News AMD steht hinter Dresden

super AMD, hab zwar auch einen C2D, bin aber auch gegen ein Monopol von Intel und hoffe, dass es (auch in Deutschland) bald wieder bergauf geht und Intel leidet :D
 
Hallo,
bislang habe ich auch nur AMDs im Desktop (bis auf 1.Aldi-Rechner meiner Eltern). Im Notebook- Bereich hätte ich im Zweifel auch auf Intel gesetzt, aber mit dem Turion64 X2 hatte AMD eine gute Antwort gefunden. Sicherlich ist Intel öfters wieder schneller usw. - jetzt kommt noch die permanente Preissenkung... Oft lese ich dann, naja Intel ist gerade mit dem neusten Dies und Das schneller - "nächster wird ein AMD". Ist Ansichts- Sache, aber so kann man immer in der schnellen Entwicklung denken (was Intel auch weiß).

Bin sehr zufrieden mit AMD, brauche nicht den neusten Hype (aber Technologie, die gut und neu ist z.B. DualCore+64Bit). Leider darf Deutschland nicht mehr fördern (EU verbietet ab 2007 Investitionen ab bestimmten Höhen, z.B. 1Mill. maximal?, damit EU- interne Konkurrenz der Länder nicht stattfindet - leider über den Atlantik nicht geschaut :-( ). Das ist ein klarerer Wettbewerbs- Vorteil der U.S.A., leider.
Verständlich dass AMD die 1 Mill. in der Situation mit nimmt. Verständlich, dass sie sagen - alles bleibt.

Realistisch betrachtet kann es aber nur bleiben, wenn Absatz nicht weiter absackt (viele kaufen nun mal lieber Intel, weil frisch wieder Vorsprung oder 20 € billiger teilw.) und wenn die Gewinne nicht weiter so rot sind (Preisdumping kann Intel momentan am Besten betreiben, Entwicklungskosten locker aus deren Gewinn investieren). Hoffe, dass AMD wieder so erfolgreich innovativ (Barcelona etc.), wie die Jahre zu vor ist. Nur durch Innovationen können sie so viele Mitarbeiter und Standorte aufrecht halten - und natürlich nur durch weiterhin Kunden, die selbstverständlich auch das Preis/Leistungsverhältnis nicht aus den Augen verlieren. Muss aber gestehen, dass mir Mehrkosten in Höhe von 20-30 € für AMD (teils auch 50€ - Dell rabattiert z.B. Intel mit 100, AMD meist nur mit 50) es Wert sind, zumal Arbeitsplätze in Deutschland erstmal bleiben,
Gruß Mike.

P.S.: War übrigens ein Grund, dass Dell nichts an mir verdient hat. Einst hatten sie gar kein AMD, jetzt immer noch benachteiligt in den Angeboten. Bin sehr zufrieden mit dem HPnx6325 (Turion64 X2, 2GhZ).
 
AMD hat von der Bundesregierung und der EU gerade ein paar hundert Millionen an Subventionen und Steuergelderlassungen erhalten. Natürlich schließen sie dann Dresden nicht. Aber sie haben - durch die Blume, wie man das so macht - damit gedroht, Dresden zu schließen, sollten sie diese Unterstützungen *nicht*erhalten.

Ob und wann es sich für den deutschen Steuerzahler auszahlt, steht in den Sternen. Erfahrungsgemäßt sind solche massiven Subevnetionsgeschichten ichtmal Nullnummern, d.h. der Staat bekommt gar nichts heraus und zahlt eher drauf.
 
AMD baut ein neues Werk in NY, aber nur, weil der Bau dort weniger kosten würde. Zudem steht die neue AMD Fab in der Nähe von IBMs East Fishkill Fab, wo IBMs Entwicklungsabteilung ist. AMD und IBM sind ja zusammen mit einigen anderen Firmen Technologiepartner in der Entwicklung des Fertigungsprozesses. NY soll außerdem eine reine Produktionsfab werden, der Entwicklungsstandort ist und bleibt Dresden, daran gab es auch nur den Hauch eines Zweifels. Zudem saniert AMD noch dieses Jahr die Fab30 zur Fab38 und schafft auch in Dresden neue Produktionskapazitäten.

Und Natan, das hat sich jetzt schon 1000fach ausgezahlt. Solche Produktionsstätten sind von einer Firma alleine oft garnicht alleine finanzierbar, für Firmen wie AMD sind Subventionen Überlebensnotwendig. NY fördert die Fab40 mit einer Milliarde $, das würde sie ganz sicher nicht tun, wenn es NY nichts bringen würde (man bedenke, das ist ein US Staat!). Die Subventionen in Steinkohle zahlen sich nicht aus, das spielt aber in einer ganz anderen Liga. Diese Subventionen haben sich schon 1000fach ausgezahlt, zudem wurde AMD mit relativ kleinen Beträgen gefördert damals, vorwiegend Bürgschaften, die ja im Erfolgsfall(der unstrittig eintrat), auchnoch zurückgezahlt werden mussten IIRC. Vor AMD gab es in D quasi nur Infineon als ernsthaften Chipentwickler. AMD erzeugt in D durch seine Standorte soviel Innovationskraft und KnowHow, das ist mit Geld garnicht aufzuwiegen. Davon profitierten z.B. die technischen Hochschulen (insbesondere natürlich Dresden). Zudem gibt es hier in D seit AMD eine vernünftige Infrastruktur für benötigte Materialien (z.B. Waver) liefern kann, was wiederum viel KnowHow und Innovation erzeugt. Die Saxony-Werke brachten Dresden und Sachsen einen Standort, dessen Infrasturktur von vielen anderne Firmen genutzt wird, was wiedrum zu mehr Arbeitsplätzen und vor allem zu Steuereinnahmen führt. Rein Geldtechnisch hat sich der AMD Standort Dresden für alle ausgezahlt und das dort erzeugte KnowHow (nicht nur von AMD) ist nicht bezahlbar.
Siemens brauchte damals mit Infineon die deutsche Erfolgsgeschichte in der Chip Technik ins Rollen und AMD wirkte wie ein riesiger Verstärker. Seit AMD spielen wir ganz oben in der weltweiten Chiptechnik mit, mit Südkorea, Taiwan und den USA. Das sollte man meiner Meinung nach auch in seine Überlegungen mit einfließen lassen, wenn man sich für einen Prozessor entscheidet (als Nebenkriterium).
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich verstehe deine argumentativen Punkte, HOT. Wirklich "ausgezahlt" hat es sich allerdings nicht. Nicht in barer Münze, wenn ich so sagen darf.
Ich behaupte also das Gegenteil, denn AMD verlangt ja mehr und mehr steuererlassungen und Sunbventionen von der BRD. Also hat es sich steuertechnisch eben gerade NICHT ausgezahlt für Dresden, wie du so schön schreibst.

Du schreibst, seit "AMD spielen wir ganz oben in der weltweiten CHiptechnik mit". Wenn du die aktuellen Zahlen (habe ich neulich irgendwo mal gesehen) vergleichst, wirdst du sehen, daß das gar nicht mal ansatzweise stimmt.

Die meiste Hardware (auch chiptechnisch) wird immer noch in Asien hergestellt. Und in den USA.

Man könnte allerdings behaupten: AMD wäre ein Prestigeprojekt für die BRD. Ja, das mit Sicherheit. Aber eines, was sich lange noch ncht ausgezahlt hat oder auszhalen wird. Dazu sind unsere Löhne einfach zu hoch.
 
Natan schrieb:
Ich verstehe deine argumentativen Punkte, HOT. Wirklich "ausgezahlt" hat es sich allerdings nicht. Nicht in barer Münze, wenn ich so sagen darf.
Ich behaupte also das Gegenteil, denn AMD verlangt ja mehr und mehr steuererlassungen und Sunbventionen von der BRD. Also hat es sich steuertechnisch eben gerade NICHT ausgezahlt für Dresden, wie du so schön schreibst.
Alle deutschen Unternehmen verlangen danach. Das hat nicht viel mit AMD an sich zu tun. Dass AMD da Extrawürste erhalten soll, will ich nachgewiesen haben. Was AMD in D finanziell gebracht hat, ist in Zahlen garnicht mehr zu beziffern, das dürfte von der Wirtschaftsleistung mit allen Zulieferern usw her seit Gründung der Werke in Richtung 50 Milliarden € gehen. Dagegen sind die paar Subventionen echt lächerlich. Die Zulieferer und Dienstleister liefern ja nicht nur nach AMD, sondern nutzen ihr gesammeltes KnowHow auch um andere Firmen zu beliefern, was die geamte Wirtschaft voran bringt. Das sind Synergien, die man nicht aus den Augen verlieren darf. Von der Bildung mal ganz zu schweigen.
Du schreibst, seit "AMD spielen wir ganz oben in der weltweiten CHiptechnik mit". Wenn du die aktuellen Zahlen (habe ich neulich irgendwo mal gesehen) vergleichst, wirdst du sehen, daß das gar nicht mal ansatzweise stimmt.
Natürlich stimmt das. AMD/IBM sind die Nummer 2 auf der Welt, gleich nach Intel, das die Entwicklung des Fertigungsprozesses angeht. Deren KnowHow liegt in Desden und East Fishkill, wo sonst? Samsung kann noch annähernd mithalten, aber eher in der Speichersparte, welche wesentlich simpler zu produzieren sind, als logische Schaltungen wie Prozessoren. Die taiwander TSMC und UMC wären da noch zu nennen mit ihrem 65nm Prozess optimiert auf grosse Chips mit geringen Taktraten, aber die hängen ca. 1/2 Jahr hinter AMD hinterher und fangen grade mal mit der Massenfertigung von 65nm an. Auch Fujitsu ist ein wichtiger Produzent, der nahezu so weit ist wie die Taiwaner. Die Luft ist ziemlich dünn da oben.
Die meiste Hardware (auch chiptechnisch) wird immer noch in Asien hergestellt. Und in den USA.
Moderne Chips (<90nm) werden überall auf der Welt hergestellt (ausser in China und Russland, da diese Handelsbeschränkungen mit Chiptechnik unterliegen), allein schon, da Intel Werke in verschiedenen Ländern betreibt, z.B. Irland, Israel, Ungarn, Mexico... Auch da haben sich um die Fabs eine Infrastruktur entwickelt, die die Region stark fördern. In Dresden war es nicht anders.
Man könnte allerdings behaupten: AMD wäre ein Prestigeprojekt für die BRD. Ja, das mit Sicherheit. Aber eines, was sich lange noch ncht ausgezahlt hat oder auszhalen wird. Dazu sind unsere Löhne einfach zu hoch.
So ein Quatsch. Für eine Chipfabrik brauchst du keine billigen Arbeitskräfte, die für einen Hungerlohn arbeiten, sondern studierte Ingeneure, die die allerbesten ihres Fachs sind. Diese Leute kosten überall sehr viel Geld. Ich möchte mal behaupten, dass in den USA ein Ingeneur mit dem Bildungsniveau sogar deutlich mehr kostet als in D. AMD ist nicht aus Mildtätigkeit gekommen, sondern weil es günstige Bedingungen gab und weil es eine Aussicht auf gutes Personal gab. Ein klassischer Fall, warum ein Unternehmen nacht Deutschland kommt. Letztendlich natürlich des Geldes wegen, da sich gute Arbeit nunmal stärker auszahlt als die höheren Kosten des Standorts.
 
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HOT schrieb:
Dass AMD da Extrawürste erhalten soll, will ich nachgewiesen haben.

Fast jedes einflußreiche und investtitionswillige ausländissche Unternehmen erhält "Extrawürste". Google doch einfach mal danach. Bin zu faul und unterwegs u´m das zu tun.

Was AMD in D finanziell gebracht hat, ist in Zahlen garnicht mehr zu beziffern, das dürfte von der Wirtschaftsleistung mit allen Zulieferern usw her seit Gründung der Werke in Richtung 50 Milliarden € gehen.

Rofl. Dann zeig DU mir mal diese Zahlen.
50 Milliarden. Weißt Du, wieivel das ist? Speziell für AMD? So groß ist ihr Einfluß nicht. Die von Dir beschworenen "Synergien" werden sich wahrscheinlich auf ein paar Dutzend MILLIONEN belaufen, wenn überhaupt.

Deren KnowHow liegt in Desden und East Fishkill, wo sonst?

In den Datenbanken der Enwicklerstudios.

Die taiwander TSMC und UMC wären da noch zu nennen mit ihrem 65nm Prozess optimiert auf grosse Chips mit geringen Taktraten, aber die hängen ca. 1/2 Jahr hinter AMD hinterher und fangen grade mal mit der Massenfertigung von 65nm an. Auch Fujitsu ist ein wichtiger Produzent, der nahezu so weit ist wie die Taiwaner. Die Luft ist ziemlich dünn da oben.
IBM total vergessen?

So ein Quatsch. Für eine Chipfabrik brauchst du keine billigen Arbeitskräfte, die für einen Hungerlohn arbeiten, sondern studierte Ingeneure, die die allerbesten ihres Fachs sind. Diese Leute kosten überall sehr viel Geld.

Quatsch? Überhaupt kein Quatsch. Schau dir mal die hochqualifizierten und günstigen Arbeitskräfte im indischen Raum an.
 
@ HOT

Schreib doch bitte von DD (Doppel Doof) für Dresden; kann ich besser verstehen, was Du willst!

Der Standort Dresden hatte schon lange vorher die Entwicklung von Schaltungen / Schaltkreisen (Hybridschaltungen) für die Firma Robotron betrieben. Also deswegen der Grund von Infineon, neben der Förderung - die sitzen ja auf einer ehemaligen russischen Kaserne (war da nicht auch was mit Putin und DD) - sich hier niederzulassen! Billige, gebildete, willige deutsch sprechende Mitarbeiter und in Europa - zu dieser Zeit war ja Infineon auch noch eine deutsche Firma!

Allerdings betreibt Infineon nur noch eine ihrer Fabriken - die anderen sind schon zu Qimonda outsourct! - Produzieren aber auch Speicher - ratet mal unter welchen Markennamen. ;)

In DD gibt es jetzt auch die Maskenfabrikation direkt vor Ort - also kurze Wege!

Ausserdem macht der Standort DD auch Sinn: Rohmaterial - Silizium / Gallium wird bei Wacker in Freiberg (ca. 30 km) hergestellt. Die TH Chemnitz hat einen Produktionsstudiengang mit eigenen Labor aufgebaut und an der TU DD gibt es neben Halbleitertechnologie auch Fertigungstechnik im Studienangebot; in Freiberg wird Verfahrenstechnik an der FH geboten. Also ist Potential für weitere AN durchaus vorhanden und wird auch weiter ausgebildet und gesucht!

Alternativ bietet sich für die Absolventen ein Job in der Solarzellenindustrie in FG (Freiberg) an (Deutsche Solar, Wacker Solar) bzw. für Verfahrenstechniker das ehemalige Brennstoffinstitut (Futur Energie / Sustec) bzw. Choren mit der Sun Diesel Produktion an.

Also dieser Verbund (Schule/Lehre, Produktion) ist Silicon Saxony!

Warum sollte sich eine Firma bei diesem Standort zurückziehen? Und der Werksausbau von AMD auf die neue Technologie wurde auch schon seit 4 Jahren vorbereitet - neue Wasseraufbereitung und ander Versorgungs- und Entsorgungsmedien! Also alles keine Kurzschlussrektionen seitens AMD.
 
Abgesehen davon, wie AMD die anstehenden Neubauten finanzieren will (wie ist das mit den aktuellen roten Zahlen?) ist diese Verlautbarung ein Gefahrenzeichen.

Ein Gefahrenzeichen deswegen, weil AMD es sich nicht leicht machen kann verschiedene Standorte zugleich aus dem Boden zu stampfen. Zwar wird tatsächlich auf längere Zeit der Standort Dresden wichtig bleiben ... aber auch AMD wechselt hin und wieder seine Standorte und kauft/verkauft Werks- und Produktionsstätten (Texas, Japan [CPUs, Flash]).

Da die EU Subventionen auf ca. 300 Millionen Euro deckelt und AMD klamm ist, sind die New Yorker Subventionenn sicherlich gerne gesehen. Und New York war damals schon ein scharfer Kandidat zur Standortentscheidung Dresden ... mit gutem Grund, was IBM mit der Fab in Fishkill beweist.

Lohnkosten bewerte ich da niederrangiger ... wenngleich das sicher auch Standortentscheidungen beeinflusst ... wäre mir aber neu, dass New York da ein ausgesprochener "Billig-Standort" wäre ... und Halbleiterfertigung eine personalintensive Industrie ist ...

Viel wichtiger scheinen da Belange wie Infrastruktur, Rohstoffversorgung, Menschen aus Forschung, Technologie, Bildung und Krisensicherheit sowie Unterstützung aus Politik und Wirtschaft zu sein.

Wie gesagt ... bei der derzeitigen Notlage bei AMD sollte Zusagen von "Standortsicherheit" ganz scharf betrachtet werden. "Es reicht" ja, wenn nichts wesentliches mehr in Dresden nachgerüstet wird.
Siemens zeigte dies mit seinen Fabs bei München und NXP (einstmals Philips Semiconductor) in Böblingen ... die Fabs dort werden/wurden abgewickelt ... nachdem die ausgemolken wurden bis zum geht nicht mehr ...

MFG Bobo(2007)
 
- 500 Mio. $ - Ausgabensenkung bei AMD in diesem Jahr.
- Wachstumsmärkte seien China, Polen, Türkei,....
- Neue Chipfabrik in Dresden nicht ganz so schnell hochgefahren wie ursprünglich geplant.
http://www.winboard.org/forum/news/...m-500-millionen-dollar-sinken.html#post464798
News von dpa, 22.05.2007 09:55

Ergo: In NewYork wird Fabrik wg. Subventionen (verständlich ) aufgebaut, Deutschland (Dresden) wird abgebaut :( - wie viel Personal fragt man sich :(.

"AMD steht hinter Dresden":skull_alt: - frage mich aber, wie weit und wie viele km entfernt dahinter...
 
Zuletzt bearbeitet:
also etwas Marketing von AMD?

Und nicht im Sinne von deutsche Arbeitsplätze?
 
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