Happy Birthday Apple!
Mein erster Kontakt mit Apple war ein Würfel-Mac Anfang der 90er Jahre.
Ich hab das Handbuch gelesen und konnte das Ding nach einer Stunde zu 80% bedienen - jedes Programm.
Fasziniert hat mich die komplett grafische Oberfläche ohne Befehlszeile, man brauchte sie einfach nicht.
Das Ding hatte eine Rechenleistung, wie eine Quarzuhr und konnte einfach alles.
Sogar ein Netzwerk war möglich mit primitiven RJ 11-Kabeln.
Zu der Zeit eine Sensation.
Dann kamen verschiedene 68000er und Power-PC Macs.
Damals arbeiteten wir als Servicedienstleister für die Kraftwerke in Deutschland als phöse Fremdfirma.
Leider konnten die Kraftwerke unsere Sachen selbst nicht, so daß sie wohl oder übel die Leistungen (Dokumentation, Planerstellung mit Mac Project, grafische Tagesplanerstellung, ...) zukaufen mußten.
Mein beliebtester Rechner von Apple war der Mac II Fx.
Eine Wahnsinnsmaschine und brutal teuer.
Mit externer Wechsel-HD (40MByte / Platte), Apple Drucker, Apple Trinitron Monitor von Sony, 8MB Speichererweiterung und zusätzlicher Grafikkarte (der fx war mit der erste modulare Macintosh) kam der so um die 50.000 DM.
Aber die Kraftwerke hatte es ja.
Es war bis heute der schnellste Rechner, an dem ich je gearbeitet habe.
Durch das zweiteilige Dateisystem ging die Speicherung selbst Megabyte goßer Dokumente in Sekundenbruchteilen.
Danach kamen noch verschiedene Pizzaschachteln (LC 475) und "portable" Macs in Schreibmaschinengröße (Mac Portable).
Der Portable war ein brutal schweres Gerät (7 kg) mit gruseligen Bilschirm ohne Hintergundbeleuchtung.
Man konnte damit lange arbeiten, einen Arbeitstag hielt er aus wegen der Blei-Akkus.
Der Trackball war das Beste am Gerät, der lief sehr geschmeidig.
Dann kamen die Quadras und ähnliche Power-PCs, die sahen schon eher, wie ein PC aus.
Das Betriebssystem war einfach und selbsterklärend.
Was der Benutzer nicht wissen mußte, sah er nicht.
Die Rechner waren zum Arbeiten gebaut, nicht zum Spielen.
Wollte man etwas ändern, ging das in den Kontrollfeldern ganz einfach grafisch und ohne Eingabe langer Textstücke.
Alle Menüs der Programme waren gleich.
Danke Apple!
Die Firmen mußten sich bei Apple melden und wenn das Programm den Regeln entsprach kam man ins Goldene Buch und es gab die wichtige Programm-ID.
Eine Datei braucht keine Endung, wie beim Windows-PC.
Da steht die Programm-ID drin und alles ist geregelt.
Auf der Festplatte gab es nach der Ersteinrichtung genau 3 Ordner:
- DATEN,
- PROGRAMME,
- SYSTEM.
So hat das auszusehen, wenn Ordnung herrscht.
Nach dem 9er System für die Quadras war schon der Umstieg auf IBM-kompatible PCs in den Kraftwerken zu sehen und die Macs wurden immer weniger.
Ich hab mal später MS Project kurz angetestet - was für ein Schock.
Bei der Office Dateiverarbeitung war RagTime damals auf dem Mac ganz vorn, und wie!
Tabelle in einen Text einfügen - Klick.
Umfließenden Text erstellen - Klick.
Von einem in einen anderes Textfeld fließenden Text erstellen - Ziehen und Klick.
Schnell mal ein Tortendiagramm aus der Tabelle erstellen: Klick - Klick - Klick.
Es gab nichts einfacheres.
Beim Zeichnen vermisse ich heute noch Claris Draw:
.
https://apple.fandom.com/wiki/ClarisDraw?file=ClarisDrawScreenShot.png
Photoshop, was es auch gab, war viel zu aufgeblasen und komplex.
Mit Claris Draw hatte man eine Zeichnung in ein paar Minuten erstellt.
Am besten war die Ebenenverwaltung.
Man konnte eine Basis-Zeichnung definieren und davon jeweils Kopien "abreißen".
Die sahen dann identisch aus und man konnte aktuelle Änderungen eintragen und als neues Dokument veröffenlichen.
Das hab ich in der Revisionsplanung lange gemacht.
Im Allgemeinen muß man sagen, daß Apple vieles richtig gemacht hat.
Es herrschte Ordnung auf der Festplatte, alle Programme liefen mit der gleiche Steuerung (man konnte die Befehle nach gewisser Zeit alle auswendig) und alles war grafisch angelegt, wie es sich für einen Computer gehört.
Ich hab nicht eine Zeile jemals in eine Befehlszeile eingeben müssen, um irgendwelche Parameter zu ändern.
Privat hab ich kurz überlegt, ob ich den Zwitter LC 630 mit PC-Karte kaufen sollte.
Aber da war schon abzusehen, daß der NuBus keine Zukunft hat und sich der PC mit dem PCI-Bus besser und billiger aufrüsten lassen würde.
So hab ich zum PC gegriffen (Cyrix 133 CPU).
Ipads hab ich lange verkauft, aber nie eins besessen.
Meine Tochter hat ein 12-Zöller von 2020 oder so und schwört auf das Gerät.
Sie hat auch schon lange ein iPhone und ist sehr zufrieden damit.
Ich hatte bis jetzt nur Android-Handys und die waren zuverlässig.
Dieses Jahr bin ich zum iPhone 16e gewechselt und es ist ein sehr gutes Gerät.
Ein paar Sachen hätte man einfacher machen können (Datenübertragung, ...) aber das ist sicher dem hohen Sicherheitsstandard geschuldet.