinterkopf zu behalten, dass einige Geräte erst dann den AP wechseln wenn der Kontakt zum eingebuchten AP nahezu abgerissen ist, obwohl am neuen Standort das Signal des anderen AP bereits deutlich stärker ist. Dieses Roaming-Verhalten ist ausschließlich vom Endgerät abhängig und nicht unbedingt einstellbar. In den Treibereinstellungen von einigen Drahtlosnetzwerkadaptern kann man die Roaming-Aggressivität einstellen.
    Ansonsten muss getestet werden ob das Roaming-Verhalten bei unterschiedlichen oder identischen SSIDs besser ist.
    Generell ist es aber zu empfehlen beide WLANs nicht auf denselben Kanal zu setzen; es handelt sich zwar um dasselbe Netzwerk, es handelt sich aber um unterschiedliche WLAN-Netze die sich gegenseitig stören können. Als überlappungsfreie Kanäle im 2,4 Ghz-Netz mit einer 20 Mhz-Kanalbreite können bpsw. die Kanäle 1, 6, 11 verwendet werden.
    Bei der Verwendung von 40 Mhz Kanalbreite werden effektiv zwei Kanäle zusammengeschaltet, hier gelten als überlappungsfrei die primären Kanäle 1 & 9. Bei bspw. einem gewählten Primärkanal von 1 wird der sekundäre Kanal 5 ausgewählt & bei einem Primärkanal von 9 wird der Sekundärkanal 13 ausgewählt. Zu beachten: Der Sekundärkanal ist entweder "upper" oder "lower" im Bezug zum Primärkanal, je nach Einstellung im AP/Router. Es ist möglich Kanal 13 als Primärkanal einzustellen und einen "lower" Kanal einzustellen (so dass Kanal 9 als sekundärer gewählt wird), hier gilt aber zu beachten dass Kanal 13 im Zweifel nicht von allen Endgeräten erkannt wird, da sie auf einen anderen als den europäischen Standard eingestellt sind. Der sekundäre Kanal kann nur von Geräten genutzt werden, die sich auf den primären einbuchen können.

    7. Fehlersuche
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