Cool Master schrieb:
Samsung hat aber auch ganz andere Konditionen, da "auf der anderen Straßenseite" der NAND gefertigt wird. Vor allem geht es da um Verträge die über Jahre laufen da ist es halt blöd, wenn wie jetzt der NAND billig ist. Wäre der NAND allerdings teurer würden die Preise genau so sein, da die Verträge eben auf X Jahre ausgelegt sind.
Naja, Apple ist trotzdem mit weitem Abstand der größte Abnehmer für Einzelkomponenten bei Smartphones. Das lässt sie auch beim Einkauf von Speicher in einer guten Verhandlungsposition und sollte die Preise drücken. Da hat ein mehr als doppelt so hoher Aufpreis bei einem 1 zu 1 vergleichbaren Feature mMn durchaus ein "Geschmäckle".
Immerhin schaffen es viele andere, kleinere Hersteller ja auch die Aufpreise beim Speicher deutlich "moderater" zu gestalten.
Die 64 -> 256 -> 512 Strategie ist
mMn einfach nur kundenfeindlich. Klar kommen viele User mit 64GB aus, aber 128GB auszulassen und direkt den Schritt auf 256GB zu machen um Kunden noch mal 170€/$ aus der Tasche zu leiern ist
mMn das, was man gemein hin als "dick move" bezeichnet.
Aber da man bei Apple im goldenen Käfig sitzt, heißt es friss oder stirb; Cupertino kann sich das Verhalten durch sein Quasi-Software-Monopol eben genau so erlauben, wie NVidia die Preise am oberen Ende, wo sie konkurrenzlos sind.
Einem börsennotierten, gewinnorientierten Unternehmen werfe ich aber aber gar nicht vor, dass es versucht seinen Gewinn zu maximieren.
Wir sind selber an der Misere schuld, indem wir immer weiter konsumieren.
Persönlich finde ich, ist der Markt einfach inzwischen kaputt. Smartphones haben mMn vor 2 oder 3 Jahren aufgehört im Alltag spürbare Fortschritte zu machen und trotzdem wird damit noch viel zu viel Geld gemacht.
Ich kann/könnte mit einem nigelnagelneuen Smartphone auch nicht mehr (oder bestehendes schneller) machen, als mit meinem 2 Jahre alten LG V30.
Ein IPhone 11 Pro -um in der iOS Welt zu bleiben- kann im
meinem Alltag nicht spürbar mehr, als ein 2 Jahre altes IPhone X. Trotzdem ist es bei Smartphones irgendwie akzeptabel, das Gerät ohne spürbaren Fortschritt jedes, alle 2 oder alle 3 Jahre zu tauschen und dafür stetig steigende Preise zu verlangen.
Bei z.B. Fernsehern würde man dich doof angucken, wenn du alle 2 Jahre deinen Fernseher ersetzt, weil das neue Modell vlt. in der Peak Brightness 100nits drauf legt und einen neuen Prozessor hat.
Ich meine, ich will nicht die Ökoschiene fahren, aber das ist
mMn einfach nur paradox.
Erst mit faltbaren Smartphones erwarte
ich persönlich wieder einen deutlichen Unterschied bei der Nutzung der Geräte, dann ist auch
in meinen Augen wieder eine Welle von Neuanschaffungen und gegebenenfalls ein Preisanstieg gerechtfertigt.